Hitzetipps der Feuerwehr Recklinghausen

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Feuerwehr Recklinghausen, Foto: Ch. Schell
Der Sommer ist da und das Thermometer knackt immer häufiger die 30-Grad-Marke. Doch viele leiden unter der enormen Hitze und den Temperaturschwankungen. Die Feuerwehr Recklinghausen gibt jetzt wichtige Tipps, wie man die heißen Tage unbeschadet überstehen kann.

Häufig sind ungeeignete Kleidung, Flüssigkeitsmangel und körperliche Anstrengung die Ursache für Zusammenbrüche. Gefährdet sind vor allem Senioren, Kinder und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber auch alle anderen sollten die hitzigen Temperaturen nicht unterschätzen. In Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit und geringem Windstoß ist die Wärme für viele Menschen eine körperliche Ausnahmesituation.

Deswegen sollte längere direkte Sonneneinstrahlung unbedingt vermieden werden.

Besonders wichtig auch: trinken!

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist unvermeidbar, denn an heißen Tagen kann sich der Flüssigkeitsbedarf um das drei- bis vierfache erhöhen. Auf Alkohol und Kaffee sollte besser verzichtet werden. Auch die Wahl des Essens spielt im Sommer eine Rolle. Statt eines opulenten Mahls, sollte der Körper mit leichter Kost geschont werden. Besonders Quarkspeisen mit Früchten sind dafür empfehlenswert.

Nicht zu empfehlen sind Sport und körperliche Anstrengungen in der Sonne und bei extremen Temperaturen. Ist das nicht zu vermeiden, sind regelmäßige Pausen zur Erholung und die Aufnahme von viel Flüssigkeit wichtig.

Damit es in geschlossenen Räumen kühl bleibt, sollte unbedingt nachts und morgens, wenn es draußen kälter ist, gelüftet werden. Tagsüber sind Räume mithilfe von Jalousien vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Todesfalle: Fahrzeug

Eine besonders tückische Hitzefalle sind Fahrzeuge. Bei hohen Temperaturen kann der Aufenthalt darin tödlich enden. „Lassen Sie deshalb keine Menschen oder Tiere im Auto zurück, weder im Schatten noch für ‚nur‘ fünf Minuten!“ sagt Christian Schell, Pressesprecher der Feuerwehr Recklinghausen. Selbst mit leicht geöffneten Fenstern und im Schatten stehend, können sich Fahrzeuge innerhalb von wenigen Minuten so stark erhitzen, dass akute Lebensgefahr besteht. So erwärmt sich ein PKW bei 34 Grad Außentemperatur innerhalb von 30 Minuten in der Sonne auf tödliche 50 Grad. Innerhalb einer Stunde beträgt die Temperatur im Inneren bereits 60 Grad.

Befinden sich Menschen oder Tiere in einer Notlage, weil sie etwa in einem heißen Fahrzeug festsitzen und sich selbst nicht helfen können, greifen die Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Umständen gewaltsam ein, um das Fahrzeug zu öffnen und Leben zu retten. „Eine ähnliche Situation hatten wir im vergangenen August, als sich aufgrund eines technischen Defekts ein PKW, mit drei Kindern im Inneren, verschloss. Zum Glück konnten sich die Kinder selbst retten“, sagt Christian Schell.

Sollten trotz der Tipps doch einmal auffällige Anzeichen für eine Hitzebelastung auftreten, ist es wichtig, umgehend Schatten aufzusuchen, den Oberkörper hoch zu lagern und etwas zu trinken. Linderung und Kühlung verschafft auch ein kühles Tuch auf der Stirn. Wenn das nicht hilft, den Notruf 112 wählen.
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