Nach fünf Jahren zieht die Kulturloge Ruhr Bilanz - und wird zum KulturPott

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(Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

Was mit einer Initiative zum Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 begann, schreibt mittlerweile ruhrgebietsweit viele kleine Erfolgsgeschichten: Rund 50.000 kostenlose Tickets für kulturelle Veranstaltungen aller Art hat die Kulturloge Ruhr bislang an 4500 „Kulturgäste“, Menschen mit geringem Einkommen, vermittelt.

Im Rahmen einer Fest- und Benefizveranstaltung anlässlich des fünfjährigen Bestehens feierten jetzt rund 200 Jubiläumsgäste in Anwesenheit von NRW-Kulturministerin Ute Schäfer nun diese erfolgreiche Bilanz und richteten den Blick zugleich in die Zukunft - dann unter neuem Namen.

„Es gab bereits in der Vergangenheit mehrfach Unstimmigkeiten wegen des Namens, den andere für sich reklamieren. Die Rechtslage ist hier alles andere als eindeutig. Trotzdem wurde die Vereinsarbeit über Jahre in manchmal schwer erträglicher Weise gestört und ehrenamtliches Engagement behindert. Um dies zukünftig zu verhindern, haben wir uns entschlossen, den Namen unseres Vereins zu ändern“, so Marc Grandmontagne. Künftig wird man unter „KulturPott.Ruhr“ firmieren. Die Mitglieder haben ihre Zustimmung zu dieser Umbenennung gegeben. Durch die Namensänderung soll es zu keinen weitergehenden Änderungen kommen.

2010 in Essen gegründet arbeitet die Kulturloge Ruhr mittlerweile im gesamten Ruhrgebiet. In der rund anderthalbstündigen Veranstaltung dankten die Macher der Kulturloge Ruhr vor allem all denen, die dazu beigetragen haben, dass aus einer Idee am Küchentisch eine Erfolgsgeschichte wurde. Dazu die Vorsitzende Antonia Illich: „Der Erfolg der Kulturloge Ruhr wird erst durch die Arbeit unserer rund 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unsere Kultur- und Sozialpartner sowie unsere Förderer und Unterstützer möglich. Denen möchten wir heute Danke sagen.“

Den Erfolg der Initiative sieht Illich vor allem in der persönlichen Ansprache der Kulturgäste begründet: „Fünf Jahre Kulturloge Ruhr haben gezeigt, dass nicht primär Geld die höchste Barriere für kulturelle Teilhabe darstellt. Durch unsere individuelle Vermittlungsarbeit in persönlichen Gesprächen werden unsere Gäste persönlich und passgenau eingeladen, sich auf kulturelle Erlebnisse einzulassen. Mir ist nach wie vor kein anderer Ansatz bekannt, der dies so effizient und umfassend leistet. Dafür stellen uns monatlich 258 Kulturpartner rund 2.000 kostenfreie Tickets für bisher 4.500 Kulturgäste zur Verfügung.“

Bei aller Freude über das Erreichte sahen die Verantwortlichen aber keinen Grund, in den Anstrengungen um kulturelle Teilhabe nachzulassen, denn immer noch haben viel zu viele Menschen keinen Zugang zur Kultur. Brigitta Blömeke, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende erläuterte die Ziele für die nächsten Jahre: „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren viel erreicht, uns für die kommenden Jahre aber auch viel vorgenommen. In Projekten werden wir gezielt die kulturelle Teilhabe von Gruppen adressieren, die wir momentan noch nicht so erreichen, wie wir uns das wünschen. Dazu gehören Kinder aus strukturschwachen Stadtteilen, Menschen mit Migrationshintergrund, Jugendliche und Menschen mit Behinderung. Wir wollen mit der heutigen Veranstaltung auch das öffentliche Bewusstsein für Kultur als menschliches Grundbedürfnis und gesellschaftliche Integrationskraft schärfen.“
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