Trauer in Recklinghausen: Philipp Mißfelder verstorben

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Entsetzen und Trauer in Recklinghausen. Wie am Morgen bekannt wurde, ist der heimische Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder in der Nacht zum Montag im Alter von 35 Jahren verstorben. Todesursache ist eine Lungenembolie.

Der gebürtig aus Gelsenkirchen stammende Philipp Mißfelder war ab 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und ab 2009 außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Von 2008 bis 2014 war er Mitglied des Präsidiums der CDU und von Januar 2014 bis zum 1. April 2014 der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit. Weiter war Mißfelder von 2002 bis 2014 Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands.
Philipp Mißfelder hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.
Eine erste Reaktion zum Tod des Bundestagsabgeordneten erfolgte durch den CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Armin Laschet. Als Nachricht das Präsidium der CDU erreichte, herrschte Sprachlosigkeit, Fassungslosigkeit, tiefe Trauer. "Alles, was man täglich unternimmt, verliert plötzlich seine Bedeutung. Wir sind alle in Gottes Hand", so Laschet. Mißfelders Leidenschaft hätte immer den internationalen Beziehungen, der Aussöhnung mit Israel, der europäischen Einigung und dem Kampf gegen Antisemitismus gegolten. In jungen Jahren sei ihm schon mit seiner Berufung zum außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine verantwortungsvolle Aufgabe übertragen worden, der er mit viel Engagement nachging. Dennoch hat er sich immer für seine Heimat, seinen Wahlkreis Recklinghausen und das Ruhrgebiet eingesetzt. "Wir werden ihn schmerzlich vermissen. Unsere Gebete sind bei seiner Frau, seinen Kindern und seiner ganzen Familie,“ so Armin Laschet.
Auch der Recklinghäuser Bürgermeister Christoph Tesche zeigt sich tief bewegt. „Ich bin zutiefst erschüttert, entsetzt und traurig über den viel zu frühen Tod von Philipp Mißfelder“, so Tesche. „In Gedanken bin ich bei seiner Familie, bei seiner jungen Frau und seinen beiden kleinen Kindern. Ich spreche – auch im Namen der Verwaltung und des Rates der Stadt Recklinghausen – mein aufrichtiges Beileid aus. Recklinghausen verliere mit Mißfelder einen Politiker, der sich stets für Recklinghausen und für das Ruhrgebiet eingesetzt habe. Sein Tod sei ein sehr großer Verlust für die Stadt und für den Deutschen Bundestag.
Auch der heimische Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe (SPD) äußert sein Mitgefühl: „Die Nachricht vom Tod von Philipp Mißfelder ist ein Schock für mich und meine Familie. Die tiefe Anteilnahme gilt seiner jungen Familie, die einen Ehemann und Vater verloren hat. Philipp Mißfelder war ganz ohne Zweifel streitbar, aber ich habe ihn im persönlichen Umgang als fairen Konkurrenten erlebt. Der Kreis Recklinghausen und das Land verlieren einen engagierten und anerkannten politischen Menschen, der seine Auffassung vertreten und damit die politische Auseinandersetzung bereichert hat. Mit mir trauert die SPD im Kreis Recklinghausen.“
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