Christian Pulisic viertjüngster Bundesliga-Torschütze bei BVB-Sieg

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Christian Pulisic (l.) ist erst 17 Jahre alt. Gegen den Hamburger SV schoss der Dortmunder aber sein erstes Profi-Tor und auch noch das so wichtige 1:0. (Foto: Stephan Schütze)

Während Borussia Dortmund am Sonntag gegen den Hamburger SV gar keine Probleme hatte und 3:0 gewann, unterlag Schalke mit demselben Ergebnis beim FC Bayern. Die Niederlage des S04 interessierte die Verantwortlichen nach dem Schlusspfiff aber fast gar nicht. Zwei Interviews hatten für zu viel Wirbel gesorgt.

Der BVB hat eindrucksvoll auf das am Donnerstag erlittene Viertelfinal-Aus in der Europa League gegen Liverpool reagiert. In der Liga gewannen die Dortmunder am Sonntag mit 3:0 gegen den HSV. Damit bleibt die Borussia zum einen in dieser Saison in Heimspielen ungeschlagen (13 Siege, zwei Unentschieden). Zum anderen wurde der Angstgegner von der Elbe erstmals nach vier Duellen wieder einmal besiegt.

Adrian Ramos mit Doppelpack

Adrian Ramos, der von Beginn an spielen durfte, traf zweimal (44./86.), nachdem Christian Pulisic nach 38 Spielminuten das 1:0 erzielte hatte. Der Amerikaner ist die Entdeckung in dieser Saison und schrieb am 30. Spieltag Bundesliga-Geschichte. Denn: Mit 17 Jahren 212 Tagen ist der Mittelfeldspieler der viertjüngste Torschütze in der Historie der höchsten deutschen Spielklasse. Jünger waren bislang nur Nuri Sahin (17 Jahre, 82 Tage), Julian Draxler (17 Jahre, 193 Tage) und der Stuttgarter Timo Werner (17 Jahre, 200 Tage).

HSV 13 Minuten lang nur zu Neunt

Der HSV, der durch die Niederlage nur noch drei Punkte vor dem Relegationsplatz steht und damit wie in den vergangenen beiden Jahren erneut in akuter Abstiegsgefahr steckt, war spätestens ab der 52. Spielminute chancenlos. Torwart Rene Adler sah nach einem Foulspiel gegen Shinji Kagawa außerhalb des Strafraums wegen einer Notbremse die Rote Karte. Noch schlimmer lief es ab der 77. Spielminute, als Hamburgs Albin Ekdal verletzt das Spielfeld verlassen musste, der HSV das Wechselkontingent aber schon ausgeschöpft und deswegen die letzten 13 Minuten des Spiels zu Neunt beenden musste. Bitter für die Hanseaten: Bereits zuvor hatten sich auch Pierre-Michel Lasogga und Nicolai Müller verletzt, so dass der gebrauchte Tag für den Tabellenelften perfekt war.

Lewandowski beendet gegen Schalke seine Torflaute

So schlimm lief es für Schalke aus sportlicher Sicht nicht, wenngleich die Königsblauen ebenfalls eine 0:3-Niederlage einstecken mussten. Dabei lieferten die „Knappen“ in den ersten 45 Minuten noch eine bemerkenswerte Leistung ab und hatten sogar die besseren Torchancen als der FC Bayern München. Doch Robert Lewandowski, der fast 400 Minuten lang auf ein Tor warten musste, traf in Halbzeit zwei zweimal, und Arturo Vidal, der derzeit in bestechender Form ist, machten den klaren Heimsieg des Deutschen Rekordmeisters perfekt.

Breitenreiter droht mit Interview-Abbruch

Schlimmer aus Sicht des S04 waren aber (mal wieder) die Nebenkriegsschauplätze, die sich vor und nach dem Spiel ereigneten. Vor dem Anpfiff wurde Trainer André Breitereiter von dem Bezahlsender „Sky“ penetrant darauf hingewiesen, dass sein Ende im Sommer beschlossene Sache sei und gefragt, wie sich das anfühlen würde. Breitenreiter drohte daraufhin das Interview abzubrechen, nachdem er trotz wiederholten Bittens keine Fragen zum Spiel gestellt bekam. Manager Horst Heldt wiederum reagierte nach dem Spiel gegenüber „Sky“ dazu und nannte es eine Respektlosigkeit, um dann auch noch gegen seinen Nachfolger zu schimpfen.

Heldt schimpft über Heidel

"Es ist nicht in Ordnung, dass Leute, die noch nicht auf Schalke sind, über Schalke reden. Ich erbitte mir endlich mal Ruhe für den Endspurt. Störfeuer von außen helfen keinem", sagte Heldt wütend. Wer diese Diskussionen über den Trainer führe, "sollte die Klappe halten. Mir reden zu viele Leute permanent über ein Thema, das in zwei, drei Monaten ein Thema ist. Das ist nervig und absolutes Gift für das, was wir hier noch zu verantworten haben", sagte Heldt, der nie den Namen Heidel in den Mund nahm, aber keine Ruhe ließ. Auch nicht angesprochen auf einen Artikel der „BILD“, wonach Heidel sagte, er würde ab dem 16. Mai für Schalke arbeiten. "Mit mir hat noch keiner gesprochen, und ich habe einen Vertrag bis zum 30. Juni."
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