Aubameyang, Lewandowski und der Rest vom Schützenfest

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Pierre-Emerick Aubameyang erzielte beide Tore beim 2:0-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt. (Foto: Stephan Schütze)
 
Leroy Sané bereitete das 0:1 durch Max Meyer vor, eher dieser das 0:2 durch Sané auflegte. (Foto: Gerd Kaemper)

Der FC Bayern und der BVB können langsam, aber sicher schon den Sekt für die direkte Champions League-Qualifikation kalt stellen. Zwar gewannen Schalke und Leverkusen. Doch Hertha BSC, Mönchengladbach und Wolfsburg patzten erneut.

Dass Borussia Dortmund der punktbeste Zweitplatzierte der Bundesliga-Historie zu diesem Zeitpunkt ist, wird die Schwarz-Gelben nur bedingt trösten. Denn Tabellenführer Bayern München gewann am Sonntagabend mit 2:0 gegen den Tabellenvorletzten TSG Hoffenheim, obwohl Pep Guardiola mit einer Dreier-Abwehrkette improvisieren musste. Denn neben Jerome Boateng wird nun auch noch Javi Martinez monatelang fehlen. Damit ist aktuell nur der verletzungsanfällige Holger Badstuber als einziger Innenverteidiger im Kader. Es reichte für Hoffenheim, weil der Deutsche Rekordmeister mit Robert Lewandowski einen zuverlässigen Torjäger in seinen Reihen hat. Der Pole schoss den FCB mit seinen beiden Toren im Alleingang zum zehnten Sieg im zehnten Heimspiel. Somit konnten die Bayern den Abstand auf Dortmund bei acht Punkten halten.

Hummels entgeht Roter Karte und später noch einem Eigentor

Der BVB hatte bereits am Samstagnachmittag gewonnen, wenngleich dafür ein hartes Stück Arbeit und insbesondere viel Geduld gefragt war. Aufsteiger Ingolstadt wehrte sich nicht nur tapfer, sondern hatte die Chance auf mindestens einen Punktgewinn, wenngleich Dortmund nach dem Schlusspfiff mit 2:0 wie ein souveräner Sieger aussah. War er aber mitnichten. Mats Hummels unterlief aus 20 Metern ein kurioses Eigentor, als er seinen Torwart Roman Bürki beim Rückpass wie in bester Stürmermanier überlupfte. Weil aber ein Foulspiel vorausgegangen war, wurde das Tor nicht gegeben. Bereits in Halbzeit eins stand Hummels im Mittelpunkt der Diskussion, als er sich über einen Elfmeterpfiff und die Rote Karte wegen einer Notbremse gegen sich nicht hätte beschweren dürfen. Zu allem Überfluss stand Pierre-Emerick Aubameyang beim 1:0-Führungstreffer knapp im Abseits. Dem Führenden der Torjägerliste war es egal. Der Gabuner schob neun Minuten nach dem 1:0 in der 77. Spielminute das 2:0 hinterher und bleibt mit 20 Treffern nach 19 Spielen ein Tor vor seinem ärgsten Verfolger aus München.

Chicharito macht es wie Aubameyang und Lewandowski

Einer, der ebenfalls zweimal traf, war „die kleine Erbse“, besser bekannt unter dem Künstlernamen Chicharito oder, wie er bürgerlich heißt: Javier Hernández Balcázar. Der Mexikaner schoss beim 3:0-Sieg der Leverkusener gegen den Tabellenletzten Hannover 96 die letzten beiden Treffer, nachdem sein Sturmpartner Stefan Kießling den Torreigen eröffnet hatte. Damit traf Chicharito in den vergangenen 16 Pflichtspielen 19 Mal für die Bayer-Elf und steht mit 13 Toren in der Bundesliga auf Platz vier der aktuellen Torjägerliste. Das Glück der Leverkusener ist das Leid der Hannoveraner, die unter dem neuen Trainer Thomas Schaaf damit nicht die erhoffte Wende zum Rückrundenstart schafften. Bereits vor einer Woche hatte Hannover das Heimspiel gegen Darmstadt 1:2 verloren. Nun die in dieser Höhe auch verdiente Niederlage in Leverkusen, machen unter dem Strich bereits jetzt schon sieben Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Schneider beobachtet Sané und Co.

Apropos Darmstadt: Der zweite Aufsteiger neben Ingolstadt musste ebenfalls eine 0:2-Niederlage einstecken und wie der FCI auch gegen eine Reviermannschaft. Bei der Heimniederlage war der Gast aus Gelsenkirchen zu abgezockt und gut für die „Lilien“. Auf einem katastrophalen Untergrund am Böllenfalltor, der den Namen Rasen nicht ansatzweise verdient hat, hatte der S04 zwar auch Glück, unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff durch Max Meyer das 0:1 zu erzielen. Doch die Führung war verdient, wenngleich Darmstadt sich nicht nur in der Defensive versteckte. Nachdem Leroy Sané das 0:1 durch Meyer vorbereitet hatte, lief es unmittelbar nach der Halbzeitpause genau anders herum. Die Vorstellung insbesondere von Sané dürfte Thomas Schneider auf der Tribüne besonders gut gefallen haben. Der Co-Trainer von Joachim Löw war zu Gast bei diesem Bundesliga-Duell und sah spielfreudige, junge Schalker, die eine Alternative für die Europameisterschaft im Sommer in Frankreich werden könnten oder sogar schon sind.
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 01.02.2016 | 11:27  
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