ADHS - ein Kind 2. Klasse?

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Mein Sohn ist 10 Jahre alt.
Schon in der Kita wurde es vermutet, und mit 5 im SPZ diagnostiziert.
ADHS - (später Schwerpunkt sozial-emotionale Schwäche).


Symptome waren deutlich. Aggressiv, laut, zappelig, frech, etc.

Regel Grundschulen nahmen ihn aufgrund der Diagnose nicht. Und das, wo die IQ Testung damals bei 125 % lag.......

Ergo. AOSF Verfahren. Es wurde einfach festgelegt, dass er auf eine Förderschule muss. Es wurde sogar festgelegt, auf welche.

Uns waren die Hände gebunden. Wir hatten nichts zu melden. Keine Rechte, nur Pflichten.

4 Jahren kämpften wir nun andauernd und ständig, dass diese Förderschule einem Wechsel in eine Regelschule Grundschule zustimmt. Vergebens.

Anm.: Wir arbeiten mittlerweile seit 2 Jahren jede Woche mit der Familienhilfe, empfohlen vom Jugendamt.

Nun heißt es: Wechsel in die Weiterführende Schule......

Und wieder!!!!!!!!!!!
Entscheidung vom Schulamt noch nicht gefällt.
Förderschule verweigert Zustimmung Wechsel 5. Klasse Regelschule, sowie Wechsel 4. Klasse (wiederholen) Regel Grundschule.

Sohnemann hat keine Lust mehr auf die Förderschule. Er sagt, dass die *Pipi Kram* ist, und er da sowieso nichts lernt.
Wir ballern ihm Medikinet während der Schulzeit rein. Ich sage das mal so hart, weil er dann nur noch abgeschossen ist. Hauptsache ruhiggestellt. Bloß nicht bewegen oder Fratzen schneiden!

Von den Mitschülern ganz zu schweigen. Aber das ist ein anderes Thema.

Am 26.06. ist letzter Schultag vor den Sommerferien. Und Erik immer noch nirgendwo angemeldet.

Abwarten....... Bis jetzt waren alle Bemühungen umsonst.

Ist das korrekt, dass wir Eltern keine Rechte haben?

Ist das im Sinne von Inklusion?

Ist es korrekt, dass Regelschulen keine Gespräche mit uns führen? Weil das Schulamt noch keine Entscheidung getroffen hat?! Rein menschlich meine ich....

Und zum Schluß: Ist das fair, dass KEINER Erik anhört, oder ihn kennenlernen möchte?

06.07.2015:

Das Schulamt hat Sohnemann kennengelernt :) Morgen haben wir einen Termin in einer Regelschule Grundschule (Wiederholen 4. Klasse) , zur eventuellen Aufnahme.

Die Regelschulen (weiterführende) haben nur eine begrenzte Anzahl an Aufnahmen für "solche Kinder".........Ergo nehmen die keinen mehr auf, mit Förderbedarf. Auch kein Kind, was hinzu zieht. Es müsste dann auf eine Förderschule. Unglaublich.

Da wir keinen Bericht der Schule bekommen haben (liegt beim Schulamt........), und morgen erst einen Termin zur aktuellen Diagnostik, HAWIK bekommen haben (ergo da auch keine aktuellen Berichte/das SPZ gab uns Termin mitte August - wo die Schule bereits begonnen hätte!!!!), könnte es sein, dass die Aufnahme an einer Regelschule am Papierkram scheitert.

Umstellung auf ein anderes Medikament nächste Woche. Ergotherapietermine gemacht.


Integrationshelfer beantragt. Auch da ist das geduldige Papier das Problem!

Näheres und aktuelles dann morgen.

Noch 36 Tage

16.02.2016:

Da wir natürlich so kurzfristig keinen Platz mehr auf einer weiterführenden Regelschule bekamen (AOSF-Verfahren), wiederholt Sohnemann gerade die 4 Klasse Regelgrundschule.

Medikamentenänderung ist erfolgt. KEIN Rebound mehr und kein "abgeschossenes" Kind. Sondern ein "normales", ausgeglichenes. Mit Durst und Appetit, auch während der Wirkunsphase.

Kein Integrationshelfer notwendig. Familienhilfe und Ergo abgeschlossen, was bedeutet, dass Sohnemann endlich Freizeit hat.

Auch kann er endlich nach der Schule Freunde treffen. Die Förderschule war 25 km weit weg, und er mochte seine MItschüler, sowie die Schule selbst, sowieso nicht.
Er ist nur noch unterwegs, geht zu Kindergeburtstagen, etc. DAS, was er sich immer so sehr gewünscht hat.

Natürlich komm auch mal ein Anruf von der Schule, aber meistens, wenn er vergessen hatte das Medikament zu nehmen.
Ab und an kommt ein "Er war unruhig" von der Lehrerin. Das wars.

Aufgefallen ist einfach, dass die Förderschule, mit geschulten und spezialierten Sonderpädagogen, ständig anriefen, wir müssen das Kind abholen.
Das passiert jetzt gar nicht mehr. Und warum? Weil sich die Lehrer damit selber auseinandersetzen, als die Probleme direkt an die Eltern zurück zu geben. Hut ab! Großartig.

Da in der Förderschule innerhalb der letzten 4 Jahre nur 2 Diktate als Klassenarbeit geschrieben wurden, fällt es Sohnemann schwer zu lernen. Denn er muss jetzt lernen zu lernen.
Die Förderschule sagte uns, auf Nachfrage, immer, dass dort genau der gleiche inhaltliche Stoff, wie in einer Regelschule durchgenommen werden würde.

DAS war schlichtweg eine Lüge!

Sohnemann kommt nach den Ferien auf die Regelrealschule. OHNE Integrationshelfer. Punkt!


Tipp für betroffene Eltern: Stimmt NIE einfach einem AOSF-Verfahren zu, nur weil die Behörden dies für richtig halten. Ihr kommt da nicht so einfach wieder raus.
Und Behörden entscheiden dann über eure Kopfe hinweg über den Werdegang eures Kindes.

Und nochwas an die Gesellschaft, die Eltern dazu verurteilen, ihre Kinder nicht erzogen zu haben: F..... euch. Es gibt immer eine Möglichkeit mal zu erfragen, was los ist.

Aber so ist das: Die Gesellschaft ist ja noch nicht mal in der Lage Depressionen richtig zu definieren.

In diesem Sinne: Kopp immer hoch halten. Anja




























So. Ende hier. Wie man sehen kann, interessiert es niemanden!!!!!!!!!!!!!!!!1
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2 Kommentare
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Nicole Deucker aus Oberhausen | 16.06.2015 | 21:44  
14
Anja H.-H. aus Rheinberg | 17.06.2015 | 08:04  
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