Sicher zur Schule - Die Polizei führt zum Schulbeginn die alljährliche Schulwegsicherung durch

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Im Straßenverkehr lauern einige Gefahren auf die Schulkinder. (Foto: DVW)

Mit dem Ferienende und dem Start des Schuljahres 2016/2017 beginnt für viele Jungen und Mädchen ein neuer Lebensabschnitt, denn allein im Kreis Recklinghausen und in Bottrop werden etwa 6000 Kinder eingeschult und etwa 6300 Kinder wechseln von der vierten Klasse der Grundschule zu einer weiterführenden Schule. Mit dem Schulwechsel und der Einschulung machen Kinder nicht nur neue Erfahrungen in der Schule, sondern sollen nun auch täglich sicher und unbeschadet zur Schule gelangen.

Da Kinder zu den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr zählen, weil sie Verkehrssituationen oft nicht richtig einschätzen, aber auch von anderen Verkehrsteilnehmern nicht entsprechend beachtet werden, begleitet die Polizei mit vielfältigen Maßnahmen die Schulbeginner und -wechsler.

48 Schulwegunfälle im vergangenen Schuljahr


Im vergangenen Schuljahr ereigneten sich im Kreis Recklinghausen und in Bottrop insgesamt 48 Schulwegunfälle, bei denen 10 Kinder schwer und 38 Kinder leicht verletzt wurden. Dabei waren 19 der verunglückten Kinder Fußgänger; 28 Kinder verunglückten als Radfahrer. Glücklicherweise sank die Zahl der verletzten Kinder im Vergleich zum vorletzten Schuljahr. Denn im Schuljahr 2014/2015 verunglückten noch 51 Schüler.
Die Zahlen zeigen, dass ein Großteil der verunglückten Schüler mit dem Fahrrad unterwegs waren. Aber die Überwachung der Schulwege, auf denen Schüler zu Fuß unterwegs sind, ist auch weiterhin eine zentrale Aufgabe der Schulwegsicherung.
Vor diesem Hintergrund führt die Polizei Recklinghausen, wie in den Vorjahren auch, insbesondere mit dem Schulbeginn von Mittwoch, 24. August, bis Freitag, 9. November, gezielte Schulwegsicherung im Bereich der Schulen in den Städten des Kreise Recklinghausen und in Bottrop durch. Hierbei werden die Beamten die Schulwege überwachen und den Schulanfängern und deren Eltern, aber auch den Schulwechslern, hilfreiche Tipps geben, wie sie die Schule sicher erreichen können. Insbesondere bei den Schulwechslern, die oft Rad fahrend den Schulweg hinter sich bringen, wird nicht nur das Fahrverhalten im Straßenverkehr überwacht, sondern auch die Verkehrssicherheit der Fahrräder überprüft. In den nachfolgenden Wochen ahnden die eingesetzten Beamten erkannte Verkehrsverstöße, um auch "Uneinsichtige" zur Änderung ihrer Verhaltensweise zu bewegen.
Darüber hinaus überprüfen die Beamten im Rahmen der Schulwegsicherung auch die Gurtanlegepflicht und die Nutzung der Kinderrückhaltesysteme, wie Kindersitze.
Mit den gebündelten Maßnahmen soll ein Beitrag zur Reduzierung der Schulwegunfälle geleistet werden. Hierzu können natürlich auch die Eltern der Schüler beitragen, indem sie gemeinsam mit den Kindern einen "sicheren" Weg zur Schule planen. Schließlich dürften auch sie ein besonderes Interesse daran haben, dass ihre Kinder den Weg zur und von der Schule gefahrenlos zurücklegen können.

Helle Kleidung erhöht die Sichtbarkeit


Für Eltern, deren Kinder den Schulweg mit dem Rad hinter sich bringen wollen, bedeutet dies auch die Überprüfung des Rades auf Verkehrssicherheit.
Hierbei sind funktionierende Beleuchtungseinrichtungen und Bremsen von besonderer Bedeutung. Gerade, da die Tage jetzt kürzer werden und damit die morgendliche Dunkelheit für Schüler eine besondere Rolle einnimmt, kommt der Sichtbarkeit der Schüler im Straßenverkehr eine besondere Bedeutung zu.
Daher weist die Polizei daraufhin, dass Eltern darauf achten sollten, dass ihre Kinder mit heller Kleidung mit lichtreflektierenden Applikationen oder Aufnähern den Weg zur Schule antreten. Zusätzlich getragene reflektierende Armbinden und Anhänger verstärken die Sichtbarkeit. Denn das rechtzeitige Erblicken eines Schülers in einer gefährlichen Situation kann schon dazu beitragen, einen Zusammenstoß und damit einen Unfall mit Verletzungen zu verhindern.
Insgesamt appelliert die Polizei an alle Verkehrsteilnehmer mit dem beginnenden Schuljahr, auf Schulkinder besonders Rücksicht zu nehmen. Insbesondere in Bereichen der Schulen wird die Polizei verstärkt die gefahrenen Geschwindigkeiten überprüfen.
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