Chiffry – Smartphone Kommunikation Made in Germany

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Leonid Gimbut präsentiert Chiffry (Foto: privat)
 
Firmenlogo Chiffry (Foto: Digittrade)
Von Beatrix Gutmann

Es wird immer wieder über die Unsicherheit bei der Nutzung des Internets, als auch über Nutzung mobiler Messenger geschrieben. Nach der Übernahme von WhatsApp durch Facebook gab es massenhafte Proteste und Abmeldungen. Viele sind zu anderen Messenger Systemen wie Threema gewechselt,der als besser verschlüsselt als WhatsApp gilt. Dennoch erfreut sich WhatsApp immer größerer Beliebtheit und ist mit 1 Milliarde Nutzer der erfolgreichste Messenger. Trotz der Verschlüsselung, die WhatsApp verspricht, handelt es sich um ein amerikanisches Unternehmen, das datenschutzrechtlich anders handelt als es in Deutschland üblich ist.

Chiffry ist ein Messenger, der seit 2013 entwickelt wird und 2014 zum ersten Mal in der Beta-Version auf der CeBIT vorgestellt wurde, damals nur für Android Geräte. Seit letztem Jahr gibt es Chiffry auch für IOS Betriebssysteme.
Wir sprachen mit dem CEO von DGITTRADE Leonid Gimbut, der uns mehr über dieses Produkt seines Unternehmens berichtet.
Was ist das Besondere an Chiffry?

Leonid Gimbut: Chiffry ist eine Kommunikationsplattform, mit der der Nutzer abhörsicher telefonieren kann. Außerdem können Bilder, Videos, Kontakte sowie Sprach- und Textnachrichten vertraulich versendet werden.

Und der Unterschied zu WhatsApp?

Leonid Gimbut: Chiffry ist ein deutsches Produkt und daher eine datenschutzkonforme Alternative zu anderen Messengern. Wir sind Mitglied bei TeleTrusT und Träger des Qualitätszeichens „IT Security made in Germany“. Damit wird bestätigt, dass der Unternehmenshauptsitz in Deutschland ist und das wir vertrauenswürdige IT-Lösungen anbieten, die den Anforderungen des deutschen Datenschutzgesetzes gerecht werden. Zudem orientieren wir uns an den Richtlinien und Empfehlunges des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Allein für den Schlüsselaustausch setzen wir eine Elliptische-Kurven-Kryptographie ein, die 10 hoch 38-mal komplexer ist als bekannte RSA-Kryptosysteme, die standardmäßig von Banken angewendet werden. Zudem befinden sich unsere Server in Deutschland.
Mit Chiffry liefern wir technische Vorrausetzungen für mehr Selbstdatenschutz im digitalen Wandel der Gesellschaft. Zudem bleiben die Einnahmen für die Nutzung der Anwendung in Deutschland und
sichern damit den Erhalt sowie Schaffung neuer Arbeitsplätze und fördert den Wohlstand in der Region. Dies unterscheidet Chiffry von anderen Anbietern.

Wie ist Chiffry entstanden?

Leonid Gimbut: Wir entwickeln und produzieren seit 2005 externe verschlüsselte Festplatten, die bereits von Behörden, Banken und Unternehmen genutzt werden. Diese hochsicheren Festplatten sind zertifiziert und bieten eine datenschutzgerechte Speicherung an. Daraus ist die Idee entstanden, unsere langjährige Erfahrung in die Entwicklung einer datenschutzkonformen Messenger-Alternative einzubringen und umzusetzen.

Wie soll Chiffry bekannter werden?

Wir haben drei verschiedene Versionen. Die Basis App ist kostenlos für jedermann. In dieser Version können Videos, Textnachrichten und Telefonate abhörsicher übertragen werden.
Die Premiumversion hat mehr Sicherheits- und Komfortfunktionen. Darüber können größere Dateien unkomprimiert verschickt werden. Interessant ist dies z.B. für Journalisten, die hochauflösende Fotos sicher versenden möchten. Diese Version kostet 1 Euro pro Monat bzw. 10 Euro jährlich.
Die Business Version ist für Behörden und Unternehmen interessant und beinhaltet die Lieferung und Installation eines eigenen Kommunikationsservers. Diese Version kann gleichzeitig mit der Basis- oder Premiumversion auf einem Smartphone installiert werden.
Die Premiumversion wird auf der CeBIT 2016 veröffentlicht und ermöglicht die Refinanzierung der weiteren Entwicklung und Unterhaltung auf Chiffry.

Unser Motto lautet:

„Daten sind Rohstoffe der Zukunft, deswegen entwickeln wir Lösungen, die dieses wertvolle Kapital unserer Kunden bestmöglich schützen.“

Dazu noch ein Beitrag von Markus Wortmann M.A. Kriminologe und Polizeiwissenschaftler, Dipl.-Verwaltungswirt (FH), Geschäftsführer Sicheres Netz hilft e.V.

Der Schlüssel zu mehr Sicherheit im Netz liegt in den persönlichen Kenntnissen über die Nutzen und Gefahren der Cyberwelt. Je aufgeklärter und kompetenter Anwender sind, desto besser lassen sich Risiken einschätzen und minimieren.
Das heißt auch, dass sich die Nutzer über geeignete Alternativen zu gängigen Messenger informieren sollten, die dem deutschen Recht und damit zufolge dessen Datenschutz unterliegen. Der Datenschutz und die Datensicherheit sollten oberste Priorität beim Anwender einnehmen, unabhängig davon wie viele „Freunde“ einen anderen Dienst nutzen. Der sorglose und naive Umgang mit persönlichen Daten über gängige Messenger ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar, zudem unverantwortbar und fahrlässig.

Am Beispiel von z.B. Erziehungsverantwortlichen, die Bilder ihrer Kinder versenden, damit die Rechte am eigenen Bild verlieren und die Persönlichkeitsrechte ihrer Kinder missachten. Ein Messenger wie z.B. Chiffry, deren Sitz und deren Daten in Deutschland sind, wäre zumindest einmal eine Überlegung wert. Letztendlich entscheidet allerdings immer der User, wie wichtig ihm seine eigene Sicherheit bei der Datenübermittlung im Netz ist.
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3 Kommentare
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 12.03.2016 | 10:06  
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Oliver Iffland aus Castrop-Rauxel | 14.03.2016 | 15:17  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 17.03.2016 | 11:23  
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