PEGIDA VI

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Andreas, ich greife mal Gedanken von dir auf, die ich nie bestritten und nicht erwähnt habe, weil ich sie – eine Verallgemeinerung* ausgenommen – für richtig und selbstverständlich halte:

„Multikulti darf nicht bedeuten, dass eine Gruppe mit kulturellem Kram andere schädigt und man muss das alles so hinnehmen...

Neben Multikulti muss es gemeinsame Schnittmengen geben, sonst herrscht Chaos.
Das können Gesetze sein. Grundrechte. Verfassungen usw.

So herrscht bei uns ja Multikulti bezüglich Religion - da darf jeder glauben und machen, wie er will *- aber es gibt die Rechte, die z. B. verbieten, dass man Menschen verletzen oder töten darf. Daran haben sich auch die zu halten, die aus religiösen Gründen Menschen verletzten wollen (z. B. Jungen und Mädchen beschneiden **) oder gar töten (irgendwelche Riten aus dem Busch mit Menschenopfern... oder radikale Christen, die Menschen opfern wollen, weil sie das der Bibel entnehmen.)...“

** Zur Kritik am Kölner Beschneidungsurteil (Leserbrief)

von Dietrich_Stahlbaum Pro @ 2012-07-08 – 12:52:25

Leserbrief an das Medienhaus Bauer, Marl:

– Von: Dietrich Stahlbaum
– Betr: die Kritik am Kölner Beschneidungsurteil
– Vom: Juni/Juli

Die religiöse Beschneidung minderjähriger Knaben ist schon seit einigen Jahren in Fachkreisen nicht unumstritten. So befand 2008 der Jurist und Psychoanalytiker Prof. Günter Jerouschek: „Im Geltungsbereich des Grundgesetzes aber wiegen die Menschenwürde und das Recht auf körperliche Unversehrtheit schwerer als das Recht der Eltern, ihre Kinder zu verletzen, um der Religion, und sei es auch nur vermeintlich, Genüge zu tun. Den Eltern einen solchen Aufschub zuzumuten, scheint mir umso erträglicher zu sein, als es im muslimischen Bereich keine religiös verbindlichen Altersvorgaben für die Vornahme der Beschneidung gibt, mithin eine Erwachsenenbeschneidung ohne weiteres korankonform ist, und die Juden nicht aus ihrer Religion herausfallen, wenn sie nicht als Säuglinge beschnitten worden sind.“..
http://zeitfragen.blog.de/2012/07/08/kritik-koelne...

Den polemisch abwertenden Begriff „Multikulti“ verwendest du, nicht ich. Lies doch bitte den ganzen Passus noch einmal:

»Das Abendland richtet sich selber zugrunde, dazu bedarf es keiner muslimischen „Gotteskrieger“. Es geht an kultureller Inzucht zugrunde, wenn es sich abkapselt und sich nicht multikulturell weiterentwickelt. Nicht ohne Grund habe ich den deutsch-iranischen Autor und Islamwissenschaftler Navid Kermani zitiert:

„Kulturen waren immer dann stark, wenn sie sich selbst in Frage stellten und Einflüsse von außen selbstbewusst aufnahmen, statt sich zu verkriechen oder sich immer nur zu beklagen.“«

Um dir zu verdeutlichen, was ich meine: Unter „multikulturell“ verstehe ich kulturelle Vielfalt, auch die – friedliche, den Menschenrechten entsprechende – Koexistenz verschiedener Kulturen in einer Gesellschaft, einem Land, einem Staat, einem Kontinent. Integration, statt Assimilation. Das erfordert Toleranz, Achtung vor einander, und dies setzt Selbstachtung voraus. Friedliche kulturelle Koexistenz hat sich trotz aller Rückschläge Jahrhunderte lang in vielen Teilen der Welt bewährt und auch das Abendland vorangebracht, hier unter anderem dank muslimischer Araber:
http://zeitfragen.blog.de/2014/12/28/christliche-a...
http://zeitfragen-info-blog.blog.de/2014/12/25/jim...

Auch dies ist vielleicht für euch interessant → http://zeitfragen-info-blog.blog.de/2015/01/21/pet...

Du kennst meine kritische Einstellung zu allen Religionen, vor allem zu den monotheistischen:
http://zeitfragen.blog.de/2015/01/29/kritik-tolera...
→ Link im Kommentar, weil hier fehlerhaft

Und brauchst hier keine offenen Türen einzurennen.

---------

Andreas | 22.02.2015 | 15:54

> "Zur Kritik am Kölner Beschneidungsurteil (Leserbrief) von Dietrich_Stahlbaum"

Ja, da hast du ein Beispiel, dass selbst du Multikulti Grenzen setzen willst (denn wenn ich dich richtig verstehe, bist du ja auch gegen die Beschneidung von männlichen Babys/Kindern).

> "Um dir zu verdeutlichen, was ich meine: Unter „multikulturell“ verstehe ich kulturelle Vielfalt, auch die – friedliche, den Menschenrechten entsprechende – Koexistenz verschiedener Kulturen in einer Gesellschaft, einem Land, einem Staat, einem Kontinent. Integration, statt Assimilation. Das erfordert Toleranz"

Man kann nicht alles tolerieren (siehe Beschneidung, Menschenopfer usw, da bist du ja auch intolerant)

Und wenn du die einzelnen Kulturen integrieren willst, dann muss es ja etwas geben, in was man sie integrieren kann. Das wäre dann eben sowas wie die Verfassung, übergreifende Traditionen o.ä.

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Der vollständige Thread mit 29 Kommentaren (Kontroverse mit einem PEGIDA-Anhänger) kann hier abgerufen werden
http://www.myheimat.de/recklinghausen/politik/pegi...
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