Besuch aus Brasilien: Austauschprojekt von Propsteigemeinde und Gymnasium Petrinum Recklinghausen

Anzeige
Eindrucksvoll präsentierten die brasilianischen Jugendlichen den Kindergartenkindern Tänze aus den verschiedenen Regionen ihres Heimatlandes. (Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann)

Gebannt schauen die Mädchen und Jungen der Kita St. Raphael in Recklinghausen auf das, was sich vor ihnen auf der Wiese abspielt. Drei junge Brasilianer tanzen ausgelassen zur Musik, kostümiert mit rot-goldenen Gewändern und bunten Röcken. Sie trommeln zu den Klängen, rufen sich Wörter auf Portugiesisch zu. Ihre Kultur, ihre Musik und ihre Tänze möchten sie heute den Kindern der Kita näherbringen.

Es ist nur einer von vielen Programmpunkten in den kommenden Wochen. Denn so lange sind die insgesamt zwölf brasilianischen Jugendlichen zu Gast in Recklinghausen.
Sie nehmen an einem Austausch teil, einer Kooperation zwischen der Propsteigemeinde St. Peter und dem Gymnasium Petrinum. „Es ist schön, hier in Recklinghausen zu sein“, erzählt Cristiano Ramos Alves. Der 24-Jährige arbeitet als Tanzlehrer in einem sozialen Projekt für Kinder in Brasilien. Doch vor so vielen kleinen Kindern hat er bisher noch nie getanzt: „Das war eine neue Erfahrung für mich. Erst dachten wir, dass wir den Kindern mit unseren Kostümen Angst einjagen, aber das Gegenteil war der Fall. Alle haben mitgemacht und mitgeklatscht“, freut er sich. Die Kinder bedankten sich mit einer eigenen Vorführung bei den Brasilianern und präsentierten ein Lied mit Bewegungen, das sie für den Abschlussgottesdienst der Vorschulkinder einstudiert hatten.
Bereits in der vergangenen Woche kamen die Südamerikaner in Recklinghausen an und lernten ihre Gastfamilien kennen. Nach einer Stadtführung, einem Besuch im Rathaus und einer Begegnung mit Propst Quante in den ersten Tagen, stand dann das Motto „Jugendkultur und Kirche“ im Mittelpunkt. An den Besuch im Kindergarten schloss sich ein Mittagessen im christlichen Jugendcafé Areopag sowie ein Besuch in der Gastkirche an.
„Die jungen Erwachsenen aus Brasilien bringen eine große Lebendigkeit und Freude mit und zeigen uns, mit welcher Selbstverständlichkeit in ihrem Heimatland über den Glauben gesprochen wird“, erklärt Kaplan Joachim Brune. Vor allem in gemeinsamen Gottesdiensten in diesen Wochen könne so erlebbar gemacht werden, was Weltkirche bedeutet. „Das ist es, was Kirche ausmacht und darum freuen wir uns sehr über unsere Gäste.“
Neben einem Ausflug nach Köln und Münster wartet noch ein besonderer Höhepunkt auf die zwölf Brasilianer. Gemeinsam mit einer Gruppe des Jugendcafés Areopag sowie Jugendlichen aus Havixbeck werden sie am Weltjugendtag in Polen teilnehmen. Zunächst verbringen sie einige Tage in Beuthen, von wo aus sie auch die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchen. Anschließend treffen sie in Krakau mit rund 1,5 Millionen Jugendlichen aus aller Welt zusammen und feiern gemeinsam mit Papst Franzikus ein Glaubensfest.
Für Cristiano wir es der zweite Weltjugendtag sein: „Ich war bereits in Madrid dabei. Für mich ist es eine besondere Ehre an der Reise teilnehmen zu dürfen. Ich freue mich auf Polen!“
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.