Bürger sollen sich bei Entwicklung der Friedhöfe einbringen

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Ein Ort des stillen Gedenkens: Der alte Friedhof am Lohtor. (Foto: Klaus Gerlach/lokalkompass.de)

In der Bestattungskultur vollzieht sich ein stiller Wandel, dessen Auswirkungen auch Veränderungen für die kommunalen Friedhöfe in Recklinghausen bedeuten.

Gleichzeitig äußern Bürger in persönlichen Gesprächen mit den Kommunalen Servicebetrieben Recklinghausen (KSR) immer wieder Anregungen zu den Friedhöfen. Deshalb erarbeiten die KSR ein Konzept zur Friedhofsentwicklung. Dazu starten sie jetzt eine gezielte Befragung der Bürger zur Friedhofssituation in Recklinghausen.

„Wir machen die Befragung, weil wir uns für die künftige Friedhofsentwicklung ein umfassendes Bild der Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger zum Friedhofswesen in unserer Stadt machen wollen“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Daher kann jeder, der an der Befragung teilnimmt, uns helfen, die Friedhöfe noch besser zu gestalten. Wir wollen dabei möglichst allen Wünschen gerecht werden und ein Gleichgewicht schaffen zwischen dem Bedürfnis nach Veränderung und dem Erhalt der Friedhofskultur.“

Die Friedhofsentwicklung, in Abstimmung mit der Friedhofskommission, ist aus verschiedenen Gründen notwendig. „Die Ansprüche an Friedhöfe haben sich erst einmal grundlegend gewandelt“, erklärt Uwe Schilling, Betriebsleiter der KSR. „So gibt es zum einen rückläufige Bestattungszahlen auf städtischen Friedhöfen, zum anderen gibt es immer mehr unterschiedliche Bestattungsformen.“

Notwendigkeit einer Friedhofsentwicklung


Deutlich spürbar ist der Wandel zu flächenreduzierten Bestattungsformen wie die Urnenbeisetzungen in Rasenreihengräbern. Wünsche der Bürger nach neuen pflegefreien Angebotsformen werden immer häufiger geäußert, zum Beispiel nach Kolumbarien, also Urnenwandkammern, oder nach dauerhaft gepflegten Gemeinschaftsgräbern, die eine hochwertige Gestaltung in den Fokus stellen.
„Im Zuge der Friedhofsentwicklung überlegen wir auch, uns auf die Kernbereiche der Friedhöfe zurückzuziehen, sodass in den Bereichen, die nicht genutzt werden, beispielsweise Grünflächen entstehen“, sagt Schilling. „Ziel ist es, die Friedhöfe so zu gestalten und Bestattungsformen anzubieten, dass sich die Zahl der Bestattungen auf unseren Friedhöfen stabilisiert und die Recklinghäuser Bürger keine auswärtigen Alternativen nutzen.“

Der Fragebogen ist in Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma Marketing Partner Micheel (MPM) konzipiert worden. MPM greift dabei auf langjährige Erfahrung und Fachwissen von Friedhofs- und Bestattungsleistungen für einen der weltweit größten Friedhöfe – in Hamburg – zurück. „So wollen wir von den Bürgern nicht nur wissen, welchen unserer Friedhöfe sie vorwiegend besuchen, wie sie diese beurteilen und wie die Friedhöfe gestaltet werden sollen“, sagt Sandra Pawlowski, Abteilungsleiterin Bestattungs- und Friedhofswesen. „Wir fragen auch nach den eigenen Bestattungswünschen, denn nur so können wir die Wünsche der Bürger, die ja vereinzelt jetzt schon an uns herangetragen werden, in der Friedhofsentwicklung berücksichtigen.“

Fragebogen für Bürger


Der Fragebogen steht online auf www.recklinghausen.de/friedhof bereit. Die Beantwortung erfolgt anonym. Der Fragebogen kann online gesendet werden. Außerdem können Bürger den Fragebogen im Bürgerbüro, Stadthaus A, Rathausplatz 3/4 abgeben. Einsendeschluss ist der 23. Oktober.
Für diejenigen, die sich an der Befragung beteiligen möchten, jedoch über keinen Internetzugang verfügen, werden zusätzlich Fragebögen im Bürgerbüro im Stadthaus A ausgelegt. Für Rückfragen steht die Abteilung Bestattungs- und Friedhofswesen unter Tel. 02361/50-2909 zur Verfügung.
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