Stadtspiegel-Promibilder-Versteigerung: Stratmann toppt Stratmann

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Auktionator Christian Stratmann mit sichtlich begeisterten neuen Bilderbesitzern im Drübbelken - Stadtspiegel-Versteigerung 2015. (Foto: Krusebild)
Bei der vierten Stadtspiegel-Promibilder-Versteigerung gab es wieder eine Überraschung: Waren bisher zwei Mal das vom Ruhrfestspielleiter Frank Hoffmann gezeichnete Werk sowie 2014 die Gemeinschaftsarbeit von Christine Sommer und Martin Brambach die "Abräumer", holte Auktionator Christian Stratmann für die gute Sache am meisten Geld heraus - mit dem Porträt, was Michaela May vom Prinzipal gezeichnet hatte: 100 Euro legte dafür ein Liebhaber auf den Tisch.
Bemerkenswert, denn das Mindestgebot lag bei 10 Euro pro Bild. Insgesamt kamen rund 400 Euro zusammen. Es hätten gerne mehr sein dürfen: Immerhin kommt der komplette Erlös misshandelten und vernachlässigten Kindern zu Gute. Und nie gibt es eine bessere Gelegenheit für Autogrammjäger, ein wirklich einmaliges Andenken zu erwerben, als die Stadtspiegel-Promibilder-Versteigerung.
Das Recklinghäuser Drübbelken (gerade 30 Jahre unter der Leitung von Michael Frings und Helga Nottebrock stehend) war nicht nur wieder Schauplatz der kurzweiligen Benefizversteigerung, das Drübbelken ist mittlerweile feste Spielstätte der Ruhrfestspiele - fürs Fringe Festival, dem kleinen, frechen Ableger.


Spende für die Kinderschutzambulanz


Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben auch 2015 bei den Ruhrfestspielen auf dem bereitgestellten Zeichenblock bunte Farbstifte tanzen lassen. In diesem Jahr freute sich Hanna Iserloh als Mitarbeiterin der Medizinischen Kinderschutzambulanz an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln über die eingenommene Bargeldspende, Stadtspiegel-Objektleiter Michael Grunewald überreichte ihr die Summe nach einer wirklich unterhaltsamen Show, die Stratmann im Drübbelken geboten hatte. Der Prinzipal des Mondpalast und des RevuePalast Ruhr ist herrlich komisch, weil schlagfertig.

Christine Sommer malt auf Leinwand


Mit Christine Sommer, die diesmal alleine ein Bild - richtig auf Leinwand - gemalt hatte, war die einzige Künstlerin leibhaftig anwesend. Unser Dank gilt auch an die aus Wien stammende Schauspielerin, die mit ihrem Mann Martin Brambach in Recklinghausen lebt.
Auch die Schreiberin dieser Zeilen hat (wieder) mitgeboten und freut sich über eine wirklich künstlerische Arbeit: 2015 kam mit Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche wieder ein Weltstar nach Recklinghausen. Sie spielte in dem antiken Drama „Antigone“ die Hauptrolle. Die zauberhafte Juliette Binoche wurde für die Stadtspiegel-Benefizversteigerung porträtiert: Angelo Di Tomaso (Sound-Techniker) hatte unsere Buntstifte verschmäht und eine wundervolle Zeichnung mit Bleistift beigesteuert.


Dank an alle Künstler


Hier unser Dank an die beteiligten Künstler und Künstlerinnen: Johannes Zirner vom Residenztheater München machte sich nicht nur nackig in der Eröffnungspremiere „Ich Ich Ich“, sondern zeigte sich als Maltalent. Oliver Nägle war wunderbar als fieser Geschäftsfreund und malt auch. Johannes Zirner steuerte noch ein Selbstportrait bei, zum Glück mit zwei heilen Ohren. Christian Brückner - Stargast der Ruhrfestspiele seit 10 Jahren, die deutsche Stimme von Robert de Niro - las Jean Paul Sartre, malte Sarte. Gruß vom Schauspiel Frankfurt: Verena Bukal hat „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ gemalt - schräges Stück, ein Kracher. Auch das tolle Portrait einer rauchenden Lady, gezeichnet von Josefin Platt, Schauspielerin (Die Wiedervereinigung der beiden Koreas), fand einen Besitzer. Carina Zirchner vom Schauspiel Frankfurt kann's auch abstrakt (Die Wiedereinigung der beiden Koras). Hauptdarsteller Peter Schröder guckt Menschen in den Kopf: „Flüchtiger Traum“ war der Titel seines Bildes. Auch Marc Oliver Schulze hatte sich selbst gemalt, sehr beeindruckend. Franziska Junge (Schauspiel Frankfurt) gibt Rätsel auf: „Suche den Weg“ in ihrem Labyrinth.
Gruß aus dem Theater Marl: Ein Gemeinschaftsbild, gemalt von Rufus Beck, Jacqueline Macaulay, Jonathan Beck, Lena Dörrie, alle grandios in dem Stück „Zorn“ (Eltern entdecken entsetzt, dass ihr Sohn ein Neonazi ist).
Wenn Jevgeni Sitochin im „Tatort“ nicht den Schurken spielt, steht er bei den Ruhrfestspielen auf der Bühne, beispielsweise in „Der Revisor“, unter der Regie von Ruhrfestspielleiter Frank Hoffmann. Im Sommer kam er als Vortragskünstler zum Lesematinee. Er zeichnete ein witziges, mehrarmiges Strichmännchen.


Ruhrfestspiele: Programmvorstellung im Januar


Frank Hoffmanns Werk Nr. 4: Bei jeder Bilderversteigerung muss auch der Leiter der Ruhrfestspiele ran und malen - er zeichnete praktisch das Motto der Ruhrfestspiele, das Tete a Tete, das dramatische Rendezvous zwischen Pariser Eiffelturm und Kohlefördertrum des Reviers.
Noch ein Gemeinschaftswerk: Superstar Corinna Harfouch und die beiden Regisseure Tom Kühnel und Jürgen Kuttner hatten Heiner Müllers „Der Auftrag“ im Theater Marl gegeben - ihren Auftrag, für die Kinderschutzambulanz zu malen, haben sie auch bravourös erfüllt.
Christine Sommer hat es wieder getan: Ein richtiges Bild für die gute Sache auf Leinwand gemalt. Bilderstrecke von der Versteigerung auf diesem Portal unter http://www.lokalkompass.de/recklinghausen/kultur/p...


Wer wissen möchte, was die Ruhrfestspiele 2016 zu bieten haben, erfährt darüber traditionsgemäß mehr in der dritten Januarwoche, wenn Frank Hoffmann das neue Programm vorstellen wird, auf www.lokalkompass.de
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