Unterstützung, auf die man bauen kann

Das Lotterieunternehmen Westlotto feiert 60. Geburtstag: Lotto spielen für den Denkmalschutz


Die „Dauerbaustelle“ Kölner Dom, die jedes Jahr mehrere Millionen Besucher aus aller Welt anlockt. Das Heinrich-Böll-Haus in Langenbroich, das vielen Künstlern und Autoren als Unterkunft dient. Oder das frisch sanierte Schloss Türnich in Kerpen: Dies sind nur drei von vielen Beispielen dafür, wie die Lottospieler den Denkmalschutz in NRW unterstützen. Denn das Besondere am staatlichen Lotto ist: Die Einsätze verbleiben – nach der Gewinnausschüttung – nicht in der Westlotto-Zentrale in Münster, sondern fließen zu vierzig Prozent in die Kassen gemeinnütziger Institutionen. Und dadurch wird letztlich jeder Bürger NRWs zum Gewinner: Denn im Bereich Denkmalschutz sorgen die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die NRW-Stiftung Natur Heimat Kultur sowie die Dombauvereine in Köln, Aachen, Xanten, Minden und Wesel dafür, dass die Fülle des nordrhein-westfälischen Kulturerbes für die Gegenwart und die Nachwelt erhalten bleibt.

Bereits seit 60 Jahren unterstützt Westlotto das Gemeinwohl – allein 2014 mit 640 Millionen Euro. Ein Großprojekt, das erst im letzten Jahr vollendet wurde, ist die Ringpromenade rund um das Gelände der stillgelegten Zeche Zollverein in Essen. Ein 3,5 Kilometer langes Wegeband verbindet nun Schacht XII, Schacht 1/2/8 und die Kokerei miteinander, so dass die Standorte des Weltkulturerbes für alle Besucher schnell und einfach zu erreichen sind – egal, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Inlinern. Denn neben dem zwei Meter breiten Fußweg wurde auch eine drei Meter breite „Schnellstrecke“ angelegt, damit sich laufende und rollende Besucher nicht in die Quere kommen. Ein rostrot erleuchtetes, mittig verlegtes Stahlband trennt die beiden Bahnen und zeichnet nachts die Silhouette des Industriedenkmals nach. Tagsüber laden Wiesenflächen, Bänke und Spielmöglichkeiten rechts und links des Wegs zum Entspannen und Genießen ein. Möglich wurde dies unter anderem durch die Westlotto-Tipper, denn einen Teil der Kosten von rund 2,1 Millionen Euro übernahm die NRW-Stiftung, die überwiegend von Westlotto-Geldern finanziert wird.

Denkmäler schützen, das öffentliche Bewusstsein für den Wert von Kulturgütern stärken und das kulturelle Erbe der Menschheit erhalten: Diesen Aufgaben hat sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz verschrieben – rund 450 Sanierungsprojekte werden jedes Jahr gefördert. Auch die Burg Hülshoff in Havixbeck (Münsterland), in der die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff im Jahr 1797 geboren wurde, profitiert von den Lottogeldern. Hier soll in naher Zukunft ein Droste-Kulturzentrum entstehen. „Es ist mir jedes Mal eine Freude, bei der Restaurierung helfen zu können und dann bei der festlichen Einweihung das vollendete Bauwerk zu erleben“, erzählt der DSD-Ortskurator Dr. Dietmar Rudert. „Besonders freut mich, dass diese Bauwerke mit neuem Leben erfüllt werden und für die Menschen neuer Raum für Begegnung und Besinnung geschaffen werden konnte. Ich wünsche WestLotto und mir, dass wir noch weiterhin viel helfen können.“

Angesichts der rund 25 Milliarden Euro, die in den letzten 60 Jahren für gemeinnützige Zwecke zusammen gekommen sind, ist dies bestimmt ein realistisches Ziel!

Hermann Marth, Vorsitzender des Vorstands, Stiftung Zollverein: „Das UNESCO-Welterbe Zollverein mit seinen 65 Gebäuden, über 200 technischen Anlagen und Maschinen, fast drei Kilometer Bandbrücken und über 13 Kilometer überirdischen Rohrleitungen als Denkmal zu erhalten, ist eine Generationenaufgabe. Die Stiftung Zollverein dankt Westlotto für das Engagement für die Denkmäler in NRW und gratuliert zum 60-jährigen Jubiläum. Glück auf!“

Dr. Dietmar Rudert, Ortskuratorium Essen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: „Als Vertreter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz durfte ich gemeinsam mit Vertretern von Westlotto vielfach Fördersummen zur Sanierung von Kirchen und Museen in NRW übergeben. Besonders freut mich, dass diese Bauwerke mit neuem Leben erfüllt werden. Ich wünsche Westlotto und mir, dass wir noch weiterhin viel helfen können.“

Michael H.G. Hoffmann, Präsident Zentral-Dombau-Verein zu Köln: „Früher oder später müsste der Kölner Dom abgesperrt werden, da ohne die Arbeit des Zentral-Dombau-Vereins zu Köln überall kleine Steine herunter fallen würden – das wäre wirklich eine Katastrophe. Wir sind der Garant für den Erhalt des Doms und Westlotto hilft uns dabei wesentlich. Wir bedanken uns bei Westlotto für die langjährige Unterstützung und freuen uns auf die nächsten 60 Jahre!“

Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung: „Im Fokus stehen für uns der Naturschutz und der Erhalt des kulturellen Erbes – seit der Gründung 1986 haben wir dank Westlotto über 2.600 Natur- und Kulturprojekte unterstützt. Wir gratulieren WestLotto herzlich zum 60-jährigen Bestehen und freuen uns auch in Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit.“

Dr. Söke Dinkla; Direktorin Lehmbruck Museum Duisburg: „Ohne WestLotto hätten wir unser mittlerweile über 50-jähriges Museumsgebäude nicht so gut erhalten können, dass man ihm das Alter immer noch nicht ansieht. Wir danken Westlotto dafür und gratulieren herzlich zum 60sten!“
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