BVB empfängt Leverkusen mit Kevin Kampl

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Kommt ein Südkoreaner geflogen! Joo-Hoo Park erzielte für Dortmund den 2:1-Siegtreffer in der Europa League gegen den FK Krasnodar. (Foto: Stephan Schütze)
 
Max Meyer feiert heute seinen 20. Geburtstag und damit eine perfekte Woche nach seinen starken Spielen gegen Mainz und Nikosia. (Foto: Gerd Kaemper)

Zwei richtige Hammer-Duelle warten in der Bundesliga am 5. Spieltag. Bereits Samstagnachmittag treffen Köln und Mönchengladbach im Niederrhein-Derby aufeinander. Am Sonntagabend muss Champions League-Teilnehmer Leverkusen dann beim Europa League-Teilnehmer Dortmund antreten.

Die Voraussetzungen klingen kurios, aber so ist es tatsächlich: Dortmund spielt nur in der Europa League, Leverkusen in der Champions League. Dabei zeigte Bayer 04 am Mittwoch auch ein starkes Gesicht, als man Bate Borisov mit 4:1 besiegte. Zugegeben: Der weißrussische Klub, bei dem die Initialen BATE für Baryssau Automobil- und Traktor-Elektrik stehen, gilt neben Barcelona nicht unbedingt zum engen Favoritenkreis auf den Titelgewinn. Dennoch bewies Leverkusen eindrucksvoll, dass es zurecht in der Champions League spielt.

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Dass der BVB dort in dieser Spielzeit nicht mitwirken darf, hat er sich selbst zuzuschreiben. Die vergangene Saison war einfach zu schlecht. Das ändern will aber wohl vor allem der neue schwarz-gelbe Superstar Matthias Ginter, der in seinem bisherigen Dortmund-Aufenthalt nur durch eine Mimik auffiel, die ansonsten nur Jens Keller mit all seiner Euphorie nachstellen kann. Ginter erzielte Donnerstagabend gegen den FK Krasnodar – einem ähnlich großen Weltklub wie Borisov und erst 2008 gegründet – das 1:0 und bereitete hinterher den 2:1-Siegtreffer vor. Damit war Ginter im sechsten Pflichtspiel in Folge direkt an einem Treffer der Borussia beteiligt. In der Bundesliga ist Ginter nach vier Spieltagen mit einem Tor und drei Vorlagen der zweitbeste Scorer seines Teams. Damit hat er entscheidenden Anteil daran, dass Dortmund in der Bundesliga an der Tabellenspitze steht und dass zudem bislang alle zehn Pflichtspiele unter Neu-Trainer Thomas Tuchel gewonnen wurden. Mit dieser Energieleistung wird der BVB sicherlich in Zukunft wieder Champions League spielen dürfen und dann statt Krasnodar Weltklubs wie Borisov empfangen dürfen.

Zu einem schnellen Wiedersehen kommt es zwischen Dortmund und Kevin Kampl. Der Slowene wurde in letzte Sekunde der vergangenen Transferperiode von Leverkusen gekauft. In Dortmund kam der 24-Jährige im ersten Jahr nicht zurecht. Leverkusen-Trainer Roger Schmidt konnte sich nach dem 4:1-Sieg in der Champions League, bei dem Kampl groß aufspielte, einen Seitenhieb in Richtung Dortmund nicht verkneifen. „Kevin ist kein Außenspieler - da wurde er in Dortmund eingesetzt. Seit den Zeiten bei den Bayer-Amateuren und bei mir in Salzburg hat er eine Position weiter vorne gespielt. Dass er als Spielgestalter ein Spiel ankurbeln kann, war mir klar. Und das hat er gut gemacht. Er ist kein Flügelspieler, sondern einer mit großem Aktionsradius.“

Schalke muss zum punktlosen VfB Stuttgart

In der Champions League würde der S04 am liebsten auch gerne wieder spielen. International präsentierte man sich eher so stark wie die Werkself aus Leverkusen und nicht so überschaubar stark wie der große Rivale aus der „anderen Stadt“. Auf Zypern gelang bei APOEL Nikosia ein souveräner 3:0-Auswärtssieg, bei dem Max Meyer mit zwei Torvorlagen und Klaas-Jan Huntelaar mit zwei Toren überragten. Meyer glänzt, seit Julian Draxler weg ist und spielte schon am vergangenen Sonntag gegen Mainz groß auf. Setzt er seine Leistungen am Sonntag in Stuttgart fort? Kaum vorstellbar, dass der VfB auch das fünfte Ligaspiel verliert und punktlos im Tabellenkeller bleibt. Das Selbstbewusstsein spricht aber ganz klar für die Gäste, die dafür aber innerhalb von sieben Tagen das dritte Spiel bestreiten müssen und auf Zypern bei über 30 Grad Fußball spielen mussten. Zollt die Breitenreiter-Elf am Sonntagnachmittag der Intensität also vielleicht Tribut?

Apropos punktlos im Tabellenkeller: Exakt dasselbe trifft auf Borussia Mönchengladbach zu. In Teilen ist die Situation bei der Fohlenelf sogar noch prekärer. Die Favre-Elf ziert das Tabellenende, da sie das schwächste Offensiv-Team der Bundesliga ist und zudem noch die zweitschwächste Defensive. Eine suboptimale Kombination für den Champions League-Teilnehmer, der unter der Woche mit 0:3 beim FC Sevilla verlor und sich dabei vor allem im eigenen Strafraum gelinde gesagt dumm anstellte. Gleich zwei Elfmetertore kassierte man gegen sich. Nutzen die Kölner vielleicht diese Schwäche im Niederrhein-Derby? Die Geißböcke haben selber noch etwas gut zu machen, verlor man doch schließlich am 4. Spieltag mit 2:6 in Frankfurt. Kurios wird das Spiel gegen die Fohlen sowieso, denn die Gäste-Fans wollen dem Spiel aus Protest fernbleiben. Denn: Die Karten wurden aufgrund von Vorfällen in der Vergangenheit personalisiert. Ist ein Derby ohne Gäste-Fans noch ein echtes Derby?

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