Die Fußball-Europameisterschaft offenbart die Frage: Gibt es in Europa eigentlich noch Völker oder nur Nationen?

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Neuer, Hector, Hummels, Boateng, Kimmich, Khedira, Kroos, Özil, Müller, Draxler, Gomez: Die Startaufstellung gegen die Slowakei. Und auf der Bank: Podolski, Sané u.a.. Eine Mannschaft, deren einzelne Spieler Wurzeln in verschiedenen Kulturen haben. Schaut man sich die Equipe Tricolore, die belgische Nationalmannschaft oder manche andere an, so fällt die kulturelle Vielfalt innerhalb der Mannschaften auf, ein Spiegelbild der Gesellschaften. Und überall stehen die Menschen dieser Gesellschaften hinter ihren Nationalmannschaften. Gut so! Kann man von gesundem Patriotismus oder Nationalbewusstsein sprechen? Ich denke, ja.

Aber kann man eigentlich noch vom deutschen, vom französischen, vom belgischen ... Volk sprechen?

Auf Wikipedia ist zu lesen:
"Der mehrdeutige Begriff Volk bezeichnet eine Reihe verschiedener, sich teilweise überschneidender Gruppen von Menschen, die aufgrund bestimmter kultureller Gemeinsamkeiten und Beziehungen und zahlreicher Verwandtschaftsgruppen miteinander verbunden sind. ... Seit Beginn der Neuzeit wird gemeinhin auch eine Gesellschaft oder Großgruppe von Menschen mit gleicher Sprache und Kultur ein Volk genannt."

Wäre es nicht sinnvoll, den Begriff Volk durch Nation abzulösen, wenn man die Angehörigen eines Staates meint? Hat sich nicht längst die Vorstellung überlebt, dass sich beispielsweise die Deutschen als deutsches Volk begreifen?
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2 Kommentare
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Theo Grunden aus Hamminkeln | 27.06.2016 | 09:07  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 29.06.2016 | 20:12  
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