Kulturelle Glanzlichter im Ruhrfestspielhaus

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Götz Alsmann (Foto: Douthart)
 
„Der Hundertjährige, der aus dem Fenster sprang“. (Foto: Baraniak)

Im Frühjahr 2015 reiht sich ein kulturelles Highlight an das andere und bringt funkelnden Glanz in die Wintertage. Ein Musical mit bissigem Witz, drei opulente musikalische Produktionen und bewegende Theaterabende stehen auf dem Spielplan des Ruhrfestspielhauses.

Der Liederabend „Ewig jung“ (22. Januar) garantiert bissigem Witz und mitreißende Songs. In Berlin war die Produktion des Renaissance Theaters mit Angelika Milster als Schwester Angelika der Publikumsrenner. Ein früheres Theater dient den ehemaligen Mimen als Altersresidenz. Das allabendliche Unterhaltungsprogramm nehmen sie selbst in die Hand. Ein schönes Altenteil – wäre da nicht Schwester Angelika: Mit Kinderliedern und heiter Geträllertem über Siechtum, Tod und Verwesen sorgt sie bei ihren greisen Patienten für eher gedämpfte Stimmung. Kehrt sie ihnen aber den Rücken zu, lassen die ergrauten Rampenpanther lebenssüchtig die Sau raus. Da werden durchaus auch Tschechow und Shakespeare zitiert, vor allem aber wird gesungen.

Rasmus Baumann und die Neue Philharmonie Westfalen verwandeln das Ruhrfestspielhaus im kühlen Februar in einen tobenden Hexenkessel. Bei „NPW goes Pop: Abba forever!“ (1. Februar) werden die wilden Siebziger Jahre wieder lebendig. Ob mitreißende Tanznummern wie „Super Trouper“ oder Welthits wie „Waterloo“ - sie alle erklingen in sinfonischen Arrangements, die so aufregend sind wie die Erfolgsgeschichte der schwedischen Pop-Gruppe.

Mit Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Die Zauberflöte“ (25. Februar) kommt ein Muss für alle Opernfans - und die es noch werden wollen - auf die Bühne. Dem Theater Detmold ist eine eindrucksvolle und bewegende Umsetzung gelungen. In einer symbolträchtigen Märchenwelt erzählt die Oper von den Mächten des Lichts und der Dunkelheit, von Angst und Mut, von Hoffnung und Erfüllung, von der Kraft der Musik und vor allem vom Sieg der Liebe.

Jonas Jonassons Bestseller „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ (9. März) erzählt die Geschichte einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war. Der Roman ist bis dato mehr als zwei Millionen Mal allein im deutschsprachigen Raum verkauft worden. Das Altonaer Theater hat ihn hinreißend für die Bühne umgesetzt.

Die unsterblichen Kompositionen von Cole Porter, George Gershwin, Jerome Kern, Rodgers & Hammerstein und vielen anderen faszinierten das europäische Publikum seit dem Beginn des Jazz-Zeitalters. Götz Alsmann (14. März) hat die deutschsprachigen Lieder aus den Tiefen seiner Archive ausgegraben, hat den Songs den typischen Alsmann-Sound verpasst und gestaltet mit seinen Musikern nun einen faszinierenden Abend mit einem Programm, das den Broadway und seine Protagonisten feiert und dem Jazzschlager eine weitere Dimension eröffnet.

Im preisgekrönten Musicalklassiker „Anatevka“ (24. März) verbinden sich sprühende Lebenslust und anrührende Melancholie zu einem bewegenden Stück Musiktheater. „Wenn ich einmal reich wär…” - so beginnen die Tagträume des jüdischen Milchmanns Tevje aus dem ukrainischen Schtetl Anatevka. Tevje und seine Frau haben fünf Töchter, die es unter die Haube zu bringen gilt. Doch die drei Ältesten haben in Sachen Heirat andere Vorstellungen als ihre traditionsbewussten Eltern. Soll Tevje die Tradition aufrechterhalten oder den Bitten der Töchter nachgeben?
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