Mein Senf dazu (3): Kein Fleisch, Tanz, Klamauk am Karfreitag - das ist nicht mehr zeitgemäß

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Viele praktizierende Christen essen am heutigen Karfreitag nur Fisch., manche fasten total. Wie haltet Ihr es mit dem Brauch? Foto: Peter Dettmer
 
Foto: Peter Dettmer

Heute ist Karfreitag, der Überlieferung nach der Todestag Jesu. Praktizierende Christen essen deshalb heute nur Fisch, weil dieser ein Symbole darstellt, mit dem sie sich zu ihrem Glauben bekennen. Musik- und Tanzveranstaltungen sind tabu, zahlreiche Filme dürfen nicht aufgeführt werden und sogar die Kirchenglocken schweigen. Alle Verbote sind allerdings höchst umstritten und es gibt in jedem Jahr neue Diskussionen rund um diese Beschneidungen.

von Peter Dettmer

Bei Verstößen drohen bis zu 1.000 Euro Bußgeld

Streng gläubige Katholiken, die älter als 14 Jahre sind, sollen heute kein Fleisch zu sich nehmen, zwischen 18 und 60 Jahren ist diesen heute nur eine einmalige Mahlzeit gestattet. Ursprünglich durfte man an Karfreitag gar nichts essen oder trinken. Wie auch die Sonntage gelten Feiertage nach Artikel 140 des Grundgesetzes als „Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erbauung." Als "stille Feiertage" gelten Karfreitag, Allerheiligen, Volkstrauertag und Totensonntag. An diesen Tagen soll es noch ruhiger zugehen als an anderen Sonn- und Feiertagen. Trauer und Andacht der Gläubigen soll nicht gestört werden. Discotheken müssen geschlossen bleiben, Konzerte dürfen nicht stattfinden und Kinos eine ganze Reihe von Filmen nicht aufführen. Die Regelungen zu den stillen Feiertagen sind im Gesetz über die Sonn- und Feiertage NRW verankert und gelten daher für alle - auch nicht gläubige - Einwohner und bei Verstößen gegen diese Regelungen drohen Bußgelder von bis zu 1.000 Euro.

Verbotene Filme wie 'Die Feuerzangenbowle'

Über 700 Filme umfasst eine Liste verbotener Streifen, die heute weder auf der Mattscheibe, noch auf der Leinwand gezeigt werden dürfen, darunter Heidi, Das Leben des Brian, Ghostbusters, oder sogar ein Klassiker wie Die Feuerzangenbowle. Ihnen allen ist gemein, dass sie das religiöse Empfinden der Christen am Karfreitag verletzen könnten. Eine Regel, gegen die unter anderem die Mitglieder der Initiative Religionsfrei im Revier mit Begeisterung seit Jahren verstoßen.

Meinung: Schluss damit - 50 Prozent leben säkular

Etwa ein Drittel der Bevölkerung der Bundesrepublik lebt konfessionsfrei, gehört also keiner der Glaubensgemeinschaften an. Tendenz steigend. Über 50 Prozent der Menschen in unserem Land glauben nicht an irgendeinen Gott. Eine Entwicklung, dem zwangsläufig auch die Politik Rechnung tragen muss. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann - das Bundesland hatte bisher eine der strengsten Regelungen zu den stillen Feiertagen - äußerte sich dazu: „Dass öffentliches Tanzen mit dem Wesen eines jeden Sonn- und Feiertags unvereinbar sei, wie man früher gemeint hat, empfindet heute kaum noch jemand.“

Wie haltet Ihr es mit den Karfreitags-Regeln?

Jetzt interessiert und: Wie haltet Ihr es mit den Regeln zu Karfreitag und was kam bei Euch heute auf den Tisch? Ist das Verbot von Tanzveranstaltungen und Musik noch zeitgemäß?
Wir freuen uns auf Eure Kommentare und Fotos!

Noch mehr heiße Themen: Lokalkompass-Serie Mein Senf dazu...

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14 Bilder zur Aktion:

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35 Kommentare
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Bodo Kannacher aus Essen-Süd | 25.03.2016 | 14:53  
Lokalkompass .de aus Panorama | 25.03.2016 | 14:57  
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Jürgen Daum aus Duisburg | 25.03.2016 | 14:58  
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Monika Wübbe aus Marl | 25.03.2016 | 15:02  
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Bodo Kannacher aus Essen-Süd | 25.03.2016 | 15:03  
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Christian Salamon aus Bochum | 25.03.2016 | 15:19  
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 25.03.2016 | 16:40  
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Petra Maas aus Neukirchen-Vluyn | 25.03.2016 | 16:45  
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Norbert Hinz aus Wattenscheid | 25.03.2016 | 17:50  
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 25.03.2016 | 18:08  
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Mechthild Schulz aus Arnsberg-Neheim | 25.03.2016 | 18:09  
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Volker Dau aus Bochum | 25.03.2016 | 18:22  
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Heinz Kolb aus Gelsenkirchen | 25.03.2016 | 19:35  
28.842
Jürgen Daum aus Duisburg | 25.03.2016 | 20:50  
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 25.03.2016 | 21:38  
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Wolfgang Schulte aus Hagen | 25.03.2016 | 22:23  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 25.03.2016 | 23:00  
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Peter Krämer aus Bochum | 25.03.2016 | 23:31  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 26.03.2016 | 01:13  
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Ralf Strauch aus Mülheim an der Ruhr | 26.03.2016 | 07:14  
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Hans-Martin Scheibner aus Xanten | 26.03.2016 | 10:12  
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Luzie Schröter aus Fröndenberg/Ruhr | 26.03.2016 | 13:58  
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Ralf Schulz aus Witten | 26.03.2016 | 17:17  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 26.03.2016 | 22:56  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 27.03.2016 | 12:19  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 27.03.2016 | 13:22  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 27.03.2016 | 13:29  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 27.03.2016 | 13:52  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 27.03.2016 | 13:57  
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Claudia Jacobs aus Mülheim an der Ruhr | 27.03.2016 | 15:45  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 27.03.2016 | 15:53  
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Petra Maas aus Neukirchen-Vluyn | 27.03.2016 | 19:46  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 27.03.2016 | 22:36  
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Claudia Jacobs aus Mülheim an der Ruhr | 28.03.2016 | 02:35  
Peter Dettmer aus Essen-Borbeck | 31.03.2016 | 14:36  
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