Mit der Straßenbahn zum Standesamt

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Es war das Jahr 1954, Deutschland wurde zum ersten mal Weltmeister, in diesem Jahr beschlossen Annemarie Mundhenk und Eduard Gaczensky zu heiraten, schließlich hatten sie schon eine gemeinsame 14 monatige alte Tochter Roswitha.
Es war kein Heiratsantrag wie man ihn kennt, Annemarie fragte Eduard ob es nicht langsam Zeit ist zu heiraten, und Eduard sagte, das können wir tun, denn du bist mir sehr sympatisch.
Eduard, genannt Edi war zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre, Annemarie, genannt Anne war 20 Jahre. Edi hatte mit 13 Jahren eine Schusterlehre begonnen und war mit 15 Jahren schon Geselle, Anne verdiente als Haushaltshilfe sage und schreibe 5,00 DM, nicht in der Stunde, sondern im Monat.
Edi wohnte bei seinen Eltern und Anne bei ihren Eltern, für ein Hochzeitskleid war nicht wirklich Geld vorhanden, deshalb besorgte die Nachbarin von Annes Eltern einen günstigen grünen Stoff und nähte so gut es ging ein Kleid für`s Standesamt.
Am Tag der Hochzeit stiegen sie in Duisburg Neumühl in die Straßenbahn, fuhren über Duisburg Marxloh nach Duisburg Hamborn zum Standesamt, das sich dort im Rathaus befand, dort gaben sie sich das Jawort, anschließend ging der Weg zur "Hochzeitsfeier" auf die gleiche Art und Weise wieder zurück. Es wurde bis 23:00 Uhr gefeiert, die Hochzeitsnacht verbrachte Anne bei ihren, und Edi bei seinen Eltern da sie noch keine eigene Wohnung hatten. Im Laufe der Ehe folgten noch eine Tochter und ein Sohn.
Seit Jahren wohnen beide im schönen Städtchen Rees und feiern am 27.November ihre diamantene Hochzeit, es gab in dieser Zeit natürlich gute sowie schlechte Zeiten, aber ihr Wort haben sie gehalten, denn das gibt es heutzutage nicht allzu oft.
Die Tochter Roswitha ist seit Jahren meine Frau, und meine Schwiegereltern sind für mich die besten der Welt!
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2 Kommentare
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Claudia Overmann aus Sonsbeck | 08.11.2014 | 16:30  
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Martin Kometz aus Rees | 09.11.2014 | 07:34  
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