Knapper Auswärtssieg der RESG in Recklinghausen

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Sebastian Haas machte mit seinen Toren in der Schlussphase den Unterschied aus (Foto: Ralf Isselhorst)
 
Trainer Günther Szalek kann zufrieden sein. Die Roten Teufel sind auf fremden Plätzen das stärkste Team der Liga (Foto: Ralf Isselhorst)
Recklinghausen: Heinrich-Auge-Sporthalle | Spielbericht Rollhockey – Bundesliga – 20. Spieltag

RHC Recklinghausen – RESG Walsum (3:2) 6:7


Wie zu erwarten haben sich die Gastgeber ordentlich rein gehangen und das Team der RESG gefordert. Mit 3:2 ging es für Recklinghausen sogar in die Halbzeit und der eine oder andere Zuschauer in der Heinrich – Auge Halle träumte schon von einem Sieg gegen den deutschen Rekordmeister. In einer spannenden Schlussphase hatte Walsum schließlich die Nase vorn

Rainer Lorz saß für den verhinderten Tobias Wahlen zwischen den Pfosten. Xavier Berruezo gelang in der dritten Spielminute schon der Führungstreffer, Niklas Nohlen konnte diesen in der 10. Minute aber wieder egalisieren. Nohlen erwies sich in dem Spiel besonders treffsicher, immerhin gelangen ihm vier Treffer. Eine Minute nach seinem Ausgleichstor war Pedro Queiros zur Stelle und traf für die erneute Führung für die Gäste. Niklas Nohlen war aber erneut zur Stelle und glich in der 12. Minute wieder aus. Die Zuschauer sahen ein spannendes Spiel, indem sich beide Teams nichts schenkten. Philipp Wagner markierte in der 17. Minute die 3:2 Halbzeitführung für die Vester. Walsum ließ die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen, sodass die Führung für die Gastgeber in Ordnung ging.

Christoph Rindfleisch brachte sein Team mit 4:2 in Front (29.). Xavier Berruezo konnte zwei Minuten später aber wieder auf 4:3 verkürzen. Pedro Queiros musste in der 33. Minute mit „blau“ vom Feld. Ein Umstand den besonders Szalek wieder ärgerte, da Queiros nach wie vor mit den Schiedsrichtern diskutiert und diese nur darauf warten ihn zu verwarnen. Recklinghausen konnte aus der Überzahlsituation und dem Penalty allerdings nichts Zählbares rausholen, stattdessen schlug Felipe Sturla in der 34. Minute zu und glich zum 4:4 aus. Bis zur 35. Minute stand es 8:1 an Teamfouls gegen die RESG, obwohl das Spiel im ganzen Verlauf immer fair geführt wurde. Sebastian Haas drehte die Partie mit seinem Treffer in der 36. Minute zum 4:5. Ein schönes Tor von ihm, bitterer Beigeschmack kam von der Tribüne mit dem Zwischenruf: „Deutschland hat ein Tor geschossen“. Eine Anspielung darauf, dass im Team der RESG hauptsächlich Ausländer spielen würden. Trainer Günther Szalek reagierte hinter der Bande sichtlich genervt und hätte sich in diesem Fall eine Reaktion der Schiedsrichter gewünscht. Wenn man sonst keine Argumente hat, muss man sich mit solchen Zwischenrufen wohl weiterhelfen, schade Recklinghausen aber das habt ihr echt nicht nötig.

Gespielt wurde natürlich auch weiterhin noch. Miguel Vila musste in der 46 Minute mit „blau“ vom Platz. Den fälligen Penalty konnte Nohlen zum 5:5 verwandeln. Die letzten Minuten wurde es nochmal richtig spannend und beide Mannschaften drehten in der Schlussphase des Spiels nochmal auf. Sebastian Haas gelang in der 47. Minute die erneute Führung. Zunächst gelang Nohlen in der 48. Minute wieder das Tor zum Ausgleich, Sebastian Haas machte in derselben Minute dann aber den Sack zu und traf zum 6:7 Endstand. Eine verrückte Schlussphase ging so zu Ende und drei weitere Punkte wandern auf das prall gefüllte RESG Konto.

Trainer Szalek war zufrieden über den Sieg, an der einen oder anderen Stelle sieht er allerdings noch Verbesserungspotential, auch bei seinem Ersatztorwart: „Auch, wenn Rainer durchgespielt hat, sieht man an der einen oder anderen Stelle noch, dass ihm etwas Spielpraxis fehlt.“ Die letzte Konsequenz ließen seine Vorderleute aber im Angriff vermissen, auch hier ist im Hinblick auf die Play – offs noch Potential nach oben: „Die Präsenz war das ganze Spiel über da, haben auch gut in der Defensive gearbeitet. Die Jungs haben bis zum Tor sehr konzentriert gespielt, allerdings hat dann im Abschluss die letzte Konsequenz gefehlt. Die Disziplin muss stimmen im Hinblick auf die Play – offs.“ Zwei Spieltage sind bis zum Start noch zu absolvieren. Durch die Niederlage von Herringen in Iserlohn hat der Spitzenreiter nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Roten Teufel. Zum letzten Heimspiel in der Hinrunde sind die Bisons aus Calenberg nochmal zu Gast am Beckerlsoh. Zum letzten Auswärtsspiel geht es dann zu den Moskitos aus Wuppertal.

Statistiken zum Spiel
RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, L. Andrioff, P. Wagner, Chr. Rindfleisch, M. Schürmann, N. Nohlen, Niko Nohlen, M. Angenendt, D. Cholewinski, F. Teelen

RESG Walsum: R. Lorz; Chr. Paß M. Vila Gallaguet, C. Nusch, X. Berruezo, F. Schmidt, N. Rilhas, P. Queiros, F. Sturla.

Torfolge: 0:1 X. Berruezo (3.), 1:1 N. Nohlen (10.), 1:2 P. Queiros (11.), 2:2 N. Nohlen (12.), 3:2 P. Wagner (17.), 4:2 Chr. Rindfleisch (29.), 4:3 X. Berruezo (31.), 4:4 F. Sturla (34.), 4:5 S. Haas (36.), 5:5 N. Nohlen (46.), 5:6 S. Haas (47.), 6:6 N. Nohlen (48.), S. Haas (48.)

Schiedsrichter: P. Thissen/ M. Wittig

Zeitstrafen: RHC: 0 RESG: 2 – mal zwei Minuten (P. Queiros/33. / M. Vila/46.)

Teamfouls: RHC 3 RESG 9

RESG – Pressestelle
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