Rees marschiert mit

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Bürgermeister Christoph Gerwers sprach beim Unternehmerfrühstück. (Foto: Wirtschaftsförderung Kreis Kleve)

„Der Niederrhein ist mit Blick auf den Standortfaktor ‚Schnelles Internet‘ auf dem Vormarsch. Und Rees marschiert eindeutig mit.“ Mit dieser Aussage bekannte sich Uwe Abels von der Telekom beim aktuellen Unternehmerfrühstück mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve im Bürgerhaus zum Standort Rees.

Zur Stunde gebe es in der Rheinstadt vier Knotenpunkte für das schnelle Internet, die in der Stadt selbst, in Haldern, Mehr und Millingen lägen. Sie alle brächten schon heute hohe Zufriedenheit bei Werten von 16-50 Megabit in Rees selbst. Abels verglich die Breitbandversorgung mit einem Wasserschlauch: „Je länger der Schlauch vom Wasserhahn entfernt ist, je weniger kommt raus.“ Vor diesem Hintergrund versprach die Telekom für die nächsten Jahre spürbare Verbesserungen auch in den Randbereichen.
Bürgermeister Christoph Gerwers begrüßte die Gäste des Morgens und wies darauf hin, dass das Thema Breitband heute ein selbstverständlicher Standortfaktor für die Bürger, mehr noch für die heimische Wirtschaft sei. Im Rahmen seines Lageberichtes freute sich Gerwers vor allem über die kontinuierlich wachsende Bedeutung des Tourismus-Segments. Die hohe Auslastung des Reisemobil-Stellplatzes mache eine Erweiterung um 17 neue Stellplätze notwendig.

Barrierefreier Marktplatz

Rees zähle mittlerweile mehr als 50.000 Übernachtungen und 600.000 Tagestouristen pro Jahr. Vor diesem Hintergrund sei es geradezu geboten gewesen, Entscheidungen für einen barrierefreien Marktplatz und einen zu erwartenden barrierefreien Stadtgarten einzuleiten. Die Sanierung des Hallenbades, die geplant ist, sei auch ein Baustein zur Tourismusförderung. Mit anerkennendem Blick auf den Reeser Wirtschaftsförderer Heinz Streuff wertete der erste Bürger den Verkauf von weiteren 25.000 Quadratmetern Gewerbefläche als Nachweis für geleistete Wirtschaftsförderung und Ansiedlungspolitik.
Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers dankte der Stadt wie den anwesenden Firmenchefs für den erneuten Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Rees um 2,5 Prozent auf nunmehr 3.943. Er wies auf die gemeinsamen Anstrengungen der Sparkassen, der Volksbanken und der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve hin, Firmenchefs zur Bereitstellung weiterer Ausbildungsplätze zu motivieren. Ralf van Bruck, der Vorstand der Volksbank Emmerich-Rees, referierte an diesem Morgen über die anstehenden Veränderungen im europäischen Zahlungsverkehr, kurz SEPA. Hier sind insbesondere Unternehmer und Vereinsvorstände, aber auch Privatleute gefordert, sich den neuen Rahmenbedingungen für den Zahlungsverkehr anzupassen. Van Bruck: „Hier müssen wir – das gilt für unsere Volksbanken wie Sparkassen – alle Bankkunden zum Mitmachen motivieren.“

Schnelles Internet

Gleich drei Referenten hatte die Kreis-WfG zum Thema „Standortfaktor schnelles Internet“ geladen. So stellte Reinhard Winter von Unitymedia den in Riesenschritten wachsenden Hunger nach Bandbreite heraus, während sich Uwe van Stiphout von der TeamCom Goch deutlich als Spezial-Anbieter in sich bietenden Nischen darstellte. So hat sein Unternehmen unlängst Goch-Nierswalde mit DSL versorgt und die Hochschule Rhein-Waal in Kleve vor Monaten über eine Richtfunk-Strecke mit Emmerich am Rhein verbunden.
Auch liefert TeamCom Standort-Vernetzungen zwischen Firmensitz und dezentralem Lager – ein Unternehmen also, das häufig da ansetzt, wo andere „mit ihrem Latein am Ende sind“. Wohl auch deshalb gab es an diesem Morgen deutliches Lob bei dampfendem Kaffee und frischen Brötchen.
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