Karneval in Olfen: Der große Nelkendienstags-Umzug lockte wieder Tausende an

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Prinz Andree Heckmann, Funkenmariechen Nadine Bittner, Johann Thomas Beckmann (v.l.) in bester Feierstimmung. Fotos (alle): Werner Zempelin
Olfen – Während in Köln und Düsseldorf die Umzüge am Rosenmontag stattfinden, freut man sich in der Steverstadt schon seit 181 Jahren darauf, dass er sich am „Nelkendienstag“ in einer langen, farbenprächtigen Schlange durch die mit mehreren Tausend Besuchern bevölkerten Olfener Straßen schlängelt – immerhin mit einer Länge von 1,5 km.

Leider war von der schönen Sonne des Montags nichts mehr zu sehen, aber den Fans der Karnevalsgesellschaft „Kitt“ konnte das ihrer Feierfreude keinen Abbruch tun. Um 14.00 Uhr gab das diesjährige Dreigestirn (Prinz Andree Heckmann, Funkenmariechen Nadine Bittner, Johann Thomas Beckmann) den Startschuss, worauf sich der Umzug mit den 21 Großwagen, 56 Fußgruppen und 11 Musikkapellen in Bewegung setzte und etwa zwei Stunden durch die geschmückten Straßen zog, immer nach dem Motto der diesjährigen Session: „Alle Narren außer Rand und Band, steh'n hinterm KITT wie eine Wand!“

Ein fröhlicher und farbenfroher Zug mit vielen fantasievollen Kostümen und witzigen Anspielungen auf die lokale Politik: „Ampel ade – Kreisverkehr olé“ oder „Beach Boys“ vom Steverstrand. Aber auch vieles, das die Menschen über die Region hinaus bewegt, belustigt oder verärgert: So das „Schiedsrichter-Spray“, „Lokführerstreik“, die „Zeche Datteln“ und „30 Jahre Modern Talking“.
Besonders die zahlreichen Fußgruppen waren an Einfallsreichtum nicht zu übertreffen: Mal als „singende und swingende Nonnen“, mal als „Biene Maja“ oder „Salamisten“ begeisterten sie auf ihrer Tour die Besucher am Straßenrand.
Angesichts der großen Resonanz entlang der Strecke machte es den Jecken auf den Wagen und in den Fußgruppen gleich doppelt so viel Spaß, ihre Gegenüber mit einem kräftigen Helau zu begrüßen und ihnen kiloweise Kamellen und Popcorn zuzuwerfen. Als sich der Zug schließlich auflöste, war die Fete in Olfen noch lange nicht vorbei. Man traf sich „für etwas Warmes“ an Bratwurstständen, in den gemütlichen Kneipen in der Altstadt oder beim Großen Nelkendienstagsball im beheizten Festzelt an der Stadthalle mit der Partyband „Musik & Fun“, wo der Spaß noch lange andauerte.
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