Digitalisierung im Rahmen der Energiewende

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(Foto: Melanie Giese)
 
Gerhard Radtke, Projektleiter bei RWE Metering, Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG, und Thomas Kohlstrung, Leiter Region Westfalen bei Westnetz, stellten die neuen Messsysteme vor. (Foto: Westnetz)

Digitalisierung spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Umsetzung der Energiewende. Dabei fällt der intelligenten Messtechnik - neben dem Umbau zu einem intelligenten Stromnetzwerk - eine besondere Bedeutung zu.

Am RWE-Standort in Recklinghausen ist im Rahmen des Innovationsprojektes ReCK - Recklinghausen Campus Konzept“ ein Showroom für visualisiertes Energiemanagement entstanden. An über 70 Messpunkten werden aktuelle Verbrauchsdaten ermittelt, die im 15-Minuten Takt abgerufen und visualisiert werden können. Doch wie funktionieren eigentlich intelligente Zähler? Was bringt die Digitalisierung? Welchen Nutzen haben am Ende die Kunden?

„Zunächst einmal muss man sagen, dass der sogenannte Smart Meter Rollout , also der Ausbau intelligenter Messsysteme, gesetzlich geregelt ist und auf EU-Richtlinien fußt“, so Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG. Damit sollen die Voraussetzungen geschafft werden, Verbrauch und Erzeugung von Energie effizienter zu steuern.

Gerade im Sektor der Erneuerbaren Energien soll dies einen immensen Vorteil bringen. An das Verteilnetz der RWE Deutschland sind derzeit 320.000 solcher EEG-Anlagen angeschlossen. Diese Kleinkraftwerke sollen in Zukunft nicht nur den aktuellen Strombedarf decken, sondern ihren überschüssigen Strom auch ins Netz einspeisen. Eine kontinuierliche Erfassung von Stromangebot- und nachfrage soll zu einer Stabilisierung des Netzes beitragen, der Netzausbau an den Bedarf angepasst werden.

Für den Verbraucher bedeutet der Smart Meter Rollout konkret, dass bereits ab 2016 sukzessive die herkömmlichen Stromzähler ausgetauscht werden. Haushalte mit einem Jahresverbrauch unter 6.000 kWh erhalten eine moderne elektrische Mess-Einrichtung. Dies bedeutet zunächst keinen großen Unterschied. Bei RWE arbeitet man jedoch mit Hochdruck daran, die neuen Geräte lokal nutzbar zu machen. Per Internet und mit den passenden Apps soll der Kunde in der Lage sein, sich seinen Energieverbrauch detailliert anzusehen und mögliches Einsparpotenzial zu entdecken.

Weiter geht da das sogenannte intelligente Messsystem, welches ab einem Verbrauch ab 6.000 kWh oder bei EEG-Anlagen sowie auf ausdrücklichen Wunsch installiert wird. Diese Geräte sind vom Netzanbieter fernablesbar. Vorteil für den Verbraucher: Auf Grundlage der Daten sollen flexiblere Tarife angeboten werden können, die noch mehr Energiesparpotenzial bieten.

Das Smart Home auf dem Vormarsch? Schon heute lassen sich Licht, Wärme und elektrische Geräte intelligent steuern. Bald dann auch das Energiemanagement, für jeden verständlich aufbereitet. „Gerne lassen wir unsere Kunden von den Erfahrungen profitieren, die wir gerade selbst an unserem Standort in Recklinghausen machen“, so Gerhard Radtke, Projektleiter bei RWE-Metering.

Hintergrund

Viele gesetzliche Grundlagen für Smart Metering in Deutschland sind bereits gelegt. Entscheidende Rechtsgrundlagen schafft jetzt das sogenannte Verordnungspaket Intelligente Netze: Mit einem Schwerpunkt auf intelligente Messsysteme und Zähler werden mit diesem Verordnungspaket die „Intelligenten Netze“ auf den Weg gebracht.
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