Erstaufführung von "Theben-Park" bei den Ruhrfestspielen

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Nicolai Despot und Maik Solbach. (Foto: B. Kostohryz)

Ein Basketball-Court, umschlossen von einem hohen Gatter, ein durchtrainierter, nervöser junger Mann, der dribbelt, wirft, dribbelt. Eine Überwachungskamera verfolgt jede seiner Bewegungen. Der Junge hat seinen Vater getötet, der Sportkäfig ist ein Knast und der Mann, der hinzukommt und ihn anspricht, ein Autor, der aus der Geschichte des Jugendlichen ein Drama über einen Vatermörder schreiben will.

Das Spiel mit Handlungsebenen ist ein kontinuierliches Stilmittel und Erzählprinzip in den Inszenierungen von Frank Hoffmann. Zu Anfang ist die Situation noch eindeutig – es geht um die Rekonstruktion der Tat und den Wunsch des Autors, dass der Junge, Martín, selbst auf der Bühne steht. Dann jedoch wird ein Schauspieler engagiert, der die Rolle des Vatermörders übernehmen soll. Alles ist in Bewegung, es geht weiter um die Geschichte, aber auch darum, wie sie sich durch die Art des Erzählens verändert. Dabei bleibt es im Kern ein packendes, emotionales Drama, das es immer wieder schafft, wirklich zu berühren, und dennoch spannend wie ein Krimi daherkommt. Und dessen Humor den Zuschauer immer wieder zum Lachen verführt. Theben-Park ist inspiriert vom Ödipus-Mythos, von Dostojewski, Maupassant und Freud. Der Autor Sergio Blanco, 1971 in Montevideo geboren und Träger des nationalen Dramatiker-Preises von Uruguay, lebt seit 1998 in Paris. Seine Stücke werden erfolgreich in Europa und Südamerika gespielt.
In Recklinghausen wird die deutsche Erstaufführung von Theben-Park am 16. Juni um 19 Uhr in der Halle König Ludwig 1/2 zu einer eindrucksvollen Performance zweier wunderbarer Schauspieler: Maik Solbach und Nicolai Despot.
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