Sicherheit im Netz: Internetkriminalität nimmt weiter zu

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(Foto: Maik Schwertle/pixelio.de)

Tagtäglich laufen in unserer Redaktion Meldungen über Raub oder Einbrüche ein. Ein neues Phänomen des digitalen Zeitalters ergänzt nun vermehrt das Portfolio an Straftaten: Internetkriminalität.

Besonders beliebt sind die sogenannten Phishing-Mails, die persönliche Daten der Internetnutzer „abfischen“ wollen. Die E-Mails enthalten gefährlichen Dateien oder versuchen Kunden von Geldinstituten und Online-Diensten auf gefälschte Internetseiten zu locken. „Amazon-Kunden zum Beispiel lasen ‚Benutzerkonto eingefroren‘ oder ‚Beihilfe erforderlich Betrugsversuch‘. Auch mit PayPal, Mastercard sowie diversen Banken wird versucht, die Leute in die Irre zu führen“, weiß Martin Meiser, Leiter der Verbraucherberatungsstelle in Recklinghausen.

Dabei sieht so manch betrügerische E-Mail täuschend echt aus. „Jedoch gibt es einige Punkte, die erkennen lassen, dass ein Übeltäter seine Angel ausgeworfen hat“, so Meiser. Am einfachsten zu durchschauen sind E-Mails, die in fehlerhaftem Deutsch oder gar in einer Fremdsprache geschrieben sind. Sind sie persönlich adressiert oder ist die Ansprache allgemein gehalten? Vor allem aber sollten alle Alarmglocken schrillen, wenn persönliche Daten angefordert werden und dazu noch Druck ausgeübt wird, dies möglichst schnell zu tun.

Zudem versenden Banken in der Regel keine E-Mails, sondern Briefe. „Falls Sie doch E-Mails von Ihrer Bank erhalten, so wird diese keine Dateianhänge versenden. Rufen Sie die Internetseite selbst auf, indem Sie diese in das Adressfeld des Browsers eintippen“, rät der Experte.

Manche Phishing-Mails sind allerdings sehr gut gemacht. Die Absender-E-Mailadresse scheint vertrauenswürdig, der Link im Text auch, das Deutsch ist flüssig? „Trotzdem muss diese E-Mail nicht echt sein. Auch Absenderangaben von E-Mails lassen sich fälschen“, warnt Meiser. Wenn man letzte Zweifel ausräumen will, muss man sich den sogenannten Mail-Header anschauen. Dort steht die IP-Adresse des Absenders. Nur diese ist fälschungssicher und gibt Aufschluss über den tatsächlichen Absender.

In allen Fällen gilt, dass Vorsicht besser als Nachsicht ist. Schützen kann man sich vor der Internetabzocke nur präventiv. Sollte man doch einmal in die Falle getappt sein, aktualisieren Sie Ihr Virenschutzprogramm und lassen Sie das aktualisierte Virenschutzprogramm den gesamten Computer untersuchen. Falls Sie sich ein Schadprogramm eingefangen haben, prüfen Sie, ob Sie eventuell persönliche Daten wie PIN, Passwörter oder Sicherheitsfragen ändern müssen. Dies ist der Fall, wenn diese auf dem Computer gespeichert waren oder auf diesem nach Installation des Schadprogramms eingegeben wurden. Informieren Sie auch Ihre Bank, falls der Bereich des Online-Bankings betroffen ist.

Haben auch Sie schlechte Erfahrungen mit Online-Betrügern gemacht? Dann machen Sie die miese Masche öffentlich! Schreiben Sie uns Ihre Erlebnisse an redaktion@stadtspiegel-recklinghausen.de.
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