Sehr abwechslungsreich

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Kalt und nass, da bleiben viele lieber zuhause. (Foto: Dirk Kleinwegen)
 
Glühwein ist das beste Mittel gegen die Kälte. (Foto: Dirk Kleinwegen)

IWE ist zufrieden, trotz Regen und weniger Besuchern




Die Interessen- und Werbegemeinschaft Elten (IWE) hatte am Sonntag zum Weihnachtsmarkt rund um die St. Martinus-Kirche eingeladen. Mehr als 50 Stände gruppierten sich rund um die Kirche und in der angrenzenden Straße.


  • aus dem Stadtanzeiger Emmerich-Rees-Isselburg vom 06.12.2017
  • von Dirk Kleinwegen (Text + Fotos)

Umrahmt von einer Ausstellung einheimischer Künstler wurde im Pfarrhaus eine Cafeteria veranstaltet. Von 12.45 bis 19.15 Uhr gab es in der Kirche ein abwechslungsreiches Programm aus Gesang, Musik und Tanz.

Selbstverständlich waren auf dem Eltener Markt alle bekannten und beliebten Angebote an Dekoartikel, Kleidung, Accessoires und alle erdenklichen feste und flüssige Genüsse vertreten. Wer sich jedoch die Mühe machte, die einzelnen Angebote aufmerksam anzusehen, konnte einige außergewöhnliche Artikel finden und mit den Verkäufern ins Gespräch kommen.

Am Stand des Spargelhofs Derksen wurden Weihnachtsbäume verlost. Dort wurden aber nicht nur die Bäume ausgestellt, von denen der Hof jährlich 500 - 700 Stück verkauft. Zusätzlich hatten die Brüder Winfried und Johannes Derksen einige Shropshire-Schafe mitgebracht. Diese sorgen in den Eltener Tannenschonungen dafür, dass kein Gras oder Unkraut wächst. Johannes Derksen erklärte: „Diese Schafe werden bereits seit 1850 in England gezüchtet. Es ist die weltweit einzige Schafsrasse, die nicht die Tannen oder andere Bäume auffrisst.“ Für die drei Hektar, auf der ca. 8000 Bäume in den verschiedenen Größen stehen, sind 25 Schafe im Einsatz.

Der Tambourcorps Elten 1949 war mit verschiedenen selbst hergestellten Dingen aus Holz vertreten. Ein Vogelhäuschen zur Befestigung an einem Baum, öffnete man die Klappe kam eine Flasche Jägermeister und die passenden Gläser zum Vorschein. Mehrere Einsatzmöglichkeiten hatten die gut gelaunten Herren des Tambourcorps auf Nachfrage parat. Genauso außergewöhnlich war ein Flaschenöffner auf einer Holzplatte. Der Clou, die Bierdeckel fallen nicht auf den Boden, sondern werden durch einen versteckten Magneten an der Holzplatte festgehalten.

Am Stand von Caroline und Franz Trummer konnte man sich informieren, was sich aus echtem Eltener Landhonig so alles herstellen lässt: beispielsweise Likör „Eltener Kräuterbiene“, Honig-Knoblauch, Honig-Mohn-Senf, Whiskey-Honig-Senf, Eltener Landhonig, Eltener Honigtropfen, Honigseife und Teelichter aus Bienenwachs.

Auf dem Weihnachtsmarkt wurden die üblichen Dekorationsartikel angeboten, aber auch Antiquitäten, Aquarelle und weitere Kunstwerke wechselten ihren Besitzer.

Die Elterninitiative des Kindergarten Rappelkiste verkaufte Deko-Weihnachtsbäume aus Holz und Stoff und Lebkuchenmännchen. Kinder konnten „Fäden ziehen“ und dabei Spielzeuge oder Gummibärchen gewinnen. Gleichzeitig wurde das eigene Kochbuch des Kindergartens „Rappelrezepte“ angeboten. Ein Gericht konnte man direkt vor Ort probieren, frisch hergestellt: Grünkernbratlinge.

Auch beim Stand der Fortuna Elten kam es aufs Glück an. An einem Glücksrad konnte man Fan-Artikel des Vereins gewinnen. Wem die römische Glückgöttin Fortuna nicht hold war, konnte Sonnenbrillen, Uhren, oder Vereinswimpel auch käuflich erwerben.

Die niederländische Midwinter-Gruppe des Heemkundekring Bergh zeigte an ihrem Stand wie die Midwinterhörner aus Holz hergestellt werden und wie auf diesen ca. 1,30 Meter langen Blasinstrumenten acht verschiedene Töne geblasen werden können.

Rainer Elsmann, Vorsitzender des IWE, lobte den großen lokalen Anteil am Eltener Weihnachtsmark: „90 % der Aussteller sind Eltener Vereine und Hobbygruppen, nur 10 % sind gewerbliche Anbieter.“ Neu waren auch zwei Emmericher Aussteller dabei: Tafelhaus mit Schmuck und Dekoartikeln sowie Ewald Bosch, der Käse und Spirituosen anbot.

Als weitere Neuerung stellte er die Offene Bühne vor. Dort konnte ab 17 Uhr jeder auftreten der singen wollte. „Auch in diesem Jahr hat der IWE unterstützt von 120 freiwilligen Helfern“, so Elsmann, „einen tollen Markt und ein interessantes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt.“

Er zog Bilanz: „Es ist weniger los als im Vorjahr, aber wir sind trotzdem zufrieden.“
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