Bilanz des Blitzmarathons - Innenminister ist sehr zufrieden

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Blitzmarathon 2013 - Die Bilanz der Polizei. Foto: Krusebild (Archiv)
Die NRW-Polizei setzt mit ihrer Strategie im Kampf gegen zu hohe Geschwindigkeit - dem Killer Nr. 1 im Straßenverkehr -  auf eine nachhaltige Wirkung: „Jeder muss zu jeder Zeit und an jedem Ort damit rechnen, dass seine Geschwindigkeit gemessen wird. Und das nicht nur beim Blitz-Marathon“, erklärte Innenminister Ralf Jäger.

Der Innenminister zog eine positive Bilanz des vierten 24-Stunden-Blitz Marathons: „Die allermeisten Autofahrer sind verantwortungsbewusst gefahren und haben sich an die Geschwindigkeitsregeln gehalten. Viele haben erkannt, dass sie auch ohne zu rasen an ihr Ziel kommen. Diese Erkenntnis muss sich in den Köpfen aller Autofahrer festsetzen.“

28.000 Autofahrer in NRW

Trotz der umfangreichen Berichterstattung in den Medien und der Veröffentlichung der Messstellen waren 28.000 von 675.000 gemessenen Autofahrern zu schnell. Das sind rund vier Prozent. An anderen Tagen sind es durchschnittlich acht Prozent. 334 Fahrer waren so schnell, dass ihnen ein Fahrverbot droht. 26 Verkehrsteilnehmer fuhren alkoholisiert oder standen unter Drogeneinfluss. Sechs von ihnen mussten den Führerschein an Ort und Stelle abgeben.

Bei diesem Blitz-Marathon stand auch falsches Verhalten von und gegenüber Radfahrern im Fokus. In 70 Fällen waren sie von rücksichtslosem Verhalten von Autofahrern betroffen. In knapp 1.300 Fällen haben sie selbst gegen die Verkehrsregeln verstoßen, indem sie beispielsweise rote Ampeln missachteten, entgegen der vorgesehen Fahrtrichtung oder auf dem Gehweg fuhren.

Hoch motiviert und engagiert

In NRW kontrollierten rund 3.500 Polizisten und 270 Mitarbeiter von 86 Kommunen landesweit an etwa 3.000 Messstellen. Ihnen dankte der Innenminister: „Alle waren hoch motiviert und engagiert. Bei Kontrollen habe ich selbst gesehen, wie beeindruckend sie sich für die Verkehrssicherheit und weniger Tote im Straßenverkehr eingesetzt haben. Es geht darum, Leben zu retten. Das ist unser gemeinsames Ziel.“

Auch das Polizeipräsidium Recklinghausen beteiligte sich mit insgesamt 106 Messstellen im Kreis Recklinghausen und Bottrop am landesweiten Blitzmarathon. Dabei erwischten die Messbeamten 411 Fahrer, die zu schnell unterwegs waren. Zwei Fahrer müssen mit einem Fahrverbot rechnen.

Die höchsten Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden in Recklinghausen auf dem Bruchweg (88 bei 50 km/h) und in Bottrop auf der Stenkhoffstraße (60 bei 30 km/h) innerhalb geschlossener Ortschaften festgestellt.

Alkohol und Drogen am Steuer

Ein 35-jähriger Autofahrer aus Bochum fuhr in Oer-Erkenschwick nicht nur zu schnell, sondern auch alkoholisiert und ohne gültige Fahrerlaubnis. Nach einem Alkoholtest in der Polizeiwache wurde die Weiterfahrt untersagt.

Ein Autofahrer aus Marl überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit und führte sein Fahrzeug zudem unter Drogeneinfluss. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Neben den Geschwindigkeitsverstößen hatten dreizehn Personen den Sicherheitsgurt nicht angelegt.

Radfahrer im Focus der Polizei

Gerade Zusammenstöße zwischen Radfahrern und Fahrzeugen führen oft zu schweren Verletzungen der ungeschützten Radler. Daher hat auch das Polizeipräsidium Recklinghausen beim Blitzmarathon neben den Geschwindigkeitsüberwachungen das verkehrsgerechte Verhalten von Radlern, aber auch gegenüber Radfahrern überprüft.

Bei diesen Kontrollen stellten die Polizisten in zehn Fällen fest, dass Radfahrer sich nicht an die Verkehrsregeln hielten. Auch fünf Autofahrer wurden zur Kasse gebeten, weil sie sich gegenüber Radfahrern nicht verkehrsgerecht verhalten haben.
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