„Tag im 2Stromland“ am Steverstrand in Olfen - die Fachleute waren da, aber die Besucher fehlten

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Maike Börth suchte in der Stever nach Kleinlebewesen, die unter dem Mikroskop des mobilen Forschungslabors „Lumbricus“ sichtbar gemacht werden konnten. Foto: Werner Zempelin
Zu dem -inzwischen vierten- „Tag im 2Stromland“ am Steverstrand in Olfen bei der Füchtelner Mühle luden die Projektträger des Regionale 2016-Projektes „2Stromland“ ein.

Wie bereits die Stever auf Olfener Gebiet, soll auch die Lippe im Bereich zwischen Haltern und Olfen wieder „entfesselt“ werden, mit dem Ziel, ein natürliches Überschwemmungsgebiet mit ausgeprägten Fluss-Schleifen zu ermöglichen, denn heutzutage sind die Ufer noch mit Steinschüttungen befestigt.
Der Fluss soll auf einer Länge von sechs Kilometern künftig wieder frei fließen können, an seinen Ufern sollen wertvolle Biotope entstehen. Das Landschaftsbild wird geprägt von den Auen der beiden Flüsse Lippe und Stever.

Zwischen ihnen gibt es Wälder, landwirtschaftliche Flächen und die Halterner Stauseen. Mit dem Projekt „2Stromland“ der „Regionale 2016“ wollen die Städte Olfen, Haltern am See und Datteln, der Lippeverband, die Gelsenwasser AG, die RAG Montan Immobilien GmbH und die Haus Vogelsang GmbH an der Grenze zwischen dem Ruhrgebiet und dem Münsterland die Renaturierung der Lippe mit dem Experiment „Fluss-Strand“ in Angriff nehmen, wobei die Bagger bereits im Oktober arbeiten sollten, jetzt ist der Dezember avisiert.

Auf einer Fläche von 100 Hektar soll ein „Strand“ entstehen, der aber nicht die Badeanstalt ersetzen soll, sondern „die Menschen sollen mal auf einer Strecke von 100 Metern ans Wasser gehen können“, wie Bürgermeister Josef Himmelmann (Olfen) es ausdrückte. Darüber sei mit den Umweltschützern „heftig gestritten“ worden.

Leider waren die meisten Besucher „nur“ Fachpublikum, als die Veranstaltung um 13 Uhr begann. Auch später fanden nicht sehr viele Interessierte den Weg in die Zelte, wo auf vielen Schautafeln die Projekte ausführlich dargestellt wurden.

Dabei sollten nicht nur fachlich interessierte Bürgerinnen und Bürger auf ihre „Kosten kommen“ (Eintritt frei), die Veranstaltung wandte sich auch an die ganze Familie:
So gab es Floßfahrten auf der Stever, Exkursionen in die Steveraue und geführte Radtouren mit fachkundigen Erläuterungen in den „Hutewald“. Hier soll in zwei jeweils ca. 50 Hektar großen Flächen die früher übliche Wald-Beweidung erneut erprobt und wissenschaftlich begleitet werden.

Das mobile Forschungslabor „Lumbricus“, Spielangebote für Kinder und natürlich Kaffee, Kuchen und leckere Bio- „Urbeef“ -Burger rundeten das Programm ab.
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