Besuch für Alihya und Co.: Tierheim lud zum Frühlingfest

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Judith Meyerink besuchte mit ihren Töchtern Emily und Zoey sowie ihrer Mutter Helga Klein das Frühlingsfest.
 
Alihya, ein Labrador-Mix, lebt schon seit fast zwei Jahren im Tierheim.

Etwa 30 Hunde warten zurzeit im Tierheim Recklinghausen darauf, ein neues Zuhause zu bekommen. Wesentlich mehr Hunde waren am Sonntag, 10. April, beim Frühlingsfest des Tierheims zu Gast, denn bei schönem Wetter strömten viele Besucher zur Waldstraße, um sich auf dem Gelände umzusehen.

„Dreiviertel der Hunde, die heute hier zu Besuch sind, stammen von uns“, erzählt Nina Schmidt, Leiterin des Tierheims. Das ganze Tierheim-Team und einige ehrenamtliche Helfer packten mit an, um den Tag der offenen Tür auf die Beine zu stellen und möglichst viele Leute anzulocken. Diesmal hat es auf jeden Fall geklappt. „Es ist voller als sonst“, freut sich Schmidt, die auch viele neue Gesichter entdeckte.
Ohne Stress und in lockerer Atmosphäre hatten die Besucher die Gelegenheit, das Tierheim kennenzulernen und sich, falls gewünscht, auch nach einem neuen Mitbewohner umzusehen und sich von einem Tierpfleger schon ein wenig beraten zu lassen. Mitnehmen konnte man ein Tier allerdings am Sonntag nicht. Das musste warten – wenn denn dann die Bedingungen erfüllt werden.

Kaninchen und Mäuse

Denn nicht nur an dem ein oder anderen Hundezwinger steht, dass für den Besitz dieses Tieres Erfahrung vonnöten ist. Selbst bei Kleintieren kann dies der Fall sein. Während harmlos aussehende Kaninchen genügsam in ihren Käfigen vor sich hin mümmeln, weist ein Schild bei den Vielzitzenmäusen darauf hin, dass diese alles andere als zahm sind und auch gern mal zubeißen.
Darüber hinaus hat das Tierheim viele weitere Tiere im Angebot. „Katzen, Ratten, Degus, Meerschweinchen, Bartagame und Vögel“, zählt Schmidt auf. Vier Mal im Jahr öffnet die Einrichtung ihre Türen und stellt sich und ihre Arbeit vor. „Zu jeder Jahreszeit einmal“, so die Leiterin.

Besuch aus Dorsten

Nach einem tierischen Freund guckte Guido Burian, der aus Dorsten gekommen war. Seitdem der Hundebereich des dortigen Tierheims abgerissen wird, ist Sky, ein Malinois-Schäferhund-Mix, mit dem Burian zwei Jahre lang Gassi ging, in Recklinghausen untergebracht. „Wenn der Hund keinen Besitzer gefunden hat, wenn in Dorsten der Neubau fertig ist, werde ich dann wieder mit ihm spazierengehen“, so Burian.
Ehrenamtliche Gassigänger gibt es beim Tierheim Recklinghausen nicht. „Das machen unsere Tierpfleger“, erklärt Schmidt, dass man in der glücklichen Lage sei, sich dies leisten zu können. Nichtsdestotrotz dienen die Feste natürlich auch dazu, Unterstützer zu finden, die dem Heim mit Geld- und Futterspenden helfen.

Für den guten Zweck

Zu ihnen gehören die Freundinnen Birgit Neise und Jutta Martin. „Ich bin da, um Geld für den guten Zweck hier zu lassen“, berichtet Neise. „Außerdem gibt es lecker Essen.“ Currywurst, Pommes und eine Waffel zum Dessert ließ sie sich schmecken. Martin hatte ihren Hund Nick mitgebracht, einen Beagle-Mischling. „Ich habe viele Tiere von hier“, sagt sie. Bereits vor 20 Jahren holte sie einen Hund aus dem Recklinghäuser Tierheim und seitdem folgten sowohl weitere Hunde als auch Katzen. „Ich unterstütze keine Züchter“, betont Martin und fügt an, dass es sowieso schon zu viele Tiere gebe und zu viele von ihnen in Tierheimen abgegeben würden.
Das Wohl der Tiere liegt auch Judith Meyerink, zweifache Hundebesitzerin, am Herzen. Sie ist mit ihren Töchtern Zoey und Emily sowie ihrer Mutter Helga Klein ins Tierheim gekommen, um den Kindern zu zeigen, „dass es nicht jedem Tier gut geht und dass es Leute gibt, die nicht gut mit ihnen umgehen“.
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