"Jüdische Nachbarn" in neuer Ausstellung

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Mit so einer Maschine fuhr auch der erfolgreiche Rennfahrer Leo Steinweg. (Foto: R. Hornkamp)

Das Jüdische Museum Westfalen zeigt derzeit die Ausstellung „Heimatkunde. Westfälische Juden und ihre Nachbarn“. Dieser etwas sperrige und altmodisch klingende Titel steht über einer ganz und gar nicht trockenen Ausstellung.

Ab wann kann von Bürgerrechten gesprochen werden? Welchen Gebrauch machten jüdische Bürger, Kaufleute, Intellektuelle, Handwerkervon ihren Mitgestaltungsrechten in Städten und Regionen Westfalens?
Die Rolle von Juden in Nachbarschaften, Sport- und Schützenvereinen, jüdische Westfalen als Schriftsteller oder westfälische Juden als Künstler - all dies thematisiert die Ausstellung in Dorsten, Julius-Ambrunn-Straße 1. Daran werden ausgewählte Phasen und Erfahrungen des Zusammenlebens von Juden und Nichtjuden in Westfalen gezeigt.

Die Ausstellung rückt die nachbarschaftliche Nähe als Chance und Gefährdung der jüdischen Minderheit ebenso in den Blick wie den Umgang mit Heimatverlust und mehrfacher Heimat. Die Themenstationen sind mit den Stichworten „Heimatrecht - Heimatliebe - Heimatverlust - Heimweh - Mehrere Heimaten“ zu umschreiben, dabei werden auch Fragen nach Patriotismus, Flucht und Rückkehr gestellt. Und über allem steht die Frage: Was bedeutet Heimat? Orte, Herkunft, Menschen, Vaterland, Muttersprache, Gerüche...?

Die Ausstellung, im Layout des Designer-Büros KatzKaiser, wartet mit vielen ungewöhnlichen Exponaten auf. Dazu gibt es Video- und Audiostationen.
Die Ausstellung entstand mit Hilfe der LWL-Kulturstiftung sowie anderer Förderer und ist noch bis zum 16. Mai 2015 in Dorsten zu besichtigen.

Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Mehr Infos: www.jmw-dorsten.de
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