BVB gewinnt schon wieder 6:0 – Skripnik bei Werder entlassen

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Gonzalo Castro (m.) schnürte gegen Darmstadt einen Doppelpack - zwei von insgesamt sechs Toren, die der BVB am Samstag erzielte. Wie schon am Mittwoch in der Champions League bei Legia Warschau. (Foto: Stephan Schütze)

Borussia Dortmund hat wie in der Champions League gegen Warschau auch in der Bundesliga am 3. Spieltag gegen Darmstadt mit 6:0 gewonnen. Der FC Bayern gewann mehr als glücklich gegen Ingolstadt, während Schalke und Bremen ohne Punkte am Tabellenende stehen.


Zugegeben: So wie Warschau und Darmstadt jeweils gegen Dortmund spielten, können sie als Maßstab für die tatsächliche Stärke des BVB nicht herhalten. Zu schwach waren die Polen und der letztjährige Bundesliga-Aufsteiger. Beides hatte mit erstklassigem Fußball erschreckend wenig bis gar nichts zu tun. Dennoch war es auch an den Schwarz-Gelben, so dominant, spiel- und torfreudig aufzutreten. Darüber hinaus ließ Trainer Thomas Tuchel ordentlich rotieren und im Laufe des Spiels gegen Darmstadt mit Ousmane Dembelé (19), Emre Mor (19), Felix Passlack (18) und Christian Pulisic (18) wahre Super-Bubis spielen.


Mor und Pulisic treffen gegen Darmstadt

Mor und Pulisic trafen beide auch jeweils einmal, darüber hinaus waren Gonzalo Castro (2), Adrian Ramos und Sebastian Rode erfolgreich und sorgten dafür, dass Dortmund nach der 0:1-Niederlage in Leipzig am 2. Spieltag nun wieder in der Spur und auf Tabellenplatz fünf.

An der Tabellenspitze thront weiterhin der FC Bayern München, der auch das Spiel gegen Ingolstadt gewinnen konnte. Beim 2:1-Heimsieg tat sich der Deutsche Rekordmeister aber überraschend schwer. Die Gäste gingen sogar zunächst in Führung und sorgten dafür, dass der FCB im sechsten Pflichtspiel überhaupt zum ersten Mal ein Gegentor hinnehmen musste. Die Bayern konnten das Spiel zwar durch Tore von Robert Lewandowski und Rafinha drehen, hatten aber wiederholt Glück, dass Ingolstadt beste Torchancen nicht nutzte oder an Torwart Manuel Neuer scheiterte.


Skripnik auf der Bus-Rückfahrt entlassen

Gescheitert ist auch Viktor Skripnik in Bremen. Noch auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel in Mönchengladbach, wo Werder nach einer desaströsen Vorstellung insbesondere in Halbzeit eins mit 1:4 verlor, wurde dem Trainer mitgeteilt, dass er mit sofortiger Wirkung entlassen ist.

Skripnik war schon vor Saisonbeginn bei den Buchmachern der Kandidat Nummer eins auf die erste Trainerentlassung in dieser Saison. Dann verlor Werder überraschend im DFB-Pokal beim Drittligisten SF Lotte, kassierte eine 0:6-Niederlage in München, verlor daheim 1:2 gegen Augsburg und lieferte am Samstagabend in Mönchengladbach eine Leistung ab, die selbst Werder-Manager Frank Baumann im Anschluss als nicht bundesligareif bezeichnete.

Die schon fast logische Folge folgte noch während der Heimfahrt. Wer Nachfolger wird, steht noch nicht fest. Zunächst übernimmt U23-Trainer Alexander Nouri. Danach könnten Markus Gisdol, André Breitenreiter oder Mirko Slomka übernehmen.

Stambouli leitet Schalkes nächste Niederlage ein

Nicht ganz so schlimm ist es auf Schalke, wenngleich der S04 auch nach dem 3. Spieltag tor- und punktlos ist. In Berlin verloren die Königsblauen bei Hertha BSC mit 0:2 und zeigten eine enttäuschende Leistung. Zu fast keinem Zeitpunkt des Spiels konnten die „Knappen“ an ihre starke Vorstellung von Donnerstagabend in Nizza anknüpfen. Insgesamt zeigten sich zwar auch die Hauptstädter ungefährlich und die Partie war an Torchancen sehr arm. Aber die Gastgeber nutzten bei beiden Toren schwerwiegende Fehler von Benjamin Stambouli und Nabil Bentaleb sofort eiskalt aus.

Damit ist Markus Weinzierl der erste Trainer, der in der blau-weißen Vereinsgeschichte die ersten drei Saisonspiele verlor. Zeit zur Wiedergutmachung besteht bereits am Mittwoch, wenn der S04 um 20 Uhr den 1. FC Köln empfängt – der übrigens in der vergangenen Saison beide Spiele gegen Schalke gewinnen konnte und diese Saison als einziges Bundesliga-Team noch keinen Gegentreffer kassiert hat.
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