Traufe, Dachfirst und Pilaster - Fassade des Hittorf Gymnasiums ausgezeichnet

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(Foto: Stadt RE)

Neobarocker Stil, dreiflügeliger Putzbau, ein Souterraingeschoss in Rustika-Quadersteinen: So sieht eine Fassade aus, die beim „Deutschen Fassadenpreis 2014“ in der Kategorie „Historische Gebäude und Stilfassaden“ ausgezeichnet wurde.

Gemeint ist die Fassade des Hittorf-Gymnasiums in Recklinghausen, die bei dem von Brillux ausgeschriebenen Wettbewerb den dritten Platz belegt hat.
„Das Gebäude des Hittorf-Gymnasiums mit seiner interessanten Fassade ist bedeutend für die Stadt- und Kulturgeschichte Recklinghausens, weil die Schule die Entwicklung des lokalen Bildungswesens dokumentiert“, sagt der Erste Beigeordnete Georg Möllers. „Deshalb freue ich mich, dass die Fassadensanierung mit einer Auszeichnung gewürdigt wurde.“

Das für Recklinghausen bedeutsame Schulgebäude gibt es seit 1908 als dreigeschossigen, dreiflügeligen und traufständigen Putzbau, errichtet auf einem Souterraingeschoss in Rustika-Quadersteinen. Traufständig meint die Art der Orientierung des Gebäudes zur Straße hin. Traufe und dominierender Dachfirst stehen parallel zur Straße. Zur Kemnastraße bzw. Hohenzollernstraße hin ist die Fassade durch Pilaster (in der Außenwand eingearbeitete Teilpfeiler), Gesimse und stuckverzierte Brüstungsfelder gegliedert. Seit November 2005 ist das Schulgebäude denkmalgeschützt.

„Die Schule steht an einer exponierten Stelle und ist von drei Himmelsrichtungen gut einsehbar“, sagt Lothar Langenkamp, stellvertretender Fachbereichsleiter Gebäudewirtschaft. „Umso wichtiger ist also der Eindruck, den die Schule macht.“
Weil der Fassadenfarbton aus den fünfziger Jahren alt und dunkel geworden war, wurde der Sanierung grünes Licht im März 2013 gegeben. Vertreter der Verwaltung, der Schule und des Rates der Stadt Recklinghausen legten gemeinsam eine neue farbliche Gestaltung fest. „Detaillierte Probeanstriche vor Ort halfen uns, die Wirkung der Farbtöne vorab zu begutachten“, ergänzt Jörg Peitzberg von der Gebäudewirtschaft. Jetzt harmoniert der feine hellgraue Grundton der Fassadenputzflächen, der Pilaster und Gesimse mit den Rustika-Quadersteinen und der schieferfarbenen Dacheindeckung. Davon setzen sich die Brüstungsfelder in Weiß ab. Und die Stuckornamente wurden jeweils in hellem Grau und Weiß akzentuiert, immer entgegengesetzt zur Hintergrundfarbe. „Die Fassade ist besonders seit der Sanierung ein Hingucker“, sagt Schulleiter Hermann Maas. „Das zeigt sich auch in den positiven Reaktionen, die wir seither erhalten.“
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