Immer einen starken Willen und das Leben stets vor Augen

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Willi Dibowski (2012 Istrien/Kroatien)
 
Mein erstes Auto im alter von 3 Jahren. Im übrigen bin ich der kleine im Auto (Bild von 1957)
 
Unfall im August 1974 im Alter von 20 Jahren
 
Meine wiedergefundene Lebensfreude mit meiner lieben Frau an meiner Seite (Ostsee Polen 2013)
Nehmen Sie sich doch einmal einige Minuten Zeit beim Lesen dieses Berichtes. Viel zu oft findet solch eine Darstellung bei den Lesern keine generelle Beachtung, oder wird ohne weiteres Interesse achtlos bei Seite gelegt. Mit diesem persönlichen Bericht ( in Kurzform über mein eigenes Leben) möchte ich niemanden beeinflussen, belehren oder gar von Irgendetwas überzeugen. Sie können sicher sein, dass mir daran nichts liegt. Ich verfolge auch keine eigenen Geschäftsinteressen, oder möchte Ihnen etwas verkaufen. Ich verfolge nur den Zweck, um Ihnen eine besondere persönliche Empfehlung näher zu bringen und erhoffe mir damit, Menschen eine Hilfestellung geben zu können, denen es ähnlich so ergangen ist, wie es bei mir der Fall war. Was Sie dann daraus machen bleibt ganz allein Ihnen überlassen. Ich möchte Sie nur an meiner wiedergefundenen Lebensfreude teilhaben lassen.
Wer ist heute nicht alltäglichen Stress, verursacht durch ständigen familiären, gesundheitlichen und beruflichen Leistungsdruck ausgesetzt. Diese Ursachen sind ein ständiger Angriff auf unser Wohlbefinden und können täglich zu einer großen körperlichen Belastung mit nicht vorher abzuschätzenden Risiken führen. Für alles das, kann es Lösungen geben. Man braucht hierzu Mut, Disziplin und einen starken Willen, um etwas selbst an sich verändern zu wollen. Wichtig ist aber immer, dass man sich vorab einer ärztlichen Beratung unterziehen sollte.

Ich möchte Sie nunmehr mit einer kurzen Reise durch mein eigenes Leben inspirieren. Nicht jeder bekommt im Leben so viele Chancen geboten, wie ich sie erfahren durfte. In einem bin ich darüber sehr dankbar, zum Anderen denke ich stets daran, was ich doch für ein Glück gehabt haben muss. Es hätte auch schlimmer kommen können und das ist mir auch stets bewusst und hat sich auch sehr stark in meinem Bewusstsein verankert. Die Gedanken daran entwickelten sich zu meinem ständigen Begleiter und haben mein Leben sehr beeinflusst. Mein christlich eingestellter Glaube und meine Einstellung zum Leben, war hier mit Sicherheit eine große Hilfe für mich, obwohl mir oft der Zweifel daran im Gesicht geschrieben stand. Schon im Alter von 5, 12 und 20 Jahren wurde ich von schweren Verkehrsunfällen heimgesucht, an deren Spätfolgen ich noch bis heute zu leiden habe. Wie schnell man am Ende einer Lebensleiter ankommen kann, war mir sehr schnell bewusst. Auf meinem weiteren Lebensweg konnte ich alles recht gut kompensieren und musste mich aber unerwartet im Alter von 22 Jahren mit der schmerzhaften Gewissheit des Krankheitsbildes „Morbus Bechterew“ auseinandersetzen. Morbus Bechterew gehört zur Gruppe der Erkrankungen der Wirbelsäulengelenke (auch Spondylarthropathien genannt) und betrifft vorwiegend die Lenden- und Brustwirbelsäule und die Kreuz-Darmbeingelenke. Ich habe mein Leben auch darauf ausrichten müssen, um mich einem großen schmerzhaften Leidensweg zu stellen. Ich besuchte Selbsthilfegruppen, kontaktierte Ärzte, Heilpraktiker, Psychologen und fuhr hin und wieder zur Kur. Hier bekam ich nur zeitweise Linderung und mein Krankheitsverlauf schritt unaufhaltsam voran. Meine Körperhaltung wurde immer gebeugter. Ich verlor Freunde und zog mich immer mehr vom Leben zurück. An Sport war teilweise gar nicht mehr zu denken und man stand ständig unter Schmerzmitteln, oder ähnliches, die mein ganzes Leben total veränderten. Durch begleitende Behandlung einer Naturheilpraxis konnte ich zu mindestens mich nach einiger Zeit von den sehr starken und mit großen Nebenwirkungen behafteten Schmerzmitteln langfristig verabschieden. Nun verlor ich auch noch meinen Job und schließlich ging ich im Alter von 39 Jahren mit dem Grad einer Behinderung von zurzeit 80 % GdB einer beruflichen Umschulung entgegen, die ich nach zwei Jahren erfolgreich abschloss. Hier nun weiter auf meine Gesamtsituation einzugehen, wäre zu privat und würde den Rahmen maßlos sprengen. Ich würde mich selbst zum Helden machen, der ich eigentlich nie war. Deshalb beziehe ich mich weiterhin auf das Wesentliche. Mir war auch schnell klar, dass ich mich aber auch dem Arbeitsleben und seinen neuen Herausforderungen stellen musste. Viel zu schnell gerät man mit seiner Behinderung ins menschliche Abseits unserer Gesellschaft. Also ging meine Kariere und die Versorgung meiner Familie erst einmal vor. Mein Leben entwickelte sich mit meiner Schwerbehinderung zu einem stätigen Kampf, um mich im Arbeitsleben behaupten zu können. Hierbei bemerkte ich noch nicht einmal, was ich mir da auf Dauer antat. Meine Leistungsbereitschaft ließ mit den Jahren drastisch nach und mein Körper veränderte sich immer mehr zum Negativen. An krankfeiern hatte ich aus Angst, meine neue Arbeitsstelle zu verlieren, nicht gedacht und die Zähne stets zusammengebissen, aber auch nicht auf die Signale meines Körpers gehört. Mit den Jahren wurde meine Erkrankung zur Nebensache und wenn es einem Esel zu gut geht, dann begibt er sich aufs Eis. Im Alter von jetzt 59 Jahren musste ich mich zusätzlich einer Krebsoperation unterziehen. Eine schnelle Diagnose in der Früherkennung und die schnelle Entscheidung meines Arztes konnte schlimmeres verhindern. Eine anschließende Reha und meine gute Einstellung zum Leben brachten sehr rasche Erfolge und ich konnte glücklicher Weise den Krebs besiegen. Aber körperlich kam ich nicht mehr so richtig auf Touren und baute ständig weiter ab. Ich fühlte mich trotz meiner Fülle (102 kg) sehr schwach und unbeweglich. Meine Muskulatur hatte sich über die Jahre bereits sehr stark zurückgebildete. Im meinem Beruf verlor ich immer mehr an Leistungsfähigkeit. Wiederum zog ich mich aus Vereinen und von Freunden zurück und ergab mich erneut meinem Schicksal. Es stand nicht gut um mich und ein neues Gutachten ergab ein erschütterndes Gesamtbild. Eine weitere Kurmaßnahme (eine sehr gute Behandlung durch Therapien, Ernährungsunterweisungen und ärztlicher Beratung) gab mir zwar einen guten Grundstock mit auf den Weg, aber nun galt es auch diese umzusetzen. Es ist meine letzte Chance, hörte ich den Arzt sagen und ich müsste dringend etwas tun. Mein Leben bekam wiederum eine andere Richtung und ich musste mir ein Fitnessstudio suchen, um am Reha-Sport teilnehmen zu können. Aber nicht nur irgendeines, sondern ein gutes musste es sein, wo ich unter ständiger Anleitung und Beobachtung sein werde. Nun hatte ich die Qual der Wahl. Wo gehe ich denn jetzt nur hin. Eine einfache Muckibude kam für mich nicht in Frage. Reha-Sport in einer Physiotherapiepraxis war für mich langfristig nicht umfangreich genug, denn ich brauchte auch Training für zwischen durch und wollte nicht nur von zeitlich begrenzten Kursen abhängig sein.

Ich suchte mir in Rheinberg ein Sportstudio, welches individuell zu mir passte und wo ich meinen verordneten Reha - Sport unter Anleitung, oder auch gelerntes selbständig verrichten konnte. Beeindruckt war ich über ein vielfältiges Angebot. Geworben wurde dort mit einem Kursprogramm für Gesundheit mit Anerkennung ohne Zuzahlung in einem professionellen Ambiente mit gehobener Ausstattung. Das Angebot umfasst unteranderem Bodyforming, Fettverbrennung, Reha-Med. Kurse, Herz- Kreislauf-Training, Zirkeltraining/Easyline/Milon mit persönlicher Chipkarte, Zumba/Step/Aerobic, Joga, Unterdrucktherapie, Ernährungsberatung, Pauerplate Vibration sowie ein Sonnenstudio, Sauna und vieles mehr. Angezogen von diesem umfangreichen Programmangebot vereinbarte ich dort einen Termin. Was mich dort wohl erwarten würde? Ich war skeptisch und dachte mir, ob ich hier wohl das richtige Programm für meine Behinderung bekommen würde. Wie oft hat man schon schlechtes über Fitnessstudios gehört und letztendlich war man dort immer auf sich allein gestellt. Der erste Eindruck nahm mir aber schnell meine Skepsis. Mit einer für mich ungewöhnlichen Freundlichkeit empfing man mich an dem vereinbarten Tag. In einem sachlich geführten Gespräch erklärte man mir in einer sehr verständlichen Art und Weise sämtliche Details und zeigte mir im Anschluss daran das sehr gepflegte Studio. Eine besondere Einweisung in der Handhabung einzelner Geräte war selbstverständlich. Ich fühlte mich verstanden und die Trainer nahmen meine Behinderung ernst und die besondere Herausforderung an. Nun sollte es aber losgehen. Nach einer Fett-, Wasser- und Muskelkörpermessung - im Übrigen hatte ich sehr schlechte und bedenkliche Werte- bekam ich ein für mich individuelles Ernährungs- und Trainingsprogramm erstellt. Durch fachlich gut ausgebildete Trainer, die mir ständig beratend an den Trainingstagen zur Seite standen, wurde zusätzlich alles durch Seminare, Kurse weiter vertieft. Schnell fühlte ich mich in einem familiären Ambiente sehr wohl, wurde in meiner Meinung bestärkt und vor allem hoch motiviert. Mein Ehrgeiz wurde geweckt und ich setzte den Rat meines Arztes aus der zurückliegenden Reha-Maßnahme um und nahm meine mir gebotene letzte Chance, meine zurzeit schlechte körperliche Verfassung zu verbessern, an und trainiere fleißig an drei Tagen in der Woche. Begleitend stellte ich meine Ernährung um und hielt die mir empfohlenen Vorgaben akribisch ein.

Durch die begleitende Hilfe eines hervorragenden Teams konnte ich Erfolgreich und Gesund abnehmen (ca. 15 kg) und erreichte meine Ziele ohne eine Hungerkur erleiden zu müssen und das alles ohne Qualen und ohne einen Jojo- Effekt. Ich konnte eine Steigerung meiner Kraft und einen großen Teil meiner Beweglichkeit trotz der schwere meiner Behinderung wiedererlangen. Meine ganze Haltung ist aufrechter und stabiler geworden. Durch ständige Motivationen des Trainerteams erreichte ich einen sportlichen Ausgleich zu meinem beruflichen Alltag, baute Alltagsstress ab und steigerte meine Leistungsfähigkeit enorm. Dabei kam der Spaß in keinem Fall zu kurz und hat mir nicht nur die gewünschte Lebenskraft wiedergegeben, sondern nun auch noch ein ständiges Lächeln in mein Gesicht zurückgezaubert. Selbst meine Frau hat ihre Nachtruhe wiedergefunden, denn ich schnarche nicht mehr.

Mit diesem Beitrag möchte ich Menschen Mut machen und vermitteln, dass man sich niemals aufgeben sollte. Wenn man nur will, kann man vieles erreichen. Wo Sie auch letztendlich hingehen und egal was Sie auch tun, ich wünsche Ihnen ebenso viel Erfolg, wie es mir zu Teil wurde. Auf den Weg zu einem gesunden wertvollen Leben, werden Sie in einem guten Studio fachlich unterstütz und auf eine persönliche Erfolgsspur gebracht. Alles was Sie dafür beitragen müssen, ist der eiserne Wille, ein persönlich gestelltes Ziel unbedingt erreichen zu wollen. Wenn Sie selber nicht wollen und keinen eigenen Willen aufbauen können, dann muss Ihnen bewusst sein, dass Ihnen auch ein guter Physiotherapeut, Reha - Trainer, Heilpraktiker, oder ein Arzt usw. nicht helfen kann, so gut diese auch sein mögen.

Viel Glück!
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7 Kommentare
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 19.03.2013 | 00:12  
50.958
Luzie Schröter aus Fröndenberg/Ruhr | 19.03.2013 | 13:39  
12.555
Bernhard Braun aus Essen-West | 19.03.2013 | 18:16  
4.131
Edith Schülemann aus Oberhausen | 19.03.2013 | 18:23  
Susanne Schmengler aus Duisburg | 19.03.2013 | 20:34  
16.155
Anke-Ellen Anton aus Xanten | 20.03.2013 | 12:44  
979
Wilhelm Dibowski aus Rheinberg | 20.04.2014 | 17:49  
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