Die Überflieger kommen

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Die Vorfreude steigt. Bald können die Besucher wieder Topathleten der Stabhochsprungszene beim Wettkampf auf dem Recklinghäuser Marktplatz bewundern. Archivfoto: Krusebild

Recklinghausen, die Stadt der Ruhrfestspiele, wird wieder zum Mekka der Stabhochsprung-Stars. „Hoch hinaus“ heißt es am Freitag, 20. Mai, beim 35. Internationalen Marktplatzspringen auf dem Altstadtmarkt mitten im Herzen der „Guten Stube“.



Das Publikum kann sich auch in diesem Jahr auf einige hochkarätige Sportler freuen. Höhenluft schnuppern will in Recklinghausen Martina Strutz. Die Top-Athletin gewann 2015 den Wettbewerb mit 4,51 Metern. Sie hält nach wie vor den Marktplatzrekord mit 4,60 Metern aus dem Jahr 2013. 2011 gewann sie bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Südkorea Silber, 2012 holte sie den zweiten Platz bei der Europameisterschaft.
Gegen Strutz werden die deutschen Stabhochspringerinnen Annika Roloff, Viktoria von Eynaten, Lilian Schnitzerling und Anjuli Knäsche antreten. Auch Malin Dahlström und Michaela Meijer aus Schweden sowie Iben Hoeg Pedersen aus Dänemark werden dabei sein und versuchen, den begehrten Wanderpokal zu gewinnen. Deutsche Teilnehmer im Starterfeld der Männer sind: Florian Gaul, Hendrik Gruber, Tom Konrad, Marvin Caspari, Oleg Zernickel und Carlo Paech, Titelverteidiger und Deutscher Hallenmeister 2016. Dazu kommen noch Konstandinos Filippidis aus Griechenland sowie die beiden Schweden David Kappelin und Filip Gyllensten.

Björn Otto, einer der Topstars der Szene, will versuchen, trotz seines prall gefüllten Terminkalenders nach Recklinghausen zu kommen, auch wenn er nicht aktiv teilnehmen kann. Björn Otto hatte erst 2012 den Marktplatzrekord auf eine neue Bestmarke von 5,83 Meter geschraubt. Er knackte damit den alten Rekord von 5,82 Metern, den der Südafrikaner Okkert Brits im Jahr 2000 aufgestellt hatte. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London holte Björn Otto die Silbermedaille.
„Auf das internationale Marktplatzspringen mitten in unserer ‚Guten Stube‘, der schönen Recklinghäuser Altstadt, freue ich mich ganz besonders“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Toll ist auch zu sehen, dass wieder viele Topathleten zugesagt haben, die dem Publikum Spitzensport hautnah bieten.“ Da sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen jeweils die ersten Drei des letzten Jahres wieder dabei sind, dürfen Athleten und Zuschauer gleichermaßen besonders auf die Platzierungen in diesem Jahr gespannt sein.
Dass sich die Sportbegeisterten in Recklinghausen trotzdem auf hochkarätige Spitzensportler freuen dürfen, ist vor allem der Verdienst von Hans Timmermann. Der Organisator des Internationalen Marktplatzspringens hat das Kräftemessen der Hochspringer 1982 ins Leben gerufen und seitdem Jahr für Jahr Leichtathleten, die zur internationalen Elite zählen, nach Recklinghausen locken können. Seit 1985 ist die Veranstaltung eingebettet in die Recklinghäuser „Woche des Sports“, in der zahlreiche Sportveranstaltungen den Wettkampf- und Breitensport in das Licht der Öffentlichkeit rücken.

Seit über 30 Jahren ist das Marktplatzspringen einer der sportlichen Höhepunkte in Recklinghausen. Was mit einem als Werbegag gemeinten Sprung über einen Wohnwagen begann, entwickelte sich schnell zu einem überregional bekannten Sportereignis. Aus der ewigen Bestenliste der Top-50-Springer haben schon über 30 den Weg nach Recklinghausen gefunden, darunter Günter Lohre (19-facher Deutscher Meister), der Pole Wladislaw Kozakiewicz (Olympiasieger 1980 in Moskau), Pierre Quinon (Frankreich, Olympiasieger 1984 in Los Angeles) und Tim Lobinger (Deutschlands erster 6-Meter-Springer). Bei den Frauen sind Ex-Weltrekordlerin Emma George (Australien) und die Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Sydney, Tatiana Grigorieva, zu nennen.
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