Knaller in den Osterferien: Das Ende der Sekundarschule in Alpen und das vorzeitige Ende des Modellversuchs Gemeinschaftsschule in Rheinberg

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Wesel: Rheinberg | Ferien, eine ruhige Zeit für unsere Schulen.

Für Rheinberg und Alpen aber weit gefehlt.
Wie die FunkeMedienGruppe berichtet, fand jetzt ein Gespräch einer Abordnung der beiden betroffenen Gemeinden, angeführt von ihren Bürgermeistern, mit der Bezirksregierung Düsseldorf statt:

Wie geht es weiter mit der Sekundarschule Alpen, die bereits mit der Europaschule Rheinberg, einer Gemeinschaftsschule, als starkem Partner kooperiert, aber zum wiederholten Male nicht genügend Anmeldungen für ihren Eingangsjahrgang bekommen hat?


Beide Schulformen profitieren seit ihrem Bestehen von besseren Bedingungen als andere Schulformen. Der Modellversuch der Europaschule als Gemeinschaftsschule sollte bis 2020 laufen. Er garantierte der Schule nicht nur eine bessere Zuweisung von Lehrerstellen, damit eine günstige Schüler-Lehrer-Relation, und eine gute räumliche Ausstattung, sondern auch kleine Klassen bis maximal 25 Schülern, Leistungsbewertung ohne Ziffernnoten bis zur Klasse 8 und manche Fächer, die es woanders nicht gibt, um einige Beispiele zu nennen.

Thomas Ahls, Bürgermeister von Alpen, und Frank Tatzel, Bürgermeister von Rheinberg, sind jetzt aber mit schwerem Gepäck von ihrem Gespräch mit der Bezirksregierung zurückgekommen:

1. Der Schulstandort Alpen nimmt ab 2018 keine Schüler für eine Sekundarschule mehr auf - diese Schulform läuft aus.

2. Der Modellversuch Gemeinschaftsschule endet für die Europaschule Rheinberg bereits 2018 und nicht erst 2020.

3. Die Schulstandorte der Europaschule Rheinberg und der Sekundarschule Alpen sollen zu einer gemeinsamen Gesamtschule aufgebaut werden.
Entsprechende Absichtserklärungen beider Schulen lägen vor.

Damit werden die Vergünstigungen, die beide Schulen bisher genießen konnten, mit Beginn des Schuljahrs 2018/19 Geschichte sein.

Und leicht wird es darüber hinau angesichts der beträchtlichen Entfernungen beider Schulstandorte sicher nicht werden, einen reibungslosen Aufbau einer neuen Gesamtschule zu realisieren.

Zur Information:
Leitlinien zum Umgang mit pädagogischen und personellen Fragestellungen an Gesamtschulen mit Teilstandorten (Stand Januar 2017)
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