Ehemalige Trabrennbahn: Empfehlungskommission spricht sich für Konzept zum neuen Rennbahn-See aus

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Die Empfehlungskommission mit Bürgermeister Christoph Tesche hat sich für das Konzept zum neuen Rennbahn-See von der Dortmunder Städtebauerin Prof. Christa Reicher mit dem Freiraumplaner Frank Flor ausgesprochen. (Foto: Stadt RE)
 
"Leben am Hillersee": Große Pläne für die ehemalige Trabrennbahn. (Foto: Stadt RE)
Recklinghausen: Trabrennbahn |

Seit Februar bestand für Bürger die Möglichkeit, sich in eine der großen Flächenentwicklungen im Stadtgebiet einzubringen: die Entwicklung der ehemaligen Trabrennbahn. Dazu haben fünf Stadtteilforen stattgefunden. Am Ende standen Konzepte von drei Planungsteams, bestehend aus Landschaftsarchitekten und Stadtplanern, zur Diskussion und Entscheidung.

Am Dienstag hat sich die Empfehlungskommission mit Bürgermeister Christoph Tesche für das Konzept zum neuen Rennbahn-See von der Dortmunder Städtebauerin Prof. Christa Reicher mit dem Freiraumplaner Frank Flor ausgesprochen.
„Der Entwurf hat uns überzeugt, und die Empfehlungskommission hat sich mit sehr großer Mehrheit dafür entschieden“, sagte Tesche im Anschluss an die Sitzung. „Eine wichtige Etappe ist erreicht. Das Grundkonzept liegt uns nun vor, es ist der klare Auftrag zum ,Wohnen am Wasser‘.“
Bürgermeister Tesche und der technische Beigeordnete Norbert Höving machten aber auch deutlich, dass diesem Schritt noch etliche folgen müssen. „Viele Untersuchungen und Gutachten stehen jetzt an, um die Machbarkeit des Konzeptes zu bestätigen“, sagte Höving. So müsse vor allem auch untersucht werden, ob und in welcher Form der Rennbahn-See realisiert werden könne. „Im schlimmsten Fall müssten wir uns für die Freifläche etwas anderes überlegen, aber davon gehen wir im Moment nicht aus“, sagte Tesche.
Am heutigen Donnerstag, 30. Juni, wird das Konzept, für das sich die Empfehlungskommission entschieden hat, im Stadtentwicklungsausschuss Thema sein. Die letzte Entscheidung darüber fällt der Rat am 4. Juli. Anschließend erstellt die Verwaltung voraussichtlich bis zum Jahreswechsel eine Kostenschätzung sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, um einen Förderantrag bei der Bezirksregierung stellen zu können. „Wenn wir da grünes Licht bekommen, geht es für uns anschließend darum, das Bild des ausgesuchten Konzepts in die rechtliche Sprache von Bebauungsplänen umzusetzen“, sagte Höving.
Die komplette Entwicklung des 39 Hektar großen Areals wird voraussichtlich 10 bis 15 Jahre in Anspruch nehmen. Wie viele Wohneinheiten am Ende tatsächlich um den geplanten Rennbahn-See entstehen, wird der weitere Planungsprozess zeigen.
„Die rege Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger am bisherigen Planungsprozess hat mich besonders gefreut“, sagte Tesche. „Denn hier besteht wirklich die Chance, das Areal zu einem ganz besonderen Quartier in Hillerheide zu machen. Umso wichtiger ist es dann, wenn solche Beteiligungsmöglichkeiten auch angenommen werden.“

Was bisher geschah


Zum Auftakt des Planungsprozesses begrüßte Bürgermeister Christoph Tesche alle Interessierten am Dienstag, 16. Februar, zum „Stadtteilforum 1 – Impulse“ in den Räumen der NUA. In diesem Stadtteilforum konnten sich die Besucher ausführlich über die Aufgabe, die Beteiligungsmöglichkeiten und das gesamte Programm des ersten Halbjahres 2016 informieren. Zudem wurden alle Experten vorgestellt und ein Impulsprojekt einer gelungenen Trabrennbahn-Umnutzung präsentiert.
Unter dem Titel „Varianten“ sind im zweiten Stadtteilforum am Montag, 14. März , die ersten Struktur- und Nutzungsideen vorgestellt worden. Bestandteil im Planungsprozess war auch eine vorbereitende Stadtteil-Werkstatt als Bürger-Analyse des Plangebietes und seiner Stärken und Schwächen, die am Samstag, 13. Februar , von 9 bis circa 13 Uhr mit vier thematisch zugeordneten Arbeitsgruppen stattfand. Darin konnten Bürgerinnen und Bürger - begleitet von Fachleuten - eine erste Einschätzung zur Trabrennbahn und ihre Ideen zur zukünftigen Nutzung entwickeln.
Im dritten Stadtteilforum am Montag, 18. April , sind als Ergebnis des Abends die Leitziele der Bürger- und Expertenbeteiligung in Form von Hinweisen zur Bebauungs-, Nutzungs-, Erschließungs- und Freiraumstruktur festgehalten worden. Dieses - über das Bürgerengagement entstandene - Strukturkonzept ist den anwesenden Entwurfsteams (bestehend aus Städtebau- und Freiraumbüros) zur weiteren Bearbeitung übergeben worden. Die Planungen sind nun in die zweite, konkrete Stufe gegangen.
Im vierten Stadtteilforum zur Zukunft der ehemaligen Trabrennbahn am Montag, 9. Mai, wurden die Entwürfe von drei Architekturbüros vorgestellt.
Im fünften Stadtteilforum am Montag, 27. Juni, sind alle drei Konzepte der Entwurfsteams als Abschlusspräsentationen gezeigt und diskutiert worden:

• das Städtebaukonzept des Wohnens auf der Kontur der Rennbahn samt Innenraum des Münchner Architekten-Teams rund um Prof. Dorothea Voitländer mit dem Freiraumplaner Prof. Ludwig Schegk,
• das Konzept zum neuen Rennbahn-See von der Dortmunder Städtebauerin Prof. Christa Reicher mit dem Freiraumplaner Frank Flor,
• die „Schollen” innerhalb einer Wiesen- und Teichlandschaft von der Architektin Annette Paul aus Köln mit dem Freiraumplaner Hubertus Schäfer.

Weitere Informationen und die Dokumentationen der vergangenen Stadtteilforen gibt es im Internet unter
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