Schwiegermütter reichen Staffelstab weiter

Das Lotto-Team aus Dremmen (v.l.): Sylvia Philippen, Sabine Nowos, und Claudia Wolff mit Astrid (r.v.) und Isolde Weintz. (Foto: Andrea Bowinkelmann)

In der Annahmestelle Weintz in Heinsberg klappt es regelmäßig mit Gewinnen

Otto hat vorbeigeschaut. Der vom Lotto. Im Frühjahr war der frühere Werbeträger für Lotto 6aus49 auf verschiedenen Plakaten zu sehen. Und auch auf dem Titelbild der GLÜCK. „Das finden wir klasse. Otto vom Lotto ist sympathisch und vielen Stammkunden in guter Erinnerung“, freuen sich Astrid und Isolde Weintz, Annahmestellenleiterinnen aus Heinsberg. Nicht ohne Grund war das „Glücksschwein“ in NRW unterwegs – schließlich wird Westlotto in diesem Jahr 60 Jahre alt, und auch die ersten Lottokugeln wurden vor 60 Jahren gezogen, am 9. Oktober 1955.

Original-Schein
Wenn jemand beim Thema „60 Jahre Lotto 6aus49“ mitreden kann, dann die Familie Weintz. Sogar seit mehr als 60 Jahren betreibt sie im Heinsberger Stadtteil Dremmen an der Grabenstraße eine Annahmestelle, inzwischen in der dritten Generation. Als 1949 das Fußballtoto in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen wurde – immerhin sechs Jahre vor der Einführung von Lotto 6aus49 – waren Emma Weintz und ihr Gatte mit von der Partie. Isolde Weintz, die schon als rechte Hand ihrer Schwiegermutter mitarbeitete, zeigt einen Original-Totospielschein vom 13. Februar 1949, der in ihrer Annahmestelle gespielt worden war. Damals waren alle Fußballbegegnungen auf dem Schein aufgedruckt. Das erste Spiel lautete Rhenania Würselen gegen Preußen Münster – beides NRW-Vereine. Der eine liegt sogar in der Nähe von Heinsberg, der andere am Sitz der Westlotto-Zentrale. Die Partie der Oberliga West endete übrigens 1:3. Der Tipper hatte allerdings auf Würselen gesetzt.

Mit dem Start von Lotto 6aus49 änderte sich das Erscheinungsbild der Annahmestelle Weintz. Jetzt hieß das Motto: „Lotto, Toto, Lotterie“. Isolde Weintz besitzt ein altes Fotoalbum, dessen Bilder die Entwicklung der Verkaufsstelle zeigen. Anfang der Siebziger Jahre wurde kräftig gegraben an der Grabenstraße. Das Geschäft zog in einen Neubau drei Häuser weiter. Jetzt hieß der Slogan „Lotto, Toto, Renn-Quintett“. Gleichzeitig übernahm die inzwischen 79-Jährige die Annahmestelle von ihrer Schwiegermutter Emma. Astrid Weintz, die heutige Inhaberin, hat wiederum die alten Geschäftsbesorgungsverträge ihrer Schwiegermutter Isolde aufbewahrt. Dort steht unter anderem, dass die damalige Annahmestelle auch Spielsachen, insbesondere Matchbox-Artikel, führt. In dieser Zeit hielten auch die sogenannten „Glücksreisen“ Einzug. Noch heute fungiert ein Teil der Annahmestelle als Reisebüro. Hier gibt es die Angebote von „Prima Urlaub“. Als 1997 das Online-Zeitalter bei Westlotto begann, fand im Hause Weintz der nächste Wachwechsel statt. Von Isolde zu Astrid Weintz – wie 1971 wurde der Staffelstab von der Schwiegermutter zur Schwiegertochter gereicht. „Mein Mann ging einer Arbeit im Elektrogroßhandel nach, half aber auch viel in der Annahmestelle“, so die 79-Jährige, die weiterhin regelmäßig im Laden steht.

„Hier gewonnen“
Die Inhaberinnen können mehrere Kunden aufzählen, die vom Beginn bis heute Lotto 6aus49 spielen. Die Senior-Chefin erinnert sich sogar an einen Stammspieler, der schon seit der Toto-Zeit dabei ist. „Ich komme von Anfang an zu dir“, lauteten vor einiger Zeit dessen Worte im Plausch mit der Geschäftsfrau. Hinzu kommt, dass es auch mit dem Gewinnen regelmäßig klappt. „Wir haben schon mehrmals ‚Hier gewonnen‘-Plakate wegen 100.000 Mark und später 100.000 Euro-Gewinnen in der Lotterie Super 6 aufgehängt. Auch einen Rubbellos-Hauptgewinner durften wir schon begrüßen“, berichtet Astrid Weintz. In Heinsberg und vor allem im Ortsteil Dremmen genießt die Traditions-Annahmestelle einen tadellosen Ruf. Das ist seit 60 Jahren so und wird weitere Jahrzehnte so bleiben.
www.jubi.westlotto.de
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