Förderverein setzt sich für Erhalt der "Grünen Kapelle" ein

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ürgermeister Christoph Tesche (v.r.n.l.), Volker Schäper-Beckenbach (Vorsitzender des Fördervereins), Günther Eschrich, Ewald Zmarsly, Ulrich Spoden, Alfred Stemmler (alle Mitglieder des Fördervereins) und Stefanie Neumann (Fachbereich Gebäudewirtschaft) bei der Unterzeichnung des Mietvertrags „Grüne Kapelle“.

Der Förderverein „Grüne Kapelle Recklinghausen e. V.“ ist neuer Mieter der „Grünen Kapelle“, der Kapelle auf dem ehemaligen evangelischen Friedhof am Beisinger Weg.

Bürgermeister Christoph Tesche und Volker Schäper-Beckenbach, Vorstandsmitglied des Fördervereins, haben jetzt den Mietvertrag unterzeichnet. Der Verein möchte die Kapelle erhalten und denkmalgerecht wieder herstellen und somit der kulturhistorischen Bedeutung für die Stadt gerecht werden.

„Ich freue mich, dass die schöne Kapelle im Zentrum der Stadt erhalten bleibt und nun ein Ort für Kultur wird und Recklinghausen und unser Stadtleben auf diese Weise bereichert“, sagt Tesche. „Deshalb fördern wir den Verein auch finanziell und geben ihm einen Zuschuss für Reparaturen am Gebäude im Rahmen unserer Möglichkeiten.“
Das denkmalgeschützte Gebäude, seit 1964 im Besitz der Stadt Recklinghausen, wird der Förderverein künftig für Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen, schulische und außerschulische Informationstage usw. nutzen. Der Zuschuss seitens der Stadt zwecks Reparaturen an der Hauptstromversorgung und am Abwassersystem beträgt 20.000 Euro. Der Verein übernimmt die bauliche Unterhaltung und die Betriebskosten.

Der Friedhof ist am 5. November 1903 eingeweiht worden, ab 1914 folgten Erweiterungen und der Bau der Kapelle. Bei der Kapelle, 1956 erneut erweitert, handelt es sich um einen Putzbau, der von Eckpfeilern getragen wird. Das zweiflügelige Portal hat drei Stufen. Die langgestreckten Fenster mit originaler Farbverglasung sorgen für Licht. Das Gebäude trägt die Inschrift „Christus ist mein Leben, Sterben mein Gewinn.“

Die evangelische Kirchengemeinde übertrug der Stadt 1964 die Nutzung des Friedhofs. 2005 folgte die ergänzend dazu die Zustimmung, die Kapelle für nicht-klerikale Zwecke zu nutzen. Für Trauerfeiern wird die Kapelle nicht mehr genutzt. Beisetzungen finden lediglich auf freien, bereits erworbenen Familiengrabstätten statt. Seit 2006 ist das gesamte Friedhofsareal denkmalgeschützt. Durch einen Außenanstrich, den der Fachbereich Gebäudewirtschaft beauftragt hat, erhielt die Kapelle bereits eine erste Aufwertung. Weitere Instandsetzungen sind vom Förderverein geplant.
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