„Nelkendienstag“ ist in Olfen der Bär los: Beim Karnevalsumzug feierten trotz Regens viele Jecken

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Olfen - Für viele Jecken in der Steverstadt ist er der höchste Feiertag des Jahres: Der „Nelkendienstag“. Während in Düsseldorf, Münster und Recklinghausen die Umzüge am Rosenmontag abgesagt wurden, freute man sich in der Steverstadt darauf, dass der Zug sich an diesem „Ausnahmetag“ wie eine Riesenschlange durch die - mit Tausenden von Besuchern bevölkerten Olfener Straßen - schlängelte.

Während in den letzten Jahren entweder strahlende Sonne oder zumindest kein Regen vorherrschte, musste das diesjährige Dreigestirn (Prinz Christian III. Gronde, Johann Christian Scholz und Funkenmariechen Maike Nowak) bei heftigem Regenwetter den Startschuss geben, damit sich der Umzug mit den 20 Großwagen und an die 55 Fußgruppen mit rund 1400 Teilnehmern in Bewegung setzte und mehr als zwei Stunden durch die geschmückten Straßen zog, immer nach dem Motto der aktuellen Session: „Das hat der Jeck noch nicht gehabt, Christian und Christian im Doppelpack“.

Ein fröhlicher und farbenfroher Zug, der Dank der prächtig geschmückten Wagen und der vielen fantasievollen Kostüme Zuschauer und Jecken gleichermaßen begeisterte - auch wenn wegen der Regenschirme und „Plastikhäute“ manch schönes Kostüm unsichtbar blieb. Vieles, das die Menschen bewegt, belustigt oder verärgert, war zu entdecken. Besonders die zahlreichen Fußgruppen zeigten unglaublichen Einfallsreichtum bei der Auswahl ihrer Themen: „Aprés-Ski im Altenheim“, „Brennholzverleih“, „Sesamstraße“, „Wir schaffen das“ und „Olfens süßeste Verführung“.

Für die entsprechende musikalische Untermalung sorgten neben dem Spielmannszug und dem Musikcorps aus Olfen auch viele „zugereiste“ Musiker: Drumfanfare Hengelo, Spielmannszug Datteln-Natrop, Spielmannszug Feuerwehr Selm, Freies Musikcorps Senden, Landsknecht Fanfarencorps Haltern. Angesichts der ausgelassen Stimmung und großen Resonanz machte es auch den Jecken auf den Wagen doppelten Spaß, so dass sie etliche Kilos Kamellen und Blumensträußchen in die Menge am Straßenrand warfen.

Der ausgelassenen Stimmung tat das trübe Regenwetter aber keinen Abbruch und so schunkelte sich das närrische Volk bei Musik und Schnaps warm. Als der Zug vorbei war, ging die Party für viele Besucher in den gemütlichen Kneipen in der Altstadt oder im Festzelt munter weiter nach dem Motto: „Erst morgen ist Aschermittwoch, da können wir noch einen drauf machen“.
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