Die Restaurierung kann starten

Die evangelische Dorfkirche in Dortmund-Brackel: Westlotto fördert die Sanierung des Daches. (Foto: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann)

Die Evangelische Kirche in Dortmund-Brackel wird mit 50 000 Euro gefördert

Hier engagieren sich viele für einen guten Zweck: Dank Spenden aus der Lotterie Glücksspirale kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) erstmals die Evangelische Kirche Brackel in Dortmund unterstützen. Für dringend notwendige Arbeiten am Dach des Gotteshauses erhielt Ulrich Moeske von der evangelischen Kirchengemeinde Brackel einen Fördervertrag von 50 000 Euro. Karin Lehmann, vom Ortskuratorium Dortmund der DSD, und Westlotto-Bezirksleiterin Karin Saatröwe konnten als frohe Botschaft diese „gute Gabe“ überbringen.

Die Freude ist groß, ist die Kirche in Brakel doch ein beliebter Ort in der Gemeinde. Sie liegt am Hellweg, der historischen Handelsstraße, und gehört zum Kranz romanischer Dorfkirchen, die im 12. und 13. Jahrhundert rund um die Freie Reichsstadt Dortmund entstanden. Mit dem 1554 vollzogenen Übertritt der Gemeinde zum protestantischen Glauben war das Gotteshaus, das ursprünglich Johannes dem Täufer geweiht war, die erste evangelische Kirche im heutigen Stadtgebiet von Dortmund.

Die aus Bruchstein gebaute, heute steinsichtige Hallenkirche wurde Ende des 12. Jahrhunderts dreischiffig als Basilika errichtet. Den neuen Chor mit hohen Maßwerkfenstern und Strebepfeilern ergänzte man Ende des 13. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit entstand wohl auch der mächtige, quadratische Westturm. 1495 bis 1497 erfolgte der Umbau zur Hallenkirche, wobei die Außenmauern erhöht und die Schiffe und die Vierung neu gewölbt wurden. Hohe Rundbogenfenster prägen die Halle. 1892 erneuerte man die nördliche Langhauswand und errichtete den südlichen Querhausgiebel.

Bemerkenswert ist auch das musikalische Herzstück der Kirche: Die neobarocke Werkorgel wurde 1960 von der Orgelbaufirma Steinmann aus Vlotho gefertigt und 2011 durch die Orgelbaufirma Seifert aus Kevelaer umgebaut, erweitert und neu intoniert.

Das Kirchengebäude, das eine besondere städtebauliche und architektonische Bedeutung besitzt, gehört nunmehr zu den über 370 Projekten, die die private Denkmalstiftung durch Spenden und Mittel aus der Lotterie Glücksspirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.
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