Integration - ein deutsches Wunschkonzert

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Soziologisch ist Integration üblicherweise die Ausbildung einer Wertegemeinschaft unter Einschluss von sozialen Gruppen, die zunächst oder neuerdings andere Werthaltungen vertreten als die Mehrheitsgesellschaft. Insofern ist Integration ein Prozess, der auch zu einer konsensfähigen Veränderung der Werte führen kann. Und damit hat Deutschland große Probleme, die gerade in der heutigen Zeit starker Migrationsströme heftigst diskutiert werden.

Meint eine Mehrheitsgesellschaft, ein optimales Wertesystem ihr eigen nennen zu können, so kann sie kein Interesse daran haben, dieses dem Verfall preiszugeben. Und in Deutschland scheint Einigkeit darin zu bestehen, kein Jota von unserem Wertekanon abgehen zu wollen. Zu diesem Wertekanon gehört in vorderster Linie die Freiheit und Toleranz. Es gibt allerdings genügend Menschen, die befürchten, gerade die Gewährung von Freiheiten und das damit einhergehende Üben von Toleranz besäßen eine Totengräbereigenschaft hinsichtlich unserer Werte, wären mitunter kontraproduktiv.

Solange die Menge der in unsere Gesellschaft zu Integrierenden gering ist, wackelt das Wertesystem nicht, unabhängig davon, ob die Zugewanderten sich integrieren wollen oder nicht. Wird allerdings eine schwer zu beziffernde kritische Menge überschritten, beginnt ein Ringen um Veränderung bzw. Entwicklung gesellschaftlicher Werte und Regeln. Und diese kann nur sozialverträglich vonstatten gehen, wenn man aufeinander zugeht und zu Kompromissen bereit ist.

Die kritische Menge scheint mir erreicht, so dass es zu einer substantiellen Veränderung unserer Werte und Regeln zwangsläufig kommen wird. Einvernehmen und Kompromisse müssen her, ohne dass sich irgendeine Seite abkapselt.

Zur Zeit der großen polnischen Einwanderungswelle wurden anfängliche Schwierigkeiten schon bald überwunden, da kulturell keine gravierenden Unterschiede vorlagen und sich die Bevölkerungsgruppen alsbald vermischten.

Eine solche Integration oder - wenn man will - Inklusion kann man bei den rund vier Millionen Muslimen in Deutschland nicht in dieser Art und Weise feststellen, obgleich viele muslimische Familien bereits in der dritten oder vierten Generation hier leben. Man hat mitunter den Eindruck gewollter Separation. Warum ist das so?

Hier einige meiner Wünsche an in Deutschland lebende Muslime, deren Erfüllung m.E. einer Integration bzw. Inklusion förderlich wären, wobei ich betonen muss, dass diese Wünsche bei vielen Muslimen völlig überflüssig sind:

- Reformiert den Islam in aller Deutlichkeit in Richtung auf eine Religion der Barmherzigkeit und wehrt euch lautstark gegen fundamentalistische Strömungen.

- Erlaubt euren Kindern, Nichtmuslime zu heiraten.

- Ihr "Machos" unter euch: Habt keine Mädchen ohne Migrationshintergrund zur Freundin, die ihr kurz darauf als "deutsche Schlampe wegwerft", um eine Muslima zu heiraten.

- Toleriert Religionsfreiheit auch in euren Familien.

- Macht euch nicht abhängig von Imanen, die aus dem islamischen Ausland gesteuert werden.

- Begrabt eure Toten in deutscher Erde.

- Erzieht eure Kinder zu Respekt nicht nur euch gegenüber, sondern allen Menschen gegenüber.

- Engagiert euch in deutschen Verbänden und Vereinen.

- Sorgt dafür, dass alle weiblichen Mitglieder eurer Familien Deutsch lernen.

- Erzieht eure Kinder so, dass sie nicht gegen Recht und Ordnung verstoßen.

- Erzieht eure Kinder zur Selbstständigkeit, auch im Denken.

- Drängt eure Töchter nicht dazu, Kopftücher als Zeichen des Anderssein zu tragen.


So weit meine Wünsche, damit wir eine solidarische Gesellschaft weiterentwickeln, in der die Fahne der Freiheit und Toleranz weiter hochgehalten wird.
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5 Kommentare
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Martina Janßen aus Hattingen | 28.05.2016 | 23:55  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 29.05.2016 | 00:24  
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Josef Dransfeld aus Duisburg | 29.05.2016 | 22:07  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 29.05.2016 | 22:34  
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Imke Schüring aus Wesel | 30.05.2016 | 13:29  
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