Integration im Fokus der 6. Regionalen Bildungskonferenz

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Den Eröffnungsvortrag für die 6. Regionale Bildungskonferenz hielt Karim Fereidooni (5.v.r.).

Auf der 6. Regionalen Bildungskonferenz drehte sich alles um das Thema „Integration durch Begegnung und Bildung“. Rund 100 Teilnehmer nutzten im Berufskolleg Castrop-Rauxel die Chance zur Vernetzung und zum Austausch.

Seit fünf Jahren engagieren sich der Kreis Recklinghausen und die zehn Kreisangehörigen Städte im Regionalen Bildungsnetzwerk, um neue Perspektiven und Ziele für die Bildungslandschaft zu entwickeln. „Wir können stolz sein auf das, was wir schon gemeinsam erreicht haben“, sagte Landrat Cay Süberkrüb in seiner Begrüßung, „Die Zahl qualifizierter Abschlüsse hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, die Zahl der Schüler ohne Abschluss hat abgenommen. Das ist ein großer Erfolg.“

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf den Themen Integration und Bildungsgerechtigkeit. „Das sind ganz besonders wichtige und aktuelle Themen“, so Cay Süberkrüb. „Häufig werden junge Menschen aus bildungsfernen Elternhäusern schon früh aus dem Schul- und Hochschulsystem aussortiert. Das darf nicht sein. Wir müssen die Potenziale, die wir in dieser Region haben, dringend und intensiv nutzen.“ Auch die leitende Regierungsschuldirektorin der Bezirksregierung Münster, Monika Sowa-Dingemann, betonte: „Gute Bildung und Ausbildung sind eine wichtige Grundvoraussetzung, um Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit herzustellen.“

Den Eröffnungsvortrag hielt in diesem Jahr Karim Fereidooni, Lehrer am St.-Ursula-Gymnasium in Datteln und Lehrbeauftragter am Zentrum für Lehrerbildung der Universität zu Köln. Er stellte fest: „Der Sozialstatus der Eltern spielt bei den Schulempfehlungen immer noch eine große Rolle, unabhängig von den Leistungen des Kindes. Das ist Bildungsdiskriminierung.“ Veränderungen fordert Karim Fereidooni nicht nur von Lehrkräften, sondern auch von der Politik: „Individuelle Maßnahmen der Lehrkräfte müssen von institutionellen Maßnahmen des deutschen Schulwesens flankiert werden.“

Dr. Richard Schröder, Fachbereichsleiter für Gesundheit, Bildung und Erziehung beim Kreis Recklinghausen, moderierte die Veranstaltung und begleitete die anschließenden Workshops, die den Bildungsverantwortlichen Zeit zum Austausch boten: „Ich freue mich, dass die Bildungskonferenzen so gut angenommen werden. Das zeigt, wie wichtig das Thema Bildung ist und wie engagiert sich die Bildungsverantwortlichen den neuen Bildungszielen in der Region stellen.“

Bürgermeister Johannes Beisenherz freute sich, dass die Bildungskonferenz dieses Mal in Castrop-Rauxel im Berufskolleg stattgefunden hat: „Wir müssen jedem Menschen die Chance auf Bildung ermöglichen, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Behinderung.“
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