Fairer handeln: "Schoko-Projekt" des Recklinghäuser Weltladens macht Schule

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Das "Schoko-Projekt" des Kuniberg-Weltladens zu Besuch in der Rombergschule. Foto: privat

Das "Schoko-Projekt" des Recklinghäuser Weltladens zieht Kreise: Nachdem die Weltladen-Schüler im Frühjahr Station in der Kindertagesstätte St. Elisabeth Station gemacht hatten, waren sie nun zu Gast in der Romberg-Grundschule.

Mit den Mädchen und Jungen aus drei Klassen des zweiten Jahrgangs erarbeiteten die vier Schüler aus der Jahrgangsstufe 13 des Wirtschaftsgymnasiums und Fachlehrerin Daniela Dox, wie Schokolade entsteht - mit einer Sondergenehmigung von Schulleiter Dr. Walter Schulte, der das Schüler-Quartett ausnahmsweise vom gewöhnlichen Unterricht freigestellt hatte.
"Es ging uns darum, dass die Kakaobohnen von anderen Kontinenten kommen und dass oft Kinder auf den Plantagen arbeiten müssen, weil ihre Eltern dort zu gering bezahlt werden, um davon die Familie zu ernähren", stellt Sonja Buchaly ein Lernziel vor. "Wir haben den Grundschülern aber nicht vermittelt, dass Kinder verkauft oder entführt und versklavt werden für die Arbeit auf den Kakaoplantagen. Das sind Informationen für ältere Schüler und Erwachsene - wie bei uns auf dem Kuniberg", beruhigt Felix Lackmann.
Michelle Matzek nimmt den Faden auf: "Mit den Zweitklässlern haben wir jedoch besprochen, dass es beim fairen Handel anders geht. Durch ihn ist es möglich, dass Kinder zur Schule gehen können, weil ihre Eltern einen fairen Lohn erhalten."
Kleine Kostproben fairer Schokolade, Bilder aus Ghana, echte Kakaofrüchte und -bohnen sorgten zusätzlich dafür, dass die Romberg-Schüler sich jetzt mit dem fairen Handel gut auskennen. "Zum Schluss bekamen sie von uns eine besondere Hausaufgabe, nämlich beim nächsten Einkauf darauf zu achten, welche Produkte es mit dem Fairtrade-Siegel gibt", schmunzelt Marius Nierobisch.
Daniela Dox, zweite Vorsitzende des Weltladens, freut sich, dass das "Schoko-Projekt" im wahrsten Sinne des Wortes Schule macht und nachhaltig wirkt: "Nachdem sich unser Besuch in der Kita St. Elisabeth herumgesprochen hatte, ging die Initiative für die zweite Auflage von der Romberg-Grundschule mit Rektor Dr. Ralf Kruck aus."
Fairtrade besitzt für den Schulleiter und die Klassenlehrerinnen eine hohe Bedeutung. Der Besuch der Weltladen-Delegation steht für die Idee, sich später einmal als Fairtrade-School zu bewerben.
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