Flossen weg!

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Auf den Plakaten und Faltblättern wird erläutert, was erlaubt und was nicht erlaubt ist: „Fotos nicht ohne Einwilligung! Nicht grabschen! Nicht glotzen!" - ist dort zu lesen. Und: "Wenig Stoff ist keine Einladung!" (Foto: Stadt RE)

„Flossen weg“ - unter diesem Motto haben die städtische Gleichstellungsstelle und der Fachbereich Schule und Sport das Projekt „Schutz gegen sexuelle Übergriffe in öffentlichen Bädern“ konzipiert. Dazu gehören auch Faltblätter und Plakate. Das Projekt ist am vergangenen Wochenende den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt worden.

„Wir möchten über das Thema ‚Schutz gegen sexuelle Belästigung in Bädern‘ informieren und vor allem Präventionsarbeit leisten“, sagt Claudia Strebinger, Sachgebietsleiterin Bäder. „Zurzeit haben wir keine Probleme in unseren Recklinghäuser Bädern - und das soll auch so bleiben.“
Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Steuer ergänzt: „Der Badbesuch soll Spaß machen und die Besucher sollen sich sicher und geschützt fühlen - darauf legen wir wert und das wollen wir mit unserem Projekt auch unterstützen.“
So sind das Schwimm- und Vereinspersonal entsprechend geschult und somit sensibilisiert worden: Wie welche Situation einzuschätzen ist, aufmerksam zu sein und welche Rechte und Pflichten es gibt.
„Das Schwimmpersonal, und darauf machen wir mithilfe unseres Projekts auch aufmerksam, hilft, wenn es zu Belästigungen und Bedrohungen in der Umkleidekabine, im Duschbereich oder Schwimmbecken kommen sollte“, sagt Steuer. Wichtig sei vor allem, solche Fälle zu melden, damit das Schwimmpersonal darauf reagieren und gegebenenfalls auch die Polizei dazu rufen könne.

Plakate ermutigen zur Zivilcourage


„Zusätzlich sollen Faltblätter und Plakate, die wir erstellt haben, informieren, aber auch potenzielle Täter abschrecken und ebenso Badegäste zu Zivilcourage ermutigen“, erläutert Steuer. Auf den Plakaten und Faltblättern wird erläutert, was erlaubt und was nicht erlaubt sei: „Nicht grabschen, nicht glotzen, Fotos und Filmen nicht ohne die Einwilligung der anderen Person“ - ist dort zu lesen.
Aufgelistet werden dort auch die Kontaktdaten derer, die bei sexuellen Übergriffen helfen - neben der Polizei die Einrichtung Frauenberatung/Frauennotruf und Pro familia.
Die Plakate hängen in den Frei- und Hallenbädern, die Faltblätter liegen dort und in anderen öffentlichen Einrichtungen wie im Rathaus, im Bürgerbüro im Stadthaus A, im Haus der Bildung und in den Schulen aus.
„Das ganze Projekt geht auf einen Antrag der Grünen aus dem Jahr 2014 zurück“, sagt Steuer. Im nächsten Schritt werden die Informationsblätter in andere Sprachen, wie Englisch und Arabisch, übersetzt.
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