Bayern atmet auf, schläfriger BVB verliert und S04 marschiert weiter

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Eric Maxim Choupo-Moting bereitete Schalkes Ausgleich gegen Darmstadt vor, verschoss dann einen Elfmeter, um dann den Führungstreffer aus dem laufenden Spiel heraus zu erzielen. (Foto: Gerd Kaemper)

Auch nach dem zwölften Spieltag thront Aufsteiger RB Leipzig an der Tabellenspitze, gefolgt vom Titelverteidiger Bayern München. Während dahinter das Tabellenbild neu durcheinander gewürfelt wurde, änderte sich auf den letzten sieben (!) Tabellenplätzen gar nichts, was vor allem daran lag, dass viermal Unentschieden gespielt wurde.

Neuer Tabellendritter ist die Hertha aus Berlin, die im letzten Spiel des zwölften Spieltags am Sonntagabend mit 2:1 gegen den FSV Mainz 05 gewann und damit gleich drei Teams im Tabellenbild überholte. Wie eng es im ersten Drittel zugeht, zeigt aber den geringen Vorsprung, den die „Alte Dame“ hat. Bis Platz sieben sind es gerade einmal drei mickrige Pünktchen. Sehr zur Freude des FC Schalke 04, der auch im zwölften Pflichtspiel in Folge ungeschlagen blieb und in dieser Zeit den zehnten (!) Sieg einfuhr.

Darmstadt: Sechstes Auswärtsspiel, sechste Niederlage

Der S04 gewann am Sonntagnachmittag nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen Darmstadt mit 3:1. Darmstadt, das damit auch im sechsten Auswärtsspiel zum sechsten Mal verlor und Tabellen-15. bleibt, ging aber zunächst überraschend (früh) in Führung. Nach nicht einmal sechs Minuten konterten die Gäste nach einem Schalke-Eckball die Gastgeber eiskalt aus und trafen zum 0:1. Der S04 brauchte 20 Minuten, um richtig ins Spiel zu finden. Fortan spielten dann aber auch nur noch die Königsblauen.

Verrücktes Spiel von Choupo-Moting

Erst köpfte Sead Kolasinac nach Vorarbeit von Eric Maxim Choupo-Moting den Ausgleich (26.), dann verschoss Letzterer einen Elfmeter, nachdem Leon Goretzka gefoult worden war (28.). Goretzka war noch in der Drangphase der „Knappen“ dabei, die es aber bis zum Halbzeitpfiff nicht schafften, die Überlegenheit in einer zweites Tor umzumünzen, ehe der Schalker geschwächt ausgewechselt werden musste. Immerhin: Nach einer Stunde schoss Choupo-Moting Schalke in Führung, dass im Anschluss das 2:1 mehr verwaltete, als auf das 3:1 aus zu sein. Die „Lilien“ wiederum waren nicht im Stande, den Ausgleich zu schießen. In der 90. Minuten machten die Königsblauen den berühmten Deckel auf das Spiel und schossen in Person von Alessandro Schöpf das 3:1. Durch den fünften Saisonsieg kletterte Schalke auf Platz acht der Tabelle und ist damit direkt hinter dem BVB.

Frankfurt zu schnell: Tuchel sieht ersten Gegentreffer nicht

Die Borussia hat aber vier Punkte Vorsprung auf den Ruhrpott-Rivalen und hat sich das selbst zuzuschreiben. Wie wenig überzeugend der BVB in Frankfurt spielte, zeigte die anschließende Reaktion von Trainer Thomas Tuchel, der mit seiner Mannschaft hart ins Gericht ging. Kurios: Tuchel hatte das 1:0 der Frankfurter direkt nach der Halbzeitpause gar nicht mitbekommen. Die erstmalige Eintracht-Führung fiel nach 20 Sekunden und Tuchel war noch in der Kabine. Und kaum konnte er sich über den Ausgleichstreffer von Pierre-Emerick Aubameyang in der 77. Spielminute freuen, schoss Frankfurt praktisch im direkten Gegenzug den 2:1-Siegtreffer. Während der Gastgeber damit punktgleich mit dem drittplatzierten Berlin auf den vierten Rang kletterte, rutschte die Borussia nach der dritten Saisonniederlage auf Platz sieben ab und hat nun wieder sechs Punkte Rückstand auf die zweitplatzierten Münchener und neun Punkte auf Aufsteiger Leipzig, der im Duell der Aufsteiger bereits am Freitagabend in beeindruckend souveräner Manier mit 4:1 in Freiburg gewann.

Uli Hoeneß wieder Bayern-Präsident

Apropos München: Der FC Bayern, bei dem auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend Uli Hoeneß mit 98 Prozent der Stimmen wieder zum Präsidenten gewählt wurde, siegte im „Topspiel“ des zwölften Spieltags am Samstagabend gegen Leverkusen mit 2:1. Für den FCB war es nach drei Pflichtspielen ohne Sieg und nur einen Punkt aus dieser Zeit ein Befreiungsschlag, der aber mit Schwerstarbeit verbunden war. Denn die Leverkusener spielten den Deutschen Rekordmeister in der zweiten Halbzeit in dessen Stadion fast an die Wand und hätten den Ausgleich durchaus verdient gehabt, wenngleich viele gute Torchancen Mangelware waren.
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1 Kommentar
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Bodo Kannacher aus Essen-Süd | 29.11.2016 | 04:59  
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