Ist "Underberg-Freibad" Rheinbergs erstes Sparopfer?

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Blick über den Lindenplatz und Großen Markt aufs Rheinberger Stadthaus
Rheinberg: Stadthaus, Raum-Nr. 249 | Rheinberg ist pleite, soviel ist klar.
Nicht klar jedoch ist, an welchen Stellen die Berkastadt sparen muss oder wo es wirklich sinnvoll wäre.

Am Dienstag stellte nun die Stadtspitze Vertretern der Presse ihre Überlegungen vor, um das Haushaltssicherungskonzept auch einzuhalten. Viele kleinere Einsparungen sollen den Etat wieder in die schwarzen Zahlen hieven.

Betroffen sein, so Bürgermeister und Stadtkämmerer Hans-Theo Mennicken, werden alle Rheinberger Bürger, egal ob jung oder alt, Privater oder Geschäftsmann. Nur gemeinsam könne eine schuldenfreie Stadt erreicht werden. Ein Haushaltssicherungskonzept müsse auf "breiten Schulter" getragen werden, alle Bürger gleichermaßen betroffen werden, so die Beigeordnete der Stadt Rheinberg Rosemarie Kaltenbach.

So sollen unter anderem Präsente zu Ehejubiläen oder Vereinsfesten wegfallen, die Anschaffung neuer Bücher für die Bibliothek verringert werden oder Zuschüsse für örtliche Vereine sinken. Ob wirklich alle Sportstätten weiterhin volle Unterstützung finden würden, stellte der Bürgermeister ebenfalls in Frage. Ein Beispiel: Die Bäderlandschaft der Stadt. Hier müsse man sich anschauen, ob es nicht sinnvoll sei, dass man auch irgendwann mal über das Freibad spreche, ob sich dieses noch tragen lasse oder nicht, so der erste Bürger der Stadt. Das Freibad als Gebäude bliebe bestehen, es steht unter Denkmalschutz.

Ein weiterer Posten sei sicherlich der Personalbereich. Auch hier könne Geld eingespart werden.

Steuererhöhung! Höhere Parkgebühren! Freibad zu?

Und Steuererhöhung? Klar, das ist natürlich auch in Rheinberg ein Thema. Die Grundsteuer B würde für ein Einfamilienhaus jährlich um etwa 90 Euro ansteigen, ein Gewerbebetrieb mit einem Ertrag von 70.000 Euro im Jahr, müsste dann, laut Mennicken, mit höheren Steuern von etwa 770 Euro rechnen.

Desweiteren wurde vorgeschlagen die marode Altentagesstätte an der Gelderstr./Bahnhofstraße abzureißen und das Land zu veräußern. Auch die Erhöhung der Parkgebühren könnten zusätzliche Einnnahmen bedeuten.

Rheinberg, als kleinere Stadt im Kreis, hat es -meiner Meinung nach- immer schon schwer gehabt Kunden, vor allem von außerhalb, mit einem vernünftigen Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, an sich zu binden. Sollten nun auch noch Parkgebühren erhöht werden oder zusätzlich geschaffen werden, besteht die Gefahr, dass viele Bürger, auch Rheinberger, in die nahegelegenen Kommunen abwandern und ihren Einkauf dort erledigen.

Warten wir ab, wie die einzelnen Fraktionen des Rates nun entscheiden. Sie können Änderungen noch ergänzen oder umstrukturieren. Am 9. Juni jedoch wird über das neue Sicherungskonzept im Rat abgestimmt werden, dass spätestens nach 10 Jahren einen Haushalt mit schwarzen Zahlen schreiben muss.

Liebe Rheinberger, worauf könntet ihr am ehesten verzichten?

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