BVB nutzt Bayern-Patzer / Sané rettet S04 einen Punkt

Anzeige
Benedikt Höwedes brach sich gegen Ingolstadt die rechte Hand und wir dem S04 in Prag und in Dortmund verletzt fehlen. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Der BVB konnte auch in Bremen jubeln. Marco Reus (oben rechts) schoss zwei der drei Dortmunder Tore. (Foto: Stephan Schütze)

Die Bundesliga atmet auf, denn der FC Bayern München ist doch noch kein Deutscher Meister. Nach dem 0:0 gegen Frankfurt rückte der BVB nach einem starken 3:1-Erfolg in Bremen am Folgetag in der Tabelle näher an den FCB. Schalke enttäuschte hingegen schon wieder.

Einen Sieger gab es nach dem 1:1 zwischen dem S04 und Bundesliga-Neuling FC Ingolstadt dennoch: Familie Matip. Während Sohn Marvin beim FCI in der Abwehr spielt, spielt Sohn Joel in der der Königsblauen. Am Ende musste die Familie, die in Bochum wohnhaft ist und am Samstag live im Stadion anwesend war, sich nicht entscheiden, ob sie sich freuen und ob sie trauern soll. Denn die Kinder hatten sich friedlich Unentschieden geteilt. Ein Erfolg für die Gäste, wenngleich diese sogar bis zu 77. Spielminute „auf Schalke“ führten. Tobias Levels hatte die „Schanzer“ kurz vor der Halbzeit (39.) mit 1:0 in Führung gebracht. Ausgerechnet Levels, waren einige Schalker Anhänger geneigt zu sagen. Denn dieser hat eine lange Mönchengladbacher Vergangenheit. Die Mönchengladbacher, die dem S04 zuletzt zwei Niederlage innerhalb von vier Tagen hinzugefügt hatten. Zwar glich Sané nach 77 Minuten zum 1:1 aus, doch es blieb dabei, dass Schalke nur eines der letzten sechs Pflichtspiele gewinnen konnte. Und die nächsten Gegner in der Bundesliga lauten: Dortmund (auswärts), Bayern und Leverkusen (auswärts). Doppelt bitter für Schalke: Kapitän Benedikt Höwedes brach sich die rechte Hand und fehlt in den Spielen in Prag (Europa League, Donnerstag) und in Dortmund.

Hier klicken: „Steilpass“ jetzt auch auf Facebook

Der BVB brachte sich für das Revierderby am kommenden Sonntag schon einmal in Stellung. In Bremen fertigte die Tuchel-Elf die Hanseaten mit 3:1 ab. Das Ergebnis täuschte über den Spielverlauf hinweg, denn die Borussia hätte bei konsequenterer Chancenverwertung doppelt so viele Tore schießen können. Meckern auf hohem Niveau, denn auch mit zwei Toren vom immer stärker werdenden Marco Reus und einem weiteren Treffer von Henrikh Mkhitaryan konnte Dortmund locker den achten Sieg im elften Bundesligaspiel einfahren und ist dank des Patzers vom FC Bayern München nur noch fünf Punkte von der Tabellenspitze entfernt.

Denn: Der Deutsche Rekordmeister spielte Freitagabend in Frankfurt nur 0:0 und musste erstmals in dieser Saison Punktverluste hinnehmen. Zuvor hatte der FCB alle zehn Bundesliga-Partien gewonnen. Durch das Unentschieden verpasste das Team von Pep Guardiola, einen Uralt-Rekord zu brechen. Noch nie gelang es einem Team aus den fünf vermeintlich besten Ligen Europas (England, Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich), zwölf Spiele zum Start einer Spielzeit zu gewinnen. Elf Spiele konnte Tottenham Hotspur vor 55 Jahren gewinnen. Die Einstellung des Rekords gelang München nicht, wenngleich die Verantwortlichen ob der Intensität der vergangenen und aktuellen Tage die ersten Punktverluste wird verschmerzen können.

Hier klicken und „Steilpass“ auf Twitter folgen

Augsburg hingegen dürfte noch länger an diesem Spieltag zu knabbern haben. In einem völlig verrückten Spiel gegen Mainz 05 kassierte der FCA den 3:3-Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit. Verrückt auch deswegen, weil Mainz zwischenzeitlich 2:0 führte. Ebenfalls einen Punkt nahm Huub Stevens mit der TSG Hoffenheim bei seinem Debüt als Trainer der Kraichgauer mit. 0:0 endete die Partie in Köln. Glück hatte die Stevens-Elf, die sich nicht hätte beschweren dürfen, wenn nach einer Stunde Handelfmeter gegen sie gepfiffen worden wäre. Doch der Pfiff des Schiedsrichters Günter Perl blieb aus.

Im Fokus stand auch Schiedsrichter Manuel Gräfe beim Spitzenspiel zwischen Wolfsburg und Leverkusen. Bei der Entstehung des 1:0 durch den VfL stand Torschütze Nicklas Bendtner deutlich im Abseits. Schiedsrichter Gräfe überstimmte seinen Assistenten, der das angezeigt hatte. Doch Gräfe hatte geglaubt, dass die Vorlage nicht von einem Wolfsburger, sondern von einem Leverkusener kam. Trotz Befragung der Spieler beließ Gräfe es bei der Entscheidung, die unter anderem dafür sorgte, dass Leverkusen Rudi Völler von der Tribüne aus aufgestanden war, in den Innenraum eindrang und den vierten Offiziellen wüst bedrängte. Zur Halbzeit hatte sich die Szenerie etwas beruhigt, was vor allem daran lag, dass Hernandez den Ausgleich geschossen hatte. Doch eine Viertelstunde vor Schlusspfiff erzielte der Ex-Schalker Julian Draxler, der erst drei Minuten zuvor eingewechselt worden war und mit dem Siegtreffer dafür sorgte, dass Wolfsburg den S04 vom dritten Tabellenplatz verdrängte.

Hier geht es zum Bundesliga-Tippspiel „Steilpass“

Der 11. Spieltag in der Übersicht:
Eintracht Frankfurt - FC Bayern 0:0
Schalke 04 - FC Ingolstadt 1:1
FC Augsburg - Mainz 05 3:3
Werder Bremen - Borussia Dortmund 1:3
1. FC Köln - TSG Hoffenheim 0:0
Hertha BSC - Borussia Mönchengladbach 1:4
VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 2:1
VfB Stuttgart - SV Darmstadt 98 2:0
Hamburger SV - Hannover 96 1:2
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.