Wasserwacht - Mit diesen Tipps macht Baden richtig Spaß

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Mitglieder der DRK-Wasserwacht Nordrhein bei einer Rettungsübung an einem See.
 
Gordon Wenzek von der Wasserwacht des DRK-Landesverbands Nordrhein.

Endlich Sommer! Wenn die Sonne vom Himmel strahlt und die Temperaturen in die Höhe klettern, heißt es für viele: Ab ans Wasser! Eine Abkühlung kommt bei der Hitze gerade recht. Die Versuchung schnell mal in den nächstgelegenen Fluss oder See zu springen, ist groß. Doch leider kommt es immer wieder auch zu Badeunfällen. „Seen und Flüsse ohne Badeaufsicht sowie Kanäle können sehr gefährlich sein, auch wenn sie auf den ersten Blick ruhig und sicher aussehen“, sagt Gordon Wenzek vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Landesverband Nordrhein.

Wie rund 1000 andere aktive Mitglieder ist der Essener in seiner Freizeit als ehrenamtlicher Rettungsschwimmer im Einsatz. „In vielen Gewässern findet sich häufig eine Menge Unrat. Von scharfkantigen Steinen und Plastikmüll bis hin zu alten Fahrrädern und Einkaufswagen ist alles dabei. Das Verletzungsrisiko ist daher nicht nur beim Sprung ins kühle Nass sehr hoch“, so Wenzek.

Im vergangenen Sommer kamen über 50 Menschen in den Gewässern von NRW ums Leben. Mangelnde Erfahrung und Selbstüberschätzung zählen laut Wenzek zu den häufigsten Ursachen für Badeunfälle. Nach Schätzungen des DRK können ein Drittel aller Kinder nicht richtig schwimmen. Gefährlich: „Strömungen und Wirbel können durch ihren Sog auch geübte Schwimmer in Schwierigkeiten bringen“, erklärt Gordon Wenzek.

Mit diesen Tipps der Wasserwacht des DRK können Sie den Sprung ins kühle Nass unbeschwert genießen:

• Nur an Stränden oder Seen baden, die zum Beispiel durch Wachstationen des DRK gesichert sind. So kann bei Notfällen schnell Hilfe geleistet werden.
• Nicht in unbekannte Gewässer springen, da man nicht einschätzen kann, wie tief und sauber das Wasser ist.
• Der Körper sollte sich langsam an die Wassertemperatur gewöhnen. Um den Kreislauf bei großer Hitze nicht zu stark zu belasten, lieber langsam ins Wasser gehen.
• Wer mit vollem Magen ins Wasser geht, ist, schneller erschöpft, weil der Körper mit der Verdauung beschäftigt ist. Auch Schwimmen mit leerem Magen ist nicht empfehlenswert. Hunger in Kombination mit anstrengenden Leistungen kann einen Zuckerschock auslösen. Vor dem Badespaß etwas Leichtes essen.
• Alkohol macht leichtsinnig und lässt den Körper schneller auskühlen. Vor dem Baden auf Bier und Co. verzichten.
• Immer mindestens zu zweit ins Wasser gehen und nicht zu weit hinausschwimmen, damit man im Falle eines Krampfes schnell wieder den Boden unter den Füßen gewinnt.
• Rippströmungen sind eine Gefahr an vielen Strängen. Ein unsichtbarer Sog zieht Badende ins offene Gewässer hinaus. Man kann diesen Strömungen entgehen, indem man parallel zum Strand schwimmt.
• Nicht gegen eine Strömung anschwimmen. Das ist schon nach kurzer Zeit sehr anstrengend. Besser sich auf den Rücken legen und treiben lassen bis man das Ufer erreicht oder Hilfe kommt.
• Falls man in einen Strudel gerät und nach unten gezogen wird, versuchen am Grund des Wirbels seitlich wegzutauchen.
• Kinder sollten nie unbeaufsichtigt im Wasser spielen. Auch nicht an flachen Stellen. Aufblasbare Schwimmhilfen und Luftmatratzen bieten keinen Schutz vor Ertrinken.

INFO:

Als einer der größten gesellschaftlichen Träger im Bereich Wohlfahrt profitiert das Deutsche Rote Kreuz vom Lotto-Prinzip. Rund 40 Prozent der Spieleinsätze der Tipper bei Westlotto gehen an das Land Nordrhein-Westfalen, das daraus wiederum das Gemeinwohl fördert. Mehr als 654 Millionen Euro sind auf diesem Weg allein im vergangenen Jahr zusammengekommen.
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