Anträge des Fachforums Nachhaltige Stadtentwicklung

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Am 22. Juni standen drei Anträge des Fachforums Nachhaltige Stadtentwicklung der Lokalen Agenda 21 auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Sie wurden an die zuständigen Fachausschuss weitergeleitet.

Der erste Antrag befasst sich mit der Einführung einer Ehrenamtskarte in Recklinghausen. Damit sollen Personen, die mehr als fünf Stunden in der Wochen bzw. 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich und bürgerschaftlich engagieren, mit der Ehrenamtskarte gewürdigt werden. Mit ihr können die Inhaber landesweit Vergünstigungen bei kulturellen Veranstaltungen und Rabatte von Firmen, Gaststätten, Geschäften usw. in Kommunen bzw. Kreisen wahrnehmen, die ebenfalls die Ehrenamtskarte einführten. Da solche Veranstaltungen oft in Begleitung mit einer weiteren Person besucht werden, kann die Ehrenamtskarte zu verbesserten Einnahmen der heimischen kulturellen Einrichtungen, Gaststätten und Geschäften führen. Das Land zahlt den Kommunen eine „Anschubfinanzierung“, deren Betrag sich nach der Einwohnerzahl richtet. Sie beträgt für Recklinghausen 3000 €. Zudem stellt die Ehrenamtskarte einen Imagegewinn für die Kommune dar.

In einem weiteren Antrag geht es um die Regenwassernutzung städtischer Gebäude. Das auf den Dächern der städtischen Gebäude im Bereich des Rathausplatzes fallende Regenwasser soll als Puffer in den Teich des Erlbruchparks und später in den naturnah gestalteten Hellbach abgeleitet werden, der in die Emscher mündet. Ein Teil des Regenwassers würde versickern und somit zur Neubildung von Grundwasser beitragen. Die Qualität des Wassers im Teich des Erlbruchparks und des Hellbachs würde sich durch das Regenwasser verbessern. Die Verdunstung des Wassers würde außerdem zu einer Abkühlung der Luft führen und somit positiv zum Stadtklima beitragen. Hinzu kommt, dass die Maßnahme ein Teil des bis 2020 laufenden und geförderten Projekts „Route des Regenwassers“ ist, sodass hiervon Mittel der Stadt zufließen.

Im dritten Antrag wird das zeitlich befristete Aufstellen einer Messstation zur Erfassung der Lufthygiene in der Innenstadt gewünscht. Unsere Innenstadt ist stark versiegelt. Der Betrieb von Heizungen und Klimaanlagen in innerstädtischen Gebäuden sowie Kraftfahrzeuge (durch Abgas, Abrieb und Tankatmung) tragen zur Emission von partikel- und gasförmigen Luftschadstoffen bei. Aufgrund der geringen Zahl immergrüner Pflanzen im Innenstadtbereich kann die gewünschte Bindung des Feinstaubs kaum erfolgen. Eine in der Innenstadt zeitlich befristet installierte Messstation des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz soll daher die Immissionen für folgende Luftschadstoffe erfassen: Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NO und NO2) sowie Feinstaub (PM10). Eine Messung von Ozon (O3) braucht nicht erfolgen, da deren Konzentrationen aufgrund der von den Kraftfahrzeugen verursachten Emissionen von Stickstoffmonoxid (NO) in den vielbefahrenen, benachbarten Straßen gering sein werden.
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