Alte Bibeln, Glanzbilder und Spielesammlungen auf dem Reeser Büchermarkt

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Lächelnd, bei der freudigen Erinnerung an die eigenen Kindertage, zeigte diese Frau ihrem Begleiter die schönen, alten Glanzbilder. Fotos: Helmut Heckmann
Rees: Büchermarkt | Wie immer war der Büchermarkt im Reeser Bürgerhaus gut besucht. Stoßzeiten gab es am Vormittag und am Nachmittag flaute es dann ein wenig ab. Sicherlich können aber Veranstalter und die über 20 Standbetreiber mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Von Helmut Heckmann

Und was es wieder alles gab. Vom modernen Taschenbuch über gebundene Ausgaben von Bellestrik und Geschichtswerken bis hin zu alten Bibeln, Städteansichten und alten Ansichtskarten gab es für jeden Bücherwurm etwas. Derjenige der sich gerne am heimischen Herd betätigt, für den waren Omas alte Koch- und Backrezepte sicherlich ein Schnäppchen. Auch die Sammler von Militaria kamen nicht zu kurz.
Viele Ständen hatten dabei auch alte, aber immer noch interessante Kinderbücher im Angebot. Da gab es beispielsweise über 40 Jahre alte Ausgaben des „Struwelpeter“ und auch „Die kleine Hexe“ aus dem Jahre 1957, geschrieben vom in der vergangenen Woche verstorbenen Kinderbuchautor Otfried Preußler.
„Schau mal hier“, sagte eine Frau zu ihrem männlichen Begleiter und zeigte ihm dabei noch in Folie verschweißte schöne Glanzbilder. „Solche habe ich früher auch gesammelt“.
Glänzende Augen hatte dann auch ein kleiner Junge der mit seiner Mutter vor einer Kiste mit Kinderbüchern kniete. Darin war, zu moderaten Preisen, viel Lesestoff sowie einige pädagogisch sicherlich wertvolle Bilderbücher für die Kleinen.
Auffallend war aber auch, dass einige Besucher anscheinend nur aus informativen Gründen den Büchermarkt besuchten. So konnte der Chronist in der Cafeteria, bei einem Stückchen Kuchen und einer Tasse Kaffee, am Nebentisch ein Gespräch verfolgen, bei dem es um bekannte Büchermärkte im Internet ging. Im WorldWideWeb, so einer der Personen, könne man viele der hier angebotenen Bücher wesentlich billiger bekommen.
Da kann man teilweise auch zustimmen, denn ein Kriminalroman als Taschenbuch, schon zehn Jahre alt, sollte immerhin noch 5 Euro kosten. Das ist zuviel. Darüber sollten vielleicht auch die Verkäufer einmal drüber nachdenken, denn ein solches Buch ist auf Trödelmärkten schon für maximal zwei Euro zu haben.
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