Schalke ballert Krise weg und BVB ist wieder im Meisterrennen

Anzeige
Der Hamburger SV hatte auf Schalke fast gar kein Zugriff auf das Spiel und um den besten Mann auf dem Platz, Alessandro Schöpf. Das 3:2 schmeichelte den Gästen unter dem Strich sehr. (Foto: Gerd Kaemper)

Die Krise beim S04 ist beendet. Beim 3:2-Sieg über den Hamburger SV standen Klaas-Jan Huntelaar und ein katastrophales Schiedsrichtergespann im Mittelpunkt. Derweil verlor der FC Bayern überraschend gegen Mainz, wodurch Borussia Dortmund am Wochenende bis auf zwei Punkte an den Deutschen Meister heranrücken kann.

150. Bundesligaspiel, 75. Bundesligator: Klaas-Jan Huntelaar feierte gegen den Hamburger SV gleich ein doppeltes Jubiläum. Beim 3:2-Heimsieg seiner Schalker konnte sich der Ersatzkapitän (Kapitän Benedikt Höwedes befindet sich noch in der Reha) insgesamt 04-mal freuen. Denn: durch seinen 75. Bundesligatreffer ist der Schalke-Stürmer nun alleiniger Zweiter in der ewigen Torjägerliste des S04. Ein Tor vor Ebbe Sand, allerdings weit hinter dem Führenden Klaus Fischer (182).

HSV 45 Minuten lang nur zu Zehnt

Der HSV war chancenlos, obwohl er früh in Führung ging (4.). Dass wiederum der HSV-Kapitän Johann Djourou praktisch mit dem Halbzeitpfiff Gelb-Rot sah und seinem Team einen Bärendienst erwies, fiel zwar mit ins Gewicht. Doch Schalke hätte unter dem Strich bereits zur Halbzeit aufgrund der Menge an Torchancen einen Kantersieg herausschießen können. Immerhin: Bei der Djourou-Entscheidung lag Schiedsrichter Günter Perl richtig. Ansonsten erlebte der Unparteiische mit seinen Assistenten Thomas Stein und Michael Emmer einen rabenschwarzen Tag erwischte.

Fünf krasse Fehlentscheidungen des Schiedsrichters

In der 22. und 61. Spielminute hätte Perl nach eindeutigen Foulspielen gegen Schöpf und Huntelaar jeweils Elfmeter für Schalke pfeifen müssen. In der 64. Spielminute wehrte Schalkes Caicara einen Schuss-Versuch von Hamburgs Matthias Ostrzolek mit der Hand im Strafraum ab - die Pfeife von Perl blieb aber stumm. Ebenso bei Huntelaars Tor, das aber wegen einer Abseitsstellung hätte nicht zählen dürfen. Dafür entschieden die Unparteiischen in der 83. Spielminute auf Abseits, als Schöpf nach Vorlage von Caicara zum vermeintlichen 4:1 traf, obwohl Schöpf nicht im Abseits stand.

BVB siegt souverän in Darmstadt trotz starker Rotation

Einen viel ruhigeren Abend verlebte Borussia Dortmund bei seinem „Kulturschock“ in Darmstadt. Nicht glänzend, aber sehr souverän und abgeklärt gewann der BVB mit 2:0 am Böllenfalltor. BVB-Trainer hatte ordentlich rotieren lassen. So standen Matthias Ginter, Erik Durm, Jungspund Felix Passlack, Gonzalo Castro und Adrian Ramos in der Startelf. Bender, Schmelzer, Kagawa und Sahin kamen erst gar nicht zum Einsatz. Und dennoch gewann der Tabellenzweite dank der Tore von Ramos und Durm mit 2:0.

Bayern verliert überraschend zu Hause gegen Mainz

Wie wichtig dieser Auswärtserfolg ist, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Noch hat der BVB fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenersten FC Bayern München. „Nur noch fünf“, muss gesagt werden. Denn vor dem 24. Spieltag waren es noch acht. Weil der FCB sein Heimspiel gegen Mainz aber überraschend mit 1:2 verlor, ist der Vorsprung an der Tabellenspitze geschmolzen. Und nicht nur das: Am kommenden Wochenende treffen der Tabellenerste und der Tabellenzweite in Dortmund direkt aufeinander. Gewinnen die Schwarz-Gelben also das mit Spannung erwartete Mega-Duell, wird die Meisterschaft neun Spieltage vor Saisonende noch einmal richtig spannend.

Hauen und Stechen im Keller und um die Champions League-Plätze

Spannend wird immer mehr der Abstiegskampf. Werder Bremen zerlegte Leverkusen in deren eigenem Stadion mit 4:1 und überholte in der Tabelle Eintracht Frankfurt, das nach der 0:2-Niederlage beim Tabellendritten Hertha BSC nun den Relegationsplatz inne hat. Der Tabellenvorletzte TSG Hoffenheim gewann wiederum das Keller-Duell gegen den FC Augsburg mit 2:1. Und so liegen mittlerweile zwischen Platz 13 (Augsburg) und Platz 17 (Hoffenheim) nur vier magere Pünktchen, aber auch insgesamt fünf Teams! Selbst Hamburg und Stuttgart haben nur noch fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Letztere erlebten in Mönchengladbach ein Debakel, das 4:0 gewinnen konnte und die Schwaben nach Lust und Laune dominierten. Die Gäste zeigten sich erschreckend schwach und hatte keine echte Torchance. Die Fohlen hingegen mischen wie Hertha BSC, Schalke und Mainz kräftig um die Champions League-Plätze mit. Hier liegen zwischen Platz drei (Hertha) und Platz Sechs (Schalke) gerade einmal vier Punkte Differenz!
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
3 Kommentare
244
Oliver Iffland aus Castrop-Rauxel | 03.03.2016 | 11:10  
126
Rolf Ohligschläger aus Selm | 03.03.2016 | 14:51  
244
Oliver Iffland aus Castrop-Rauxel | 03.03.2016 | 15:15  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.